Gitarre: Einführung in die Sologitarre



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To-Do:

Verstreute einzelne Kapitel über die Sologitarre müssen noch in diesen Band integriert werden.

Gitarre und PlektrumBearbeiten

Da sich dieser Kurs eher mit dem modernen Leadgitarrenspiel auseinandersetzt, verwenden wir zum Anschlagen der Saiten meist ein Plektrum. Es ist zwar auch möglich, die Saiten mit dem klassischen Wechselschlag anzuspielen, allerdings erlernen klassische Gitarristen das Melodiespiel auf eine andere Weise als in diesem Kurs gezeigt.

Wer ein Leadgitarrist werden will, braucht auch ein geeignetes Instrument dafür. Man kann natürlich auch mit einer Konzertgitarre ausgezeichnet solieren und viele Lektionen dieses Kurses mitmachen, allerdings eignen sich für diesen Kurs Western- und E-Gitarren wesentlich besser. Der Nachteil von Konzertgitarren liegt darin, dass diverse Techniken (wie z.B. Saitenziehen oder Sliding) sehr viel schwieriger zu bewerkstelligen sind als bei Gitarren mit Stahlsaiten.

VoraussetzungenBearbeiten

Dieser Kurs ist als Wegweiser für den Einstieg in das zumeist einstimmige Melodiegitarrenspiel gedacht. Dieser Kurs ist Bestandteil einer mehrbändigen Gitarrenschule. Von daher werden die elementaren Grundlagen des Lagerfeuerdiplom und Folkdiplom, sowie das Balladendiplom mit seinen Akkorderweiterungen als selbstverständlich vorausgesetzt. Weiterhin wird das Rockdiplom mit seinen Barré-Akkorden und Powerchords als Grundlage vorausgesetzt. Der Schüler sollte also bereits sattelfest beim einfachen Akkordspiel sein. Man kann das Melodiespiel eigentlich nur dann sinnvoll anwenden, wenn man es auch mit den passenden Akkorden und Rhythmen untermalen kann. Es mag sein, dass einige hier vorgestellte Techniken und Lektionen so einfach sind, dass man nicht unbedingt das komplette Wissen der vorausgehenden Bände benötigt, so dass man auch mal zwischendurch mal als Quereinsteiger hier hineinschnuppern kann. Jedoch werdet ihr als Quereinsteiger früher oder später an Grenzen stoßen, wenn euch die einfachsten Basics fehlen, so dass ihr in dem Fall die Wissenslücken in den oben genannten Diplomen schließen solltet.

Bevor du mit dem Improvisieren beginnst (Wiederholung)Bearbeiten

To-Do:

Diese Einführung ins Solospielen ist in einem Gitarrenforum und einer Facebook-Gruppe entstanden, und muss Korrektur-gelesen werden, stilistisch noch überarbeitet und nachformatiert werden, Links sind zu ergänzen. Ebenfalls muss auf Fehler überprüft werden.

Improvisation ist ein breites Feld.

Wenn du als Quereinsteiger gleich mit einer der Lektionen zur Improvisation anfangen möchtest, dann sei dir bewusst, dass die folgenden Lektionen Teil eines fortgeschritten Bandes einer mehrteiligen Gitarrenschule ist.


Wenn du das Lagerfeuer- und Folkdiplom nicht gemacht hast, und auch noch nicht mit dem Rock- und Balladendiplom fertig bist (oder zumindest mitten drin steckst), dann möchte ich zuerst ein paar Grundlagen abklappern.

Wenn du dich fragst, warum, dann versetze dich mal in die Lage eines Gitarrenlehrers. Wenn ein Gitarrenlehrer den gängigen Gitarrenschulen (Gitarrenlehrbüchern) folgt, dann erwartet er bestimmte Vorkenntnisse. In den Lehrbüchern, die sich ausschließlich mit dem Solospiel beschäftigen, wird das oft dadurch deutlich, dass früher oder später Begriffe erscheinen, die dir ohne Vorkenntnisse wie böhmische Dörfer vorkommen. Der Aufwand, die Wissenslücken auf die Schnelle zu schließen, wird für dich und den Lehrer unnötig schwer.

Hast du jedoch die Vorkenntnisse der Kurse, muss der Lehrer vielleicht nochmal ein Thema vertiefen, aber er muss nicht vollständig bei 0 anfangen. Fehlt dir das Wissen, ist es sowohl für dich, als auch für den Lehrer eine Mammutaufgabe, dich auf den notwendigen Kenntnisstand zu bringen.

Einem Schüler mit Vorkenntnisse, sollten Takt und Rhythmus von den Schlagmustern bekannt sein. Intervalle kennt er schon von den erweiterten Akkorden. Er kennt die 7 Akkordfunktionen und mit denen, welche Akkorde üblicherweise zusammengehören. Tonarten, der Umgang mit einem Kapo, transponieren und viele andere Grundlagen wurden ihm schon in den vorhergehenden Kursen vermittelt.

  • Die 12 Grundakkorde kannst du? Und du kannst etwas mit den Akkordfunktionen in Dur und in Moll (Subdominante, Tonika, Dominante) anfangen?
  • Erste spanische Improvisation auf einfachstem Niveau kennst du?. (Lässt sich übrigens gut mit ersten Malagueñas verbinden, wo man eine Vorstellung von der Zusammenarbeit von Akkord und Melodie bekommt.)
To-Do:

Malangueña ins Balladendiplom erstellen

  • Und du findest die bei einfachen Akkorden (7, sus4, add9, 6, j7 etc.) (Inkl weitere in der Navi oben). Von den Intervallen der einzelnen einfachen Akkorden kann man später die Intervalle der Skalen gut ableiten.
  • Möglicherweise hast du sogar eine einfache Improvisation mit einfachen Jazz-Akkorden in C-Dur in der ersten Lage (ersten drei Bünde) gemacht? Diese einfache Übung blinzelt schon auf Stücke wie 'Stil Got The Blues'. Und man bekommt eine Ahnung wie das später mal beim Solo funktioniert.
  • Natürlich lernst bzw. kannst du schon genug Harmonielehre, um Akkorde von Liedern zu finden (Chrash-Kurs bzw. Zusammenfassung der Musiklehre-Basics am praktischen Beispiel.)

Nein? Das alles kennst du noch nicht? Dann wird es ohne Lehrer schwer und hölzern, die Improvisation lernen zu wollen.

Das ganze Vorwissen bringen Schüler, welche die oben genannten Bände durchgearbeitet haben mit, und ich empfehle vor allem den Quereinsteigern vorher diese Basics zu lernen. Vorher würde ich nicht mit der Improvisation anfangen. (Von einem kurzen Reinschnuppern mal abgesehen.)

Wenn dir bei der Aufzählung also etwas unbekannt vorkommt, würde ich da einsteigen, wo noch Wissenslücken in den Basics vorhanden sind, bevor es in die Skalen gehst.

Die Schüler mit ausreichend Vorkenntnissen können schon Gitarre spielen, und viele Dinge sind für die schon selbstverständlich. Basics sind vorhanden und müssen nicht umständlich bei den Skalen aufgearbeitet werden. Sie können Lieder singen und bringen von daher eine gewisse Musikalität mit, die das erste Solieren etwas melodischer klingen lässt. Denen fällt es einfacher Skalen zu lernen.

Sie können auch Lieder transponieren, Barrés spielen und mit dem Capo umgehen, um von daher zu verstehen, dass es bei den Skalen ähnlich funktioniert. (Infos dazu: s.u. bei Akkorde raushören.)

To-Do:

Referenzen zu den Büchern für die Druckversion erstellen.

Wenn du solierst oder über Stücke improvisierst, dann spielst du in der Regel mit Musikern, die das oben beschriebene Vorwissen mitbringen.

Reihenfolge der LektionenBearbeiten

Es kommt ein wenig darauf an, was für Musik du machen willst. Jeder Schüler und jeder Lehrer hat da seine eigenen Vorlieben.

  • Ich empfehle mit den 5 Dur- und Moll-Skalen nach dem CAGED-System anzufangen, weil man die zügig lernen kann, und später unheimlich einfach mit der Harmonielehre klarkommt (was für eine Tonart habe ich mit welcher Skala in welchem Bund, und was für (Barré-)Akkorde passen dazu.) und weil es gut zu den vorangegangenen Lektionen passt.
Die Lektionen sind für 6 Wochen ausgelegt (pro Woche eine Skala und eine Lektion Skalen verbinden) Wer jedoch das Grundprinzip verstanden hat und etwas freie Zeit, kann sich die 5 CAGED-Skalen auch viel schneller erarbeiten. (Übungen bis zur Geläufigkeit sind nicht mit eingerechnet.)

Ab dann sucht man sich beispielsweise auf YouTube bei irgend eine Casting-Show ein Lied raus, schnappt sich die Gitarre, versucht bei den Liedern in Dur oder Moll die Tonart zu ermitteln und improvisiert da gleich mit.

Die Melodien der ersten Improvisationen sind anfangs sehr moderat. Es soll nur irgendwie halbwegs passen.

  • Fange danach wieder mit der Improvisation an, und du wirst feststellen, deine Improvisation wird fast von alleine rhythmischer.
  • Dann beschäftige dich mit Standard-Akkordfolgen und mache mit denen eine Jamsession. Oder suche dir einen Backing-Track oder bastele dir einen mit Programmen wie 'Band in a Box' oder einem seiner Klone und improvisiere dazu. Natürlich kannst du auch eines der vielen Liedbeispiele auf YouTube nutzen.

Schwerpunkt sind vorerst Rock und Pop-Sücke, oder auch Country, Schlager, und ggf. ein paar einfache Boogie-Woogie, Swing, Jazz und sonst noch was, sofern sie brav und artig in einer Tonart bleiben.

Pentatonik später?Bearbeiten

Erst danach lerne ich mit meinen Schülern die Pentatonik. Die Pentatonik kann man zwar auch bei Liedern in Dur und Moll nutzen, sogar im Blues und Jazz. Und rein technisch gesehen ist die Pentatonik einfacher. Aber die Tücken stecken im Detail. Fängt man mit der Pentatonik an, so weiß man oft nicht, warum jetzt was passt oder warum nicht. Allerdings spricht nichts dagegen immer mal wieder bei der Pentatonnik reinzuschnuppern. Du wirst aber feststellen, dass die ganze Harmonielehre der Pentatonik ohne das Vorweisen der Dur- und Moll-Tonleitern viel komplizierter ist und man neigt eher zu unausgegorenem Halbwissen. Nach den CAGED-Skalen in Dur und Moll läuft man da weniger die Gefahr.

Spezielle Skalen nach hinten stellen!Bearbeiten

Fragst du in sozialen Netzwerken nach Improvisation auf der Gitarre, wirst du mit Skalen bombardiert. Aber keiner sagt dir, wozu welche Skalen gut sind, und man verschweigt dir, das man Monate, wenn nicht Jahre gebraucht hat, alles zu lernen, oder dass man sich in einem äußerst begrenzten Genre aufhällt.

Es gibt nach den CAGED-Skalen noch weitere Skalen, wie die 3-Notes-Per-String-Skalen, die man sehr gut als eine Erweiterung der CAGED-Skalen als nächstes lernen kann, und an denen man gut das Prinzip der modalen Skalen veranschaulichen kann, aber das kann warten.

Lerne mit SystemBearbeiten

Alles fußt auf und mündet in die von mir sogenannte Formensystematik (ähnlich dem CAGED-System, aber auf alle Akkorde und Skalen angewandt), wo dann alles ineinander greift.

Zuerst die Dur- und Moll-Skalen zu lernen, anschließend modalen Skalen und erst dannach den Blues und noch später Jazz zu lernen, ist vom Schwierigkeitsgrad der Harmonielehre die didaktisch folgerichtiger Reihenfolge. (Was allerdings nicht heißt, dass man nicht vorher mal vorsichtig reinschnuppern darf). Ausnahmen würde ich nur da machen, wo man von Anfang an auf einen einzigen Musikstil festgelegt ist. Die meisten Gitarrenschulen, die in ein besonderes Genre gehen, setzen meist die Kenntnisse gewisser Basics voraus (wie in dieser Gitarrenschule vermittelt wird).

Und selbst dann gibt es noch weitere Skalen, wie das nach dem Berkeley-System das mit klassischen Lagen arbeitet, denen man sich aber auch über dem CAGED-System nähern kann.

To-Do:

System beschrieben

Wie du siehst, wurdest du (wenn du mit diesem Gitarrenbuch gelernt hast) schon mit den ersten Akkorden auf das Solospiel vorbereitet. Jedes Level brachte dich dem Ziel näher. Und die meisten guten Bücher und Lehrer (von denen die Wikibook Autoren einiges abgekupfert haben) haben ein ähnliches Konzept.

Einen kürzeren Weg kenne ich nicht. Schnell UND einfach UND kurz funktioniert leider nicht. (Ich habs zumindest bei keinem gesehen.)

Ohne all die genannten Vorkenntnisse können einige Lektionen in diesem Band sehr trocken und theoretisch erscheinen, und sie können sehr kompliziert erscheinen, wenn man nur die Zusammenfassungen liest und nicht die aufgefächerten Lektionen, und wenn einem die Vorerfahrungen aus den Anfängerlektionen der vorangegangenen Kurse fehlen.

Also, wenn du improvisieren willst, steige da ein, wo du deine ersten Wissenslücken entdeckst. Oder fülle zumindest deine Wissenslücken bei nächster Gelegenheit auf.

Ziel des KursesBearbeiten

Dieser Kurs setzt sich zum Ziel, einfache Melodien gezielt heraushören und auf das Griffbrett übertragen zu können. Außerdem wird gezeigt, wie man über einfache Akkordfolgen improvisieren kann. Am Ende dieses Kurses erfolgt ein kurzer Ausflug in den Blues, welcher wiederum als Grundlage für das Solospiel in Rock und Pop dient.

Neben den melodischen Grundlagen sollen auch einfache Techniken des Solospiels beleuchtet werden, um von Anfang an möglichst viel Farbe ins Spiel zu bringen. Diese einfachen Tricks und Kniffe ziehen sich später wie ein roter Faden durch die Karriere eines Leadgitarristen, deshalb legt dieser Kurs gleich zu Beginn großen Wert darauf.