Das Vibrato wird verwendet, um lang anhaltende Töne auszuschmücken und interessanter klingen zu lassen. Viele Gitarristen tendieren dazu, diese Technik viel zu oft einzusetzen. Auch wird häufig die Stärke des Vibratos übertrieben, so dass sich deren Soli oft mehr nach "gewimmer" statt nach "feeling" anhören.

Um ein eindrucksvolles Vibrato zu erhalten ist es unbedingt erforderlich, im Takt zu "vibrieren". Deshalb sollte beim Üben immer ein Metronom mitlaufen (sofern man nicht sowieso über ein Playback übt).

Es gibt gleich mehrere Möglichkeiten, ein Vibrato zu spielen. Dazu kommt, dass man hier eine ganz persönliche Note setzen kann (was Intensität und Dynamik angeht). Deshalb ist es zunächst wichtig, sich einen Überblick über die verschiedenen Vibrato-Arten zu verschaffen.

Vibrato Arten:

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Vibrato Technik (Bending-Vibrato)

Die einfachste Art ein Vibrato zu erzeugen ist der Saitenzug. Das Bending-Vibrato wird mit Abstand am häufigsten von Gitarristen aller Stilrichtungen eingesetzt, da es eine relativ hohe Intensität und Dynamik aufweist.

Klassisches Vibrato

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Wer klassische Gitarre spielt, der benötigt ein weitaus dezenteres Vibrato als ein Rockgitarrist. Beim klassischen Vibrato wird der Greiffinger etwas nach links und rechts bewegt, was ein sehr gediegenes Vibrato ergibt. Dabei kommt die Bewegung aus dem ganzen Arm. Dies wirkt vor allem auf Gitarren mit Nylon-Saiten sehr gut, da sie nicht so widerspenstig sind wie Stahlsaiten.

Circle-Vibrato

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Wenn man auf der Suche nach einem mittelmäßig starkem, dafür aber umso gefühlvollerem Vibrato ist, dann sollte man das "Circle-Vibrato" in's Auge fassen. Hier ahmt die Greifhand zusammen mit dem Greiffinger die Form eines Kreises auf dem Griffbrett nach (daher auch der Name "circle-Vibrato").

Diese Vibratoart lässt sich auf wirklich allen Gitarren hervorragend anwenden, weil man hier wesentlich mehr Kontrolle über Dynamik, Intensität und Geschwindigkeit hat als bei allen anderen Vibratoarten. Dafür ist es auch am schwersten zu erlernen!

Tip
Besonders Steve Vai ist bekannt für diese Art von Vibrato. Er setzt fast ausschließlich auf diese Vibrato-Technik und es ist zu einem festen Bestandteil seiner Spielweise geworden.

Der Vibratohebel

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Wer eine Gitarre mit Vibratohebel besitzt, der kann auch ohne die Greifhand Vibratos spielen. Allerdings darf man sich niemals ausschließlich auf diese Mechanik beschränken, da zahlreiche Gitarren gar keinen solchen Hebel besitzen und darüberhinaus ein "händisches" Vibrato auch klanglich nicht allein durch die Vibratomechanik zu ersetzen ist.

Dem meist fälschlicherweise "Tremolohebel" genannten Vibratohebel ist ein eigenes Kapitel gewidmet, da man mit ihm ganz schön viel Schabernack anstellen kann. Ihn hier auf eine bloße Vibratomechanik zu degradieren wäre schlicht grober Unfug. Andererseits muss für seine stilgerechte Anwendung auch erst eine gewisse Spielpraxis vorhanden sein, weil hierfür Techniken wie das Legatospiel oder das Erzeugen von Flageolet-Tönen fast schon Grundvoraussetzung sind.

Tip
Für den exzessiven Einsatz des Tremolohebels ist besonders Steve Vai ein synonym geworden. Jeff Beck setzt ihn dagegen sehr gefühlvoll und weich ein.