Gitarre: Equipment E-Gitarre


Wenn sich zwei Gitarristen treffen, dann reden sie über Equipment oder im aktuellem Sprech: „Gear“. Die Frage, wer von der Band (Git, Bass, Drums und Vox) nach der Show mit einem Mädchen nach Hause geht ist daher berechtigt und die Antwort (der Basser, denn der Sänger schwimmt in seinem Ruhm, der Drummer schleppt sein Equipment und der Gitarrist quatscht mit einem anderen Gitarristen an der Bar über Gitarren) liegt nahe bei der Wirklichkeit (habe ich so ähnlich oft erlebt).

Auch der Gitarrenanfänger, der sich fragt, warum denn die eine Gitarre um das mehr als 20-fache teurer ist als seine, obwohl sie beinahe gleich aussehen. Und auch der Soundunterschied ist von einem Anfänger vielleicht zu hören, aber scheinbar gar nicht so riesig.

Also um die Ausstattung eines Gitarristen voll es in diesem Wiki-Buch gehen. Angefangen bei der Gitarre über die Kabel und die Effektgeräte bis zum Verstärker mit der dazugehörigen Box.

Allgemein kann man schon einmal in all diesen Bereichen sagen, dass die Disziplin Prei/Leistung und den letzten vier Jahrzehnten steil nach oben gegangen ist, gerade in dem Bereich der unteren Preisklassen. Wer sein Equipment im Musikinstrumentenhandel kauft, bekommt fast immer einen guten Gegenwert, auch wenn ab und an tatsächlich einmal ein Montagsteil ausgeliefert wird. Die letzte Gitarre, die ich in der Hand gehalten hab und die direkt in den Recycling-Prozess überführt werden musste, stammte aus einem Supermarkt. Die E-Gitarre aus dem gleichen Supermarkt musst zwar eingestellt werden und brauchte noch viel Liebe, aber sie tat was sie tun sollte, auch wenn sie (natürlich) nicht besonders gut klang. Als ich Anfang der 80er Jahre mit der E-Gitarre angefangen habe, sah das noch sehr viel schlechter aus.

Will man sich über neues Equipment informieren, ist der beste Weg der zum Händler. Hier kann man alles nach Herzenslust ausprobieren, mit den Verkäufern, die in der Regel auch eine Menge Ahnung haben und Musiker sind über das Zeug quatschen, denn die wissen auch die eine oder andere Alternative, die sich lohnt, auszuprobieren.

Steht kein Händler zu Verfügung kann man sich auf mittlerweile zig Kanälen auf YouTube Videos ansehen, die sich mit einer bestimmten Gitarre oder einem bestimmten Gerät beschäftigen. Da kann man zumindest dem Grundsound einmal lauschen. Man sollte diese Videos allerdings nicht überbewerten.

Das wichtigste ist, dass man sich nach dem Kauf mit dem Zeug beschäftigt. Alles was geht einmal ausprobieren, was kann das Teil alles. Bei Gitarren macht man das ja sowieso, bei anderen Equipment dann schon weniger. So ein Multieffektgerät will zum Beispiel ausgiebig erforscht werden.

Je besser man sein Zeug kennt, desto besser ist der Sound, den man da herauskitzeln kann. Auch wenn man jeden Tag wieder Lust auf etwas Neues hat, wichtig ist der Kram, der im Proberaum steht und darauf wartet, auf der Bühne eingesetzt zu werden. Das Zeug muss möglichst fehlerfrei funktionieren und man sollte es schon aus dem FF beherrschen. Wenn man auf der Bühne noch überlegen muss, wie man diesen oder jenen Sound bei dem Song XY eingestellt hat, dann geht der Gig in die Hose. Bei der ohnehin vorhandenen Nervosität bekommt man das nicht mehr richtig hin. Wäre ja schade.

Wo wir gerade bei der Bühne sind. Ein guter Tipp ist, immer doppelt aufgestellt zu sein. Also alles mindestens zweimal zu haben. Dabei muss das Ausweichteil nicht gleichwertig sein, aber man sollte alles, was man für den Auftritt brauch damit machen können. Fällte der Röhrenverstärker aus, hat man zum Beispiel als Backup ein Multieffektgerät mit Modeling-Verstärker dabei. Das reicht dann zumindest aus, um den Gig spielen zu können. Nichts ist peinlicher, als einen Gig abbrechen zu müssen, weil irgendein Teil abgeraucht ist.



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