Gitarre: Notenlesen - Malaguena

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MalagueñaBearbeiten

Die Malagueña (ausgesprochen: "Malagenja") ist ein spanischer Volkstanz im ¾-Takt, der mit dem Flamenco verwandt ist. Der Gesang ist ad libidum, d.h. der Sänger verlängert oder kürzt nach Belieben einige Verse. Daher ist auch der Rhythmus manchmal verzögert und manchmal beschleunigt. Wegen dieser rhytmischen Freiheit, wird dieser Stil bevorzugt von einer Gitarre begleitet, welche sich an diesen komplexen Gesangsstil des Malagueña am besten anpassen kann.

Es gibt unzählige Motive, Variationen und Möglichkeiten der Improvisation, von denen hier ein paar wenige einfache und häufig vorkommende Elemente vorgestellt werden.


 

Wenn man die drei Töne E, Gis und H dem Akkord E-Dur zuordnen kann, werden die ersten beiden Takte viel überschaubarer. Dir bleibt selbst überlassen, ob du nur die beiden Töne E und Gis greifen möchtest, oder ob du gleich den kommpletten E-Dur Akkord greifst, obwohl du nicht alle Finger für das kurze Zupfmuster brauchst.

Zu erkennen, dass man die letzten beiden Takte mit dem Akkord Am hinterlegen würde, bedarf einiges an Übung und Erfahrung. Wenn man es jedoch weiß, so greift man gleich den Am-Akkord, und hebt bei Bedarf einen Finger an oder setzt bei Bedarf einen Finger auf. Vergleiche den letzten Takt, wo der Mittelfinger den Ton F greift. (Also dort, wo der Grundton beim F-Dur-Akkord ist.)

Im Laufe der Zeit wirst du einen Blick dafür entwickeln, welche Töne zu gerade umspielten Akkord gehören, und welche Töne akkordfremd sind.

Du kannst dieses kleine Motiv mit einem harfenartig gespielten E abschließen.

 

Jetzt zupfe mal jede der vorherigen Noten mit dem Daumen, und lasse zwischen den Noten die hohe E-Saite erklingen. Jetzt, wo du die Akkorde im Hinterkopf hast, fällt es dir leichter, die Noten zu lesen.

 

Thema im BassBearbeiten

Verlegen wir doch mal die Melodie in den Bass. Überlege dir, wo das G im Bass ist. Das Gis musst du einen Bund weiter mit dem kleinen Finger greifen. Ärgere dich nicht darüber, wenn du dazu anfangs ein wenig mehr Zeit brauchst, den in die Finger zu bekommen. Beim letzten Takt ist es wieder das G im 3. Bund. Das ist in der Tonart Am typisch. Spielt man eine Tonfolge aufwärts, so spielt man gerne ein G#, der ein Leitton zum nachfolgenden Ton A ist, bzw. zum nachfolgenden Am-Akkord. Verläuft die Melodie abwärts, so braucht man keinen Leitton und verwendet zumeist den Ton G. Der Ton G# im Bass ist nichts weiter als die Dur-Terz des Akkordes E-Dur, den du eine Oktave höher mit dem Zeigefinger gegriffen hattest.

 

Zur Kontrolle nochmal mit Tabs. Du erkennst, dass Akkordtöne auch auf einer Saite liegen können. E und G# bzw. G liegen beide auf der tiefen E-Saite.

 

Verdopple doch einfach mal die Diskantsaiten

 

Mit TriolenBearbeiten

Und wie wäre es mit Triolen? Zähle bei jeden Takt: "Ei-ner-lei, Zwei-er-lei, Drei-er-lei"

 

Eine Oktave höher kann man nicht so ohne weiteres die Triolen über drei Saiten spielen. Aber wie wäre es, einfach die E-Saite zweimal hintereinander zu zupfen. Der Bewegungsablauf der Zupfhand ist ähnlich zum vorherigen Beispiel.

 

Neues ThemaBearbeiten

Folgendes Thema wird gerne als Einleitung gespielt, doch es kann auch irgendwo mittendrin auftauchen.

 

Dieses Thema kann mit einem E-Dur-Akkord abgeschossen werden. Man kann auch ein beliebiges Thema oder Akkordfolge folgen lassen, die mit einem E beginnt.