In welchem Land lebten sie?

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Skythischer Kamm

Die Skythen lebten in den Steppen nördlich des Schwarzen Meeres, im Süden des heutigen Russland bzw. der Ukraine. Der griechische Historiker Herodot war der erste, der sie beschrieb. Die Skythen waren Viehzüchter und Nomaden, das heißt, sie blieben nicht lange an einem Ort. Wenn das Vieh das Gras an einem Platz abgefressen hatte, zogen sie weiter zu einem anderen, wo es frisches Gras gab. Aber die Skythen waren auch geschickte Reiter und mutige Krieger. Sie waren die ersten, die die leichte Reiterei als wichtigste Truppe in Kriegen einsetzten.

Das Wichtigste für einen Skythen war sein Pferd. Bereits als kleine Kinder lernten sie reiten. Pferde dienten nicht nur als Transportmittel, sondern hatten auch die Aufgabe, ihren Besitzer zu schützen und zu ernähren. Sie waren die besten Freunde der Skythen. Starb ein skythischer Krieger, so wurde sein Pferd gemeinsam mit ihm begraben.

Auch die skythischen Frauen waren mutige Kriegerinnen. Das Leben in der weiten Steppe war gefährlich, man konnte sich nirgendwo verstecken. Die Skythinnen mussten kräftig sein und wissen, wie man sich verteidigt.

Einige Wissenschaftler glauben mit DNA-Analysen beweisen zu können, dass es sich bei den sagenhaften Amazonen um Skythinnen handelte.

Wie sahen ihre Gebäude aus?

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Die Skythen hatten keine festen Häuser. Warum sollten sie Häuser bauen, wenn sie als Nomaden doch bald weiterzogen? Sie wohnten in Zelten.

Die einzigen Bauwerke, die uns die Skythen hinterließen, sind so genannte Kurgans. Das sind von Menschen geschaffene Erd- und Steinhügel, die über den Gräbern von Edelleuten aufgehäuft wurden. Die Gräber waren mit allen Dingen gefüllt, die der Tote im Jenseits brauchen würde: Kleidung, Geschirr, Waffen und Goldschmuck.

Was aßen sie?

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Das Lieblingsgetränk der Skythen war Stutenmilch, die manchmal mit Pferdeblut gemischt wurde. Aus Stutenmilch stellten sie Kumis, her, das heute noch in Zentralasien als Getränk sehr beliebt ist. Ebenso aßen sie Käse in großen Mengen, Gemüse wie Zwiebeln, Knoblauch und Bohnen. Sie kochten ihr Fleisch als Eintopf. Da die Skyther sich Kühe und Schafe hielten, hatten sie reichlich Fleisch, sie jagten und fischten.

Wie kleideten sie sich?

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Sowohl Männer als auch Frauen trugen Kleidung, in der man bequem reiten konnte: lederne Hosen und Jacken, weiche Kurzstiefel, die am Knöchel geschnürt wurden sowie spitz zulaufende Fellkappen. Männer und Frauen trugen das oft blonde Haar offen und lang, die Männer hatten Bärte.

Gern verzierten die Skythen ihre Kleidung, ihre Pferde und Waffen mit Goldschmuck. Da sie der Natur sehr verbunden waren, wurden in den Schmuckstücken meist Tiere dargestellt. Besonders mochten sie Bilder von Tieren in Bewegung, denn diese symbolisierten die Eigenschaften, die den Skythen am wichtigsten waren: Stärke, Geschwindigkeit und Freiheit.


Literatur

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Der Text wurde aus dem englischen Projekt [1] übernommen, Autoren siehe dort.

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