Europa

Einleitung zu Europa
Die Europäische Union

Überblick

Landkarten
Hauptstädte, Sprachen
Europa in Zahlen
Staatliche Strukturen

Anhang

Glossar
Projektdefinition

Slowenien ist ein kleines Land zwischen Mittel- und Südeuropa. Es hat Grenzen mit Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien und hat ein kurzes Stück Küste zur Adria.

Die Lage Sloweniens in Europa.

Die Hauptstadt ist Ljubljana (Laibach).[1] Die einzige andere Großstadt ist Maribor im Osten. Die Währung ist seit 2007 der Euro.

Slowenien ist u.a. seit 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Die Flagge Sloweniens.

Geschichte

Land und Volk von Slowenien gehen zurück auf die Einwanderung slawischer Stämme im 6. und 7. Jahrhundert. Damals entsteht das slawische Fürstentum Karantanien. Es kommt später als Herzogtum Kärnten und Markgrafschaft Krain unter bairische, dann unter fränkische und schließlich unter habsburgische Herrschaft. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehört es fast ununterbrochen zu Österreich-Ungarn (siehe die Geschichte von Österreich).

Nach dem Ersten Weltkrieg entsteht 1918 u.a. aus dem Königreich Serbien und Montenegro sowie Teilen Österreich-Ungarns das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, aus dem 1929 das Königreich Jugoslawien wird. Die Grenzen zwischen Slowenien und seinen Nachbarn bleiben trotz mehrerer Volksabstimmungen umstritten, weil wegen der gemischten Bevölkerung keine klare Zuordnung zu einer Nation und einem Staat möglich sind. Im Zweiten Weltkrieg wird Slowenien zwischen Deutschland, Italien und Ungarn aufgeteilt; danach flieht die deutsche Minderheit oder wird vertrieben. Jugoslawien wird neu gegründet, und Slowenien ist in seinen heutigen Grenzen eine Teilrepublik Jugoslawiens.

Nur die Grenzen mit Italien (um Triest herum) und Kroatien werden erst nach und nach (1947, 1954, 1975) per Vertrag geregelt und sind teilweise immer noch nicht genau festgelegt. So verfügt Slowenien über eine 50 km lange Küste zur Adria mit der Hafenstadt Koper und einem Teil der Halbinsel Istrien als Urlaubsgebiet.

Nach 1980 wird die Bevölkerung Sloweniens zunehmend unzufrieden mit der jugoslawischen Zentralregierung. 1991 erklärt es die Unabhängigkeit und setzt sie in einem 10-tägigen Krieg mit der jugoslawischen Armee, die von serbischen Nationalisten geführt wird, durch. Anschließend entwickelt sich Slowenien schnell zu einem wirtschaftlich stabilen und demokratischen Land. 2004 wird es Mitglied der EU und tritt dem Schengener Abkommen bei, sodass seit 2007 die Grenzkontrollen zu Italien und Österreich wegfallen. Ebenfalls 2007 wird der Euro als Währung eingeführt.

Landschaft und Klima

 
Übersichtskarte.

Slowenien verfügt nur über eine Fläche von 20.273 km², ist aber ein Land der Kontraste. Der Nordwesten wird durch Hochgebirge geprägt, nämlich einen Teil der Alpen. Der höchste Berg ist dort der Triglav (Dreizack, 2.864 m). Der Nordosten wird durch Mittelgebirge und Hügelland bestimmt, wobei die Flusstäler in die Pannonische Tiefebene übergehen. Das Zentrum und der Süden gehören zu den Karst-Flächen mit Wechsel zwischen kahlen Bergen und Vegetation. Fast die Hälfte des Landes ist mit Wäldern bedeckt.

 
Der Triglav, der höchste Berg Sloweniens.

Die wichtigsten Flüsse sind die Save, die Drau und deren Nebenfluss Mur, die zur Donau fließen, sowie die Soča (ital. Isonzo), die durch Italien in die Adria fließt.

Die Küstengebiete haben ein Mittelmeer-Klima, und die Binnengebiete haben eher Kontinental- und Alpenklima.

Bevölkerung

 
Die Universität von Ljubljana, Slowenien

Slowenien hat etwas über 2 Mio. Einwohner und damit eine Bevölkerungsdichte von 99 Einwohner pro km². Die Bewohner sind zu mehr als 80 % slowenischer Abstammung; hinzu kommen zahlreiche kleine Minderheiten: jeweils weniger als 2 % Serben, Kroaten und Bosniaken sowie sehr kleine Gruppen von Italienern, Ungarn und Deutschen.

Die Amtssprache ist Slowenisch. In Grenznähe zu Italien und Ungarn genießen Italienisch und Ungarisch besonderen Schutz; dieser ist laut Verfassung auch für Romani vorgesehen. Neben Englisch werden auch Italienisch, Deutsch und Ungarisch gern gelernt, sodass zahlreiche Slowenen die Sprache eines Nachbarlandes fließend beherrschen; und viele ältere Slowenen haben Kenntnisse des Serbokroatischen und häufig auch des Russischen.

Nach der Volkszählung von 2002 gehören fast 60 % der Slowenen zur Römisch-Katholischen Kirche; daneben gibt es Minderheiten von Muslimen, orthodoxen und protestantischen Christen. Als „Gläubige, ohne Zugehörigkeit zu einer Konfession“ bezeichnen sich 3,5 % der Slowenen, als „Atheisten“ sehen sich 10,1 %.

Sehenswürdigkeiten

Interessante Reiseziele sind zum einen die kulturellen und wirtschaftlichen Zentren in der Hauptstadt Ljubljana und Maribor, zum anderen die Julischen Alpen, die Höhlen von Postojna und die Küste der Adria.

Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Siehe auch

Mit Hilfe von Wikipedia gibt es weitere Informationen über Slowenien, beispielsweise:


Hinweis

  1. Wegen der langen gemeinsamen Geschichte zwischen Deutschen und Slowenen – als Teil Österreich-Ungarns – gab es für sehr viele slowenische Ortsnamen auch deutsche Bezeichnungen. Anders als für Polen, Tschechien oder auch Rumänien sind für Slowenien die deutschen Bezeichnungen allenfalls noch im zweisprachigen Grenzgebiet zu Österreich üblich. Selbst für die Hauptstadt wird im deutschen Sprachraum meistens Ljubljana und nicht Laibach gesagt.
    Siehe auch die Liste deutscher Bezeichnungen slowenischer Orte.