Inkscape/ Sternwerkzeug

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Inkscape Handbuch

Mit dem Sternwerkzeug können Polygone und Sterne gezeichnet werden. Voreinstellungsmäßig sind diese Objekte regelmäßig, d. h. Dreiecke sind gleichseitige Dreiecke, Vierecke sind Quadrate, Sterne sind rotationssymmetrisch usw. Eingeschränkt lassen sich mit Hilfe des Sternwerkzeuges jedoch auch unregelmäßige geometrische Formobjekte erzeugen.

Einige Anwendungen des Sternwerkzeugs

Zu Unrecht wird das Sternwerkzeug gelegentlich als Spaßwerkzeug eingeschätzt, tatsächlich hat es auch für ernsthafte Anwender großen Nutzen. So ist es etwa dasjenige Werkzeug, mit dem sich am schnellsten und bequemsten gleichseitige Dreiecke konstruieren lassen – eine der Grundformen für viele andere Anwendungen. Auch bei regelmäßigen Vielecken, die oft als Hilfsmittel gebraucht werden, ist das Werkzeug unschlagbar.

ÜbersichtBearbeiten


Wenn das Sternwerkzeug ausgewählt ist, erscheint das zugehörige Menü. Jedes Polygon, das man mit dem Werkzeug zeichnet, hat einen Anfasser A und einen Mittelpunkt (C). Objekte, die man mit   gezeichnet oder denen man   nachträglich zugewiesen hat, haben außerdem einen Anfasser B, der benötigt wird, um aus einem Polygon einen Stern oder aus einem Polygon ein Polygon mit zweimal so vielen Ecken (z. B. Dreieck → Sechseck) zu machen.

OptionenBearbeiten

Ändern
Inkscape-Objekte, die mit der Option   gezeichnet werden, haben nur einen Anfasser (A) und einen Mittelpunkt (C). Für ein Polygon ist das alles, was man braucht.
Um einen Stern zu zeichnen oder um ein Polygon so erweitern zu können, dass es doppelt so viele Ecken hat, wählt man  ; dann erhält das Objekt zusätzlich einen Anfasser B, der genau in der Mitte der Kante sitzt.
Objekte, die mit   erzeugt wurden, können nachträglich in   verwandelt werden (Objekt markieren, Sternwerkzeug wählen,   wählen). Eine Rückverwandlung jedoch geht nicht.
 
In diesem Anwendungsbeispiel wird ein Zwölfeck (grau) als Hilfsmittel verwendet: Seine Ecken liefern die genauen Punkte, an denen auf dem Ziffernblatt einer Uhr die Stundenmarkierungen angebracht werden.
Zahl der Ecken
Für ein Dreieck (oder ein Objekt, das von einem Dreieck abgeleitet wird) die Zahl „3“ eingeben, für ein Viereck die Zahl „4“ usw. Jeder Wert ≥ 3 ist zulässig.


Spitzenverhältnis
Die Entfernung von B vom Mittelpunkt, relativ zum Mittelpunktabstand von A. Je kleiner der eingegebene Wert ist, umso größer der Unterschied (Abbildung rechts).
Abrundung
Gibt man hier einen positiven Wert ein, so wird das Objekt rundlich „aufgebläht“ (Abbildung ganz oben, magenta). Bei einem negativen Wert entstehen alle möglichen rundlichen Formen (Abbildung ganz oben, violett), mit denen Neugierige unbedingt herumspielen sollten, weil das Ergebnis völlig unerwartet ausfallen und sogar in komplexen spirographesken Formen bestehen kann.
Zufallsänderung
Gibt man hier einen positiven oder negativen Wert ein, so bleibt die Zahl der Eckpunkte zwar erhalten, die Form verändert sich jedoch zufällig. Dabei geht die Rotationssymmetrie verloren; auch Selbstüberschneidungen können auftreten (Abbildung ganz oben, orange).

Weitere BearbeitungBearbeiten

Wurde ein Polygon oder ein Stern erst einmal erzeugt, so bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur weiteren Bearbeitung. Hier eine kleine Auswahl:

Manuelles Bewegen von Anfasser A
Durch Bewegen von A kann das Objekt gedreht und seine Größe verändert werden (Abbildung rechts, Fall 1).
Manuelles Bewegen von Anfasser B
Bei festgehaltenem Strg kann man B so bewegen, dass das Objekt seine Rotationssymmetrie behält (Fall 2). Voreinstellungsmäßg kann man B völlig frei bewegen; die Rotationssymmetrie geht dabei möglicherweise verloren (Fall 3). Bewegt man A oder B bei festgehaltenem Umschalt, so entstehen alle möglichen rundlichen Formen (Fall 4).
Auf jeden einzelnen Eckpunkt unabhängig zugreifen
Wenn man das Objekt markiert und Pfad > Objekt zu Pfad wählt (auch Umschalt + Strg + C), wird das Polygon bzw. der Stern in einen Pfad verwandelt, dessen Knotenpunkte beliebig weiterbearbeitet werden können. Eine Rückverwandlung ist nicht möglich.

EinstellungenBearbeiten

Die einzigen allgemeinen Einstellungen, die man für das Sternwerkzeug vornehmen kann, betreffen die Entscheidung, ob die Verwendung des Werkzeugs mit fest eingestellten Farben erfolgen soll, oder ob die Farbeinstellungen vom jeweils zuletzt bearbeiteten Objekt übernommen wird. Aufgerufen werden die Einstellungen durch Doppelklick auf das Sternwerkzeug oder durch Bearbeiten > Einstellungen (Umschalt + Strg + P).