Biochemie und Pathobiochemie: Glucose-6-phosphat-Isomerase-Defizienz



Allgemeines

Bearbeiten

Epidemiologie

Bearbeiten

Ätiologie

Bearbeiten

Ursächlich sind autosomal-rezessiv erbliche Mutationen im Gen GPI (19q13.1), das für die Glucose-6-phosphat-Isomerase (alias Neuroleukin (NLK) bzw. autokriner Motilitätsfaktor (AMF)) kodiert.

Pathogenese

Bearbeiten

Die Glucose-6-phosphat-Isomerase katalysiert den zweiten Schritt der Glycolyse, die Isomerisierung von Glucose-6-phosphat zu Fructose-6-phosphat bzw. die gegenläufige Reaktion im Rahmen der Gluconeogenese.

Aufgrund der fehlenden Mitochondrien (und damit fehlendem Citratzyklus) stellt die anaerobe Glycolyse die wichtigste Energie- bzw. ATP-Quelle für Erythrozyten dar.

Enzymdefekte der Glycolyse führen zum intraerythrozytären Energiemangel mit konsekutiver Hämolyse.

Pathologie

Bearbeiten

Siderose.

  • Symptome der chronischen hämolytischen Anämie / hämolytischer Krisen (Blässe, Schwäche, erhöhtes Risiko für Bilirubin-Gallensteine, Ikterus).
  • Evtl. neurologische Störungen: Geistige Retardierung, Muskelschwäche, sensorische und zerebelläre Ataxie.
  • Hydrops fetalis.

Diagnostik

Bearbeiten

Anämiestufendiagnostik.

Differentialdiagnosen

Bearbeiten

DD Nicht-hämolytische Anämien:

  • Eisen-Mangel
  • Cobalamin-Mangel (Vitamin B12)
  • Folsäure-Mangel
  • Pyridoxalphosphat-Mangel (Vitamin B6)
  • Anämie bei chron. Erkrankung
  • Renale Anämie (EPO-Mangel)
  • Aplastische Anämie, z.B. toxisch: Benzol, Chemotherapeutika
  • Sideroblastische Anämie: Osteomyelofibrose (OMF), Myelodysplastisches Syndrom (MDS)
  • Knochenmarksverdrängung durch Tumor

DD Hämolytische Anämie:

Genetisch bedingt:

Nicht-hereditäre hämolytische Anämien, z.B.

  • Mechanisch: Vaskulopathie (HUS-Syndrom z.B. durch EHEC, HELLP-Syndrom), künstliche Herzklappe.
  • Infektiös: Malaria.
  • Immunopathisch: Blutgruppen- oder Rhesusfaktor-Inkompatibilität, Morbus hämolyticus neonatorum.
  • Toxisch: Blei-Vergiftung.

Therapie

Bearbeiten
  • Splenektomie.
  • Neonatale Austauschtransfusionen bei Hydrops fetalis.

Komplikationen

Bearbeiten

Prognose

Bearbeiten

Geschichte

Bearbeiten

Literatur

Bearbeiten
Bearbeiten




 

Haben Ihnen die Informationen in diesem Kapitel nicht weitergeholfen?
Dann hinterlassen Sie doch einfach eine Mitteilung auf der Diskussionsseite und helfen Sie somit das Buch zu verbessern.