Babybuch: Erziehungstipps

Das Thema Erziehung ist etwas sensibel, da es hier sehr unterschiedliche Meinungen gibt. Deshalb soll es hier einfach eine Seite geben, die Tipps gibt, die aus der eigenen Erfahrung entstanden sind. Jeder der etwas beiträgt, sollte es unterschreiben und andere sollten den Text unverändert lassen (außer Rechtschreibfehler natürlich).

Keinen Stress machenBearbeiten

Immer wieder sieht (und meist deutlicher hört) man Eltern die mit ihren Kindern zu kämpfen haben, wenn sie etwas durchsetzen wollen. Meiner Meinung nach muss das nicht sein und man sollte versuchen sich und dem Kind einen solchen Stress zu ersparen. Damit ist natürlich nicht das Durchsetzen von Notwendigkeiten gemeint, denn wenn es um Sicherheit geht, muss man sich wohl oder übel durchsetzen.

Um den ersten Geburtstag herum fangen die Kleinen an, nicht nur selbstständiger sondern auch selbstbewusster zu werden. Wird vorher das Wickeln meist ohne Murren ertragen, gibt es plötzlich ein großes Geschrei. Was tun, um die Nerven aller zu schonen?

Für uns gab es da verschiedene Lösungen:

  • Mitmachen lassen und beteiligen
Meist wollen die Kinder sowieso immer gerade das haben, was die Eltern gerade benutzen. Indem man sie, wo es möglich ist, mitmachen lässt oder ihnen etwas in die Hand gibt, gehen viele alltägliche Dinge viel leichter von der Hand. Beim Wickeln ist die Cremetube, die gerade benutzt wurde, oder die Bürste schon Beteiligung genug. Oder wenn Ihr Kind sich nicht mehr gerne hinlegen lässt - weil es ja schon so gut sitzen kann - lässt man es sich vielleicht selber hinlegen.
  • Ablenken
Hat das Schreien mal begonnen - ob aus Protest oder weil das Kind sich wehgetan hat - hilft meist eine Ablenkung. Also irgend etwas an Spielzeug heranziehen, mit dem es spielen kann oder irgendwelche Grimassen schneiden. Unerwartete Dinge lenken mehr ab.
  • Vorbereiten auf Veränderungen
Wer will schon gerne aus einer Tätigkeit herausgerissen werden, in der er gerade vertieft ist. Am besten ist es, man kündigt dem Kind an, dass sich gleich etwas ändert: "Du kannst noch einmal den Eimer ausleeren ...", Wenn Mama zurückkommt ...", ...
  • Dinge spielerisch erledigen
Unangenehmes wie Zähneputzen und Waschen macht viel mehr Spaß, wenn Herr Waschlappen und sein großer Bruder Handtuch mitmachen. Und der Transport auf den Wickeltisch wird zum Erlebnis und nicht zum Drama, wenn Papa Flugeinlagen spendiert.

Die zwei folgenden Tipps sind eher präventiv, man kann sich also Stress ersparen, wenn man auf das folgende achtet:

  • Verantwortung selber übernehmen
Kinder sind unberechenbar und so passiert es leicht, dass mal ein Glas umgeworfen wird oder der Brei auf dem Boden landet. Hier ist es die Aufgabe der Eltern, alle möglichen "Gefahren" oder Probleme vorherzusehen und entsprechend Vorsorge zu treffen. Falls aber doch mal was passieren sollte, müssen sich die Eltern die Schuld geben ... schließlich gesteht ja auch das Strafrecht den Kindern Strafunmündigkeit zu ;-).
  • Keine sinnlosen Entscheidungen überlassen
Da Kinder nicht sinnvoll entscheiden können, sollte man ihnen keine Entscheidungen überlassen, die wichtig sind. Außerdem entscheiden sie sich dummerweise meist für das, was in unseren Augen ungünstig ist. So würden sie natürlich auch am Glas Wein trinken, wenn man es ihnen hinhält. Kaum versuchen sie zu trinken, zieht man es weg und dann ist es klar, wenn es Tränen gibt. Also besser gleich auf solche nicht ernst gemeinten Angebote verzichten und klar machen, dass das was Mama und Papa essen und Trinken nicht unbedingt für das Kleine gedacht ist.
Ebenfalls bringen rhetorische Fragen nichts. Solche Fragen wie: "Willst du dich erkälten?" bei der man sich natürlich schon die Antwort selber gegeben hat, kann man auch weglassen. Hier macht man sich unglaubwürdig dem Kind gegenüber, wenn man zwar fragt, aber die ungewünschte Antwort dann ignoriert.

Das alles sind natürlich Maßnahmen, die meist ein wenig Zeit kosten. Aber sie schonen die Nerven und weil es keinen Kampf gibt, geht es schlussendlich doch schneller, als wenn man versucht, sich einfach so durchzusetzen. Birgit

Schimpfwörter vermeidenBearbeiten

Hört sich dumm an, ist aber trotzdem schlecht. Wer öfters "Scheiße" sagt, wird feststellen, dass tatsächlich ein Kind wenn es sich ärgert etwas wie "Sei", "Hei" oder "Ei" sagt. "Hei" wird aber auch oft für "heiß" benutzt, also gibt es keinen Grund sich aufzuregen, wenn das Baby an eine angestellte Heizung fasst und laut und verärgert "hei" brüllt. Dann am Besten zustimmen: "Ja, genau, [Name des Babys], die Heizung ist heiß.".