Gitarre: Der D-Dur-Skalentyp (Jazz)

der D-Typ und der 332-Rhythmus

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Die Akkorde der D-Form (D-Typ)

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Zuerst werden noch einmal die einfachen Akkorde (alle ohne Barré) mit einem einfachen Rhythm-Change (16-25er) wiederholt. Den Bm7-Typ sollte man noch aus einer der letzten Lektionen her kennen.

    


Diese Akkordfolge wird leicht verjazzt, indem man jeden Akkord mit der Septime (7 oder j7) auffüllt.

    

Diese Grundakkorde werden jetzt einfach in eine höhere Lage transponiert, so dass man (mehr oder weniger) Barré-Akkorde erhält.

    
  • Der Dmaj7-Typ wird also so ähnlich wie ein A-Dur-Typ gespielt, nur alles einen Bund tiefer...
  • Der Hm7-Typ greifen wir ein klein wenig einfacher, indem wir die unterste Saite weglassen. Er wird dann fast so wie ein A7-Typ gegriffen, nur eben einen Bund höher. Wenn man diese Barré-Akkorde schon kennt, dann hat man den Hm7-Typ schnell in den Fingern.
-|-x-|---|---|-
-|-Z-|---|---|-
-|-Z-|---|-R-|-
-|-Z-|---|---|-
-|-Z-|---|-M-|-
-|-x-|---|---|-
  • Die anderen beiden sind altbekannt.

Die Fingersätze sind bloß Vorschläge. Sie müssen also im Einzelfall immer noch einmal überprüft werden, ob sie für den einzelnen so passen.

Der 3-3-2-Rhythmus

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Als Schlagmuster verwenden wir eine ganz typische 3-3-2-Schlagfolge. Wir erinnern uns, dass ein 4/4el-Takt aus insgesamt acht 8tel-Schlägen besteht. Eine sehr beliebte Anordnung er Noten / Schläge ist, dass sich die Schläge in zwei Gruppen von je drei Achteln, dann noch einmal eine Gruppe zwei Achteln Noten / Schlägen, die zusammen den Takt voll machen.

Rhythmus 9 2
(der Name "Rhythmus 92" folgt der allgemeinen Schlagmuster-Systematik, die hier in den Wikibooks angewandt wird. Zweifelsfalles liest man sich noch einmal das Kapitel Schlagmuster erarbeiten aus dem Rockdiplom durch.)

           
           

Man hat nun mehrere Möglichkeiten, dieses 3-3-2-Patter zu interpretieren.

  • Entweder führt man als Notenwerte zwei punktierte Viertel und noch einmal eine unpunktierte Viertel aus.
    (Eine punktierte Viertel dauert genau so lange wie drei achtel Schläge) Diese etwas spärlichere Variante eignet sich besonders gut, wenn man mit mehreren zusammenspielt.
    F6                Dm7               Gm7               C7 
||--5-----5-----5---|-----------------|-----------------|-------------------||
||o-3-----3-----3---|-3-----3-----3---|-----------------|-5-----5-----5----o||
||--5-----5-----5---|-5-----5-----5---|-3-----3-----3---|-3-----3-----3-----||
||--3-----3-----3---|-3-----3-----3---|-3-----3-----3---|-5-----5-----5-----||
||o-----------------|-5-----5-----5---|-5-----5-----5---|-3-----3-----3----o||
||------------------|-----------------|-3-----3-----3---|-------------------||

Wenn ihr diesen Schlagen ausprobieren wollt, dann solltet unbedingt darauf achten, dass ihr die "Luftschläge" nicht vergessen. Wenn sich die Hand zwischen den Schlägen ausruht, dann wird der Rhythmus viel schwerer.

  • Oder man führt die hell gezeichneten Schläge nicht als Luftschläge sondern als abgedämpfte Schläge aus.
    (Dieses erreicht man am einfachsten, indem man die Finger der Greifhand leicht anhebt. Vgl. das Schlagmuster von "Summer of '96"
  • Eine weitere Möglichkeit wäre es, alle acht Schläge als 8el-Schläge auszuführen, jedoch die schwarz eingezeichneten Schläge stärker zu betonen.

Man kann so zählen, wie es beim Schlagmuster oben angegeben ist, oder man kann auch folgendermaßen zählen:

1-er-lei, 2-er-lei, 4 und
(Die "2" ist hierbei natürlich um eine 8el-Note vorgezogen.)

Auch wenn der Takt recht zügig gespielt wird, ist er gar nicht mal so schwer. Wenn man den drauf hat, macht der echt Spaß.

Dieses 332-Schema wird sehr oft so oder einer ähnlichen Form verhackstückt.

Im Jazz ist es eine beliebte Variante, die Akkorde zu Zupfen. Dabei hat der Daume (D) oft einen anderen Rhythmus wie die übrigen Finger (ZMR).

Fingersatz
     3     3    2   (Achtung, das sind keine echten Triolen 
   _____ _____ ___  sondern einfache 8el in einer Dreiergruppe )
   | | | | | | | |
||-R-R-R-R-R-R-R-R-||
||-M-M-M-M-M-M-M-M-||
||-Z-Z-Z-Z-Z-Z-Z-Z-||
||-D-----D-----D---||
||-----------------||
||-----------------||
Das Zupfmuster mit einer 16-25er-Akkordfolge vom D-Typ
    F6 (D6-Typ)       Dm7 (Hm7-Typ)     Gm7 (Em7-Typ)     C7 (A7-Typ)
||--5-5-5-5-5-5-5-5-|-----------------|-----------------|-------------------||
||o-3-3-3-3-3-3-3-3-|-3-3-3-3-3-3-3-3-|-----------------|-5-5-5-5-5-5-5-5--o||
||--5-5-5-5-5-5-5-5-|-5-5-5-5-5-5-5-5-|-3-3-3-3-3-3-3-3-|-3-3-3-3-3-3-3-3---||
||--3-----3-----3---|-3-3-3-3-3-3-3-3-|-3-3-3-3-3-3-3-3-|-5-5-5-5-5-5-5-5---||
||o-----------------|-5-----5-----5---|-5-5-5-5-5-5-5-5-|-3-----3-----3----o||
||------------------|-----------------|-3-----3-----3---|-------------------||

Nebenbei, ich spiele hier kein Dmaj7-Typ, sondern einen D6-Typ. Also ruhig mal beide Varianten ausprobieren.


Man kann natürlich auch Zupf-Daumen und Finger austauschen, was auch gut klingt.

    F6 (D6-Typ)       Dm7 (Hm7-Typ)     Gm7 (Em7-Typ)     C7 (A7-Typ)
||--5-----5-----5---|-----------------|-----------------|-------------------||
||o-3-----3-----3---|-3-----3-----3---|-----------------|-5-----5-----5----o||
||--5-----5-----5---|-5-----5-----5---|-3-----3-----3---|-3-----3-----3-----||
||--3-3-3-3-3-3-3-3-|-3-----3-----3---|-3-----3-----3---|-5-----5-----5-----||
||o-----------------|-5-5-5-5-5-5-5-5-|-5-----5-----5---|-3-3-3-3-3-3-3-3--o||
||------------------|-----------------|-3-3-3-3-3-3-3-3-|-------------------||

Mit diesen vier Akkordtypen hat man wieder eine Akkordfolge, die sich innerhalb von vier bis fünf Bünden befindet. Wenn man in eine Improvisation übergeht, dann kann man bei dem letzten Zupfmuster recht gut den 8el-Puls des Basses beibehalten, und damit in eine Art Basslauf übergehen.

Die D-Typ-Skala

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Was noch fehlt ist die Skala von D-Typ

 


In der Skala entdecken wir den ersten und den Zweiten Fingersatz wieder

   

Zwischen dem ersten und zweiten Fingersatz kommt es zu einem Lagenwechsel. (vgl: G-H-Saiten-Übergang beim Stimmen der Gitarre.) Der Fingersatz bleibt ansonsten wie wir den gelernt haben.

Mit Hilfe des "Quadrates" (genauer: den kleinen Sekunden) findet man auch leicht die Grundtöne des D-Dur-Skalentypes. Die "1" und damit der Grundton befindet sich im "Quadrat" immer rechts oben.

 

Es lohnt sich noch einmal alle Grundtöne bzw. das Grundton-Schema beim D-Dur-Akkord, beim D-Dur-Akkordtyp und bei der Skala zu suchen und zu vergleichen.

       

Der Basston für den Hm7-Typ ist die (6) (Moll-Parallele von D).

Und das ist egal, in welchem Skalentyp man sich gerade befindet: Die (6) als Basston findet man zum einen im zweiten Fingersatz (drei Bünde vor der "1")

 

zum anderen befindet sich die "6" im dritten Fingersatz.

 

Der dritte Fingersatz war auch schon immer bei den anderen Skalen vorhanden, aber entweder war er oben und unten abgeschnitten (Bb-Typ) oder es kam zu einem Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite, so dass der dritte Fingersatz nicht immer in seiner Reinform aufgetaucht.

Dieser Lagewechsel beim C- und F-Typ hatte den Lagewechsel hier vom 3. Fingersatz wieder aufgehoben...

|-Z-|<M>|---|-K-| unteren drei Saiten Beim F-Typ
|---|-M-|---|(K)| 3.Ringersatz ohne Lagewechsel
|-Z-|---|-R-|-K-|


|-Z-|-M-|---|-K-| unteren vier Saiten beim C-Typ
|-Z-|<M>|---|-K-|
|-Z-|---|(K)|---| 3.Ringersatz ohne Lagewechsel
|-Z-|---|-R-|-K-|


Wenn man das mit dem Übergang zwischen der G- und H-Saite mal richtig verstanden hat, dann zerfallen alle Haupt-Skalen, in nur drei Fingersätze.

Hier nochmal für den D-Typ

|---|-2-|---|-3-|-4-| erster 
|---|(6)|---|-7-|<1>| /Fingersatz \
|-3-|-4-|---|-5-|---|              Zweiter
|-7-|<1>|---|-2-|---| \ dritter   /Fingersatz
|---|-5-|---|(6)|---|  >Finger-
|---|-2-|---|-3-|-4-| / Satz 

Man beachte, dass sich der zweite und dritte Fingersatz überschneiden.

Wenn man noch einmal alles nachliest, dann stellt man fest, dass eigentlich nur das mit dem 332-Rhythmus und dem 3. Fingersatz wirklich neu war. LangDetectde>en GoogleDicC

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