Traktorenlexikon: Bautz

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GeschichteBearbeiten

Die Firma Bautz wurde um 1900 als Erntemaschinenfabrik in Saulgau in Oberschwaben gegründet. Zunächst beschränkte sich die Produktpalette auf Maschinen zur Grasbearbeitung. Durch die Übernahme der Konstruktionsunterlagen des von der Firma Zanker konstruierten Schleppers mit der Typenbezeichnung M1 konnte die Firma Bautz 1949 ihren ersten Traktor, den AS 120, vorstellen.

Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts begann eine bewegte Zeit bei den Traktorenherstellern in Deutschland. Der Markt an "Kleintraktoren" war langsam gesättigt und man musste neue Geschäftsmodelle entwickeln.

Bautz entschied sich Ende der 1950er Jahre, keine eigenen Schlepper mit 30 bis 40 PS zu bauen, sondern bot Nuffield Traktoren an, die für den deutschen Markt optimiert und angepasst wurden. Etwa 1961/62 beendete man den Vertrieb von Nuffield-Traktoren und kooperierte mit Hanomag unter der Hanomag-Bautz Vertriebs-Union, die aber nach der Einstellung des Traktorenbaus nur von kurzer Dauer war und schon 1962 wieder beendet wurde. 1963 begann eine Vertriebsgemeinschaft mit HELA für Frankreich und die Benelux-Staaten.

Bautz stellte den Traktorenbau 1962 zugunsten der erfolgreicheren Land -und Erntemaschinenproduktion ein.

1969 wurde Bautz von der Firma Claas aus Harsewinkel übernommen und heißt seither Claas Saulgau GmbH.

TypenBearbeiten

1941-1951 Zanker SchlepperBearbeiten

Anfang B 14 AS (Bautz 14 PS Acherschlepper), im Laufe des Jahres 1950 wurde die Bezeichnung auf AS14 geändert.

1950-1956 ASBearbeiten

1950 erste Vorserie mit 12 Traktoren, die im Versuchswerk in Saulgau gefertigt wurden. Ab Mai 1951 rollten dann die ersten AS120 in Großauheim vom Band.

Ablösung der Konfektionsschlepper durch Eigenentwicklungen

1956-1961 AL AWBearbeiten

Der Bautz AL350 und AW350 lösten 1959 die Bautz AL240 und AW240 Schlepper ab. Es waren keine neuen Konstruktionen, sonder es wurden nur geringfügige Änderungen durchgeführt. Eine optische Korrektur erfolgte durch die nun rote Lackierung und die Kotflügel vom Bautz 300. Dadurch wanderten auch die Scheinwerfer nach hinten. Die Leistung wurde auf 25 PS bei 2200 U/min angehoben. Durch die Union mit Hanomag war schon Ende 1961 nach nur 374 Exemplaren wieder Schluss. Sie wurden durch den Hanomag Perfekt ersetzt.

1958-1961 Fremdfabrikat NuffieldBearbeiten

Im Oktober 1958 ergänzte Bautz seine Programm mit zwei Traktoren von Nuffield. Dafür erhielt Bautz das alleinige Vertriebsrecht für diese Traktoren in Deutschland. Durch die Union mit Hanomag Ende 1961 wurden diese Typen durch die Hanomag-Traktoren Gigant und Brillant ersetzt.

1959-1963 (Serie 200 300)Bearbeiten

Die letzten beiden Schleppermodelle die von Bautz gefertigt wurden, war der Typ 200 und der Typ 300. Eigentlich war noch ein stärkerer Typ 350 in Planung, aber in Absprache mit der Hanomag, wurde auf eine Fertigung verzichtet. Somit bildeten die Typen 200 und 300, in der ab 1961 gemeinsam vereinbarten Vertriebsallianz die unteren Einstiegsmodelle. Wo hingegen die Hanomag Ihrerseits auf eine Fertigung von Schleppertypen in diesen PS-Klassen verzichtete.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bautz-Traktoren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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