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Grundregeln: Statische Aufladung und mechanische Beanspruchung vermeiden, genau hinsehen, Kontakte nicht anfassen!

Kerbe eines Moduls

RAM gibt es in den Bauformen DDR, DDR2, DDR3 und DDR4. Jede benötigt eine andere Versorgungsspannung. Jede dieser Bauformen gibt es als „unbuffered“, „buffered“ und als „ECC“. Obwohl verschiedene RAM teils gleiche Abmessungen und Kontaktzahlen haben, ist eine versehentliche Fehlbestückung ausgeschlossen, wenn man die Augen aufmacht. Jedes Modul hat eine Kerbe an einer anderen Stelle. Halten Sie das RAM-Modul neben den Steckplatz, suchen Sie den Steg und vergleichen Sie genau! Bei einer fehlerhaften Bestückung geht der RAM fast immer kaputt. Das ist oft deutlich zu riechen. Meist ist auch der benutzte Steckplatz futsch und manchmal auch die Hauptplatine.

Theoretisch verhindert die Kerbe das Einstecken eines falschen Moduls. Trotzdem kommen Fehlbestückungen vor. Mitunter ist der Steg nicht hoch genug. Mit etwas zu viel Kraft kriegt man ein falsches Modul rein, ohne es zu merken. Dass sich dabei die Hauptplatine durchbiegt, kann man in der Draufsicht nicht wahrnehmen.

Paarweise bestückenBearbeiten

Wie im Abschnitt über RAM-Aufrüstung beschrieben, erreichen Sie mit dem paarweisen Einsatz identischer Speichermodule eine etwas höhere Arbeitsgeschwindigkeit - aber nur, wenn Sie die richtigen Steckplätze benutzen. Wenn die Hauptplatine mehr als zwei Steckplätze hat, sind die zusammengehörigen gleichfarbig markiert.

Speicher nachrüstenBearbeiten

Von den Herstellern wird grundsätzlich empfohlen, Speichermodule des gleichen Typs, besser noch aus der gleichen Serie zu verwenden. Das Mischen von älteren und neuen Modulen kann zu Instabilitäten und Abstürzen führen. Warum ist das so?

Das BIOS führt während des Systemstarts eine Diagnose durch, um die maximal mögliche Geschwindigkeit der Speichermodule zu ermitteln. Auf jedem Modul befindet sich ein „SPD-ROM“, in dem der Hersteller die technischen Daten des Moduls hinterlegt hat. Das BIOS muss diese Daten mit den Möglichkeiten des Chipsatzes vergleichen und ein Betriebsregime konfigurieren. Wenn mehrere unterschiedliche Speichermodule vorhanden sind, ist das nicht immer erfolgreich.

Was kann man tun, damit das Mischen klappt? Stecken Sie das langsamste Speichermodul in den ersten Steckplatz, weil manches BIOS nur das erste Modul auswertet.

Der EinbauBearbeiten

  • Klappen Sie die Sicherungshebel an beiden Enden nach außen. Falls im Steckplatz ein RAM-Modul steckt, wird es dadurch herausgehebelt.
  • Stecken Sie das neue Modul lose auf.
  • Drücken Sie das Modul an den Enden mit beiden Daumen nach unten. Stecken Sie gleichzeitig die Fingerspitzen unter den Rand der Hauptplatine, damit sie sich nicht durchbiegt.
  • Während das Speichermodul hineingedrückt wird, klappen die Sicherungshebel nach innen. Drücken Sie die Sicherungshebel bis zum Anschlag zusammen.