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Wenn irgend möglich, sollten Sie die Hauptplatine erst dann einbauen, nachdem CPU und Kühler montiert sind.

Die Einbauposition der CPU ist mit einem Punkt, mit einer Abschrägung oder einer anderen Markierung gekennzeichnet. Suchen Sie am Sockel nach dem Gegenstück dieser Markierung.

Die CPU sollte nicht in den Sockel gedrückt werden müssen. Ihr Eigengewicht sollte ausreichen. Bewegen Sie den Andruckhebel mit Gefühl. Wenn er sich schwerer als erwartet bewegen lässt, überprüfen Sie den richtigen Sitz der CPU noch einmal.

Wenn Sie einen CPU-Kühler durch einen besseren ersetzen wollen, achten Sie beim Kauf auf dessen Maße. Die Anordnung der Elektrolytkondensatoren und anderer großer Bauteile könnte den Einbau unmöglich machen. Das Ablösen des alten Kühlers ist manchmal nicht einfach, wenn die alte Wärmeleitpaste hart geworden ist. Man kann versuchen, den Kühlkörper mit einem Fön auf maximal 70°C zu erhitzen. Wenn das nicht reicht, helfen Sie mit Zahnseide nach. Entfernen Sie dann sorgfältig die Reste.

Manchmal befindet sich auf dem Kühlkörper ein Wärmeleitpad (eine wärmeleitende Folie), das durch eine abziehbare Folie geschützt wird. In diesem Falle brauchen Sie keine Wärmeleitpaste, Sie müssen nur die Schutzfolie abziehen.

Die Wärmeleitpaste enthält meist Beimengungen von Metallpulver, z. B. Silber in hochwertigen Pasten. Deshalb ist Wärmeleitpaste elektrisch leitfähig, und sie darf unter keinen Umständen auf die Kontakte der CPU geraten. Oft kann man auf der CPU ein kleines Loch für den Luftdruckausgleich der CPU sehen, das ebenfalls nicht zugeschmiert werden darf!

Die Wärmeleitpaste leitet Wärme besser als ein Luftspalt, aber deutlich schlechter als Metall. Die Paste soll nur hauchdünne Luftspalten schließen, sie sollte nicht als Trennschicht die gesamte Kontaktfläche bedecken. Deshalb nur einen winzigen Klecks auf die Mitte der CPU platzieren und gleichmäßig verteilen. Zum Breitstreichen nimmt man am Besten einen Pappstreifen. Der Anpressdruck des Kühlblocks und die Wärme sorgen für eine noch gleichmäßigere Verteilung. Wenn sich die Metallflächen des Kühlblocks und der CPU wegen einer Übermenge Paste nicht mehr großflächig berühren, verschlechtert sich die Wärmeableitung!

Das Befestigen des Kühlkörpers auf der Hauptplatine ist meist schwierig, weil er mit dauerhaft hoher Kraft auf die CPU drücken soll. Die Hauptplatine biegt sich unter dem Druck sogar etwas! Sehen Sie sich die Befestigungskonstruktion genau an. Manche Befestigungselemente sind nur einmal verwendbar, darum muss der erste Versuch klappen. Legen Sie einen geeigneten flachen Gegenstand unter die Hauptplatine, um die Montagebolzen durchstecken zu können, ohne die Hauptplatine zu verbiegen. Schrauben müssen gefühlvoll festgedreht werden, deshalb niemals einen Akkuschrauber verwenden.

Sie sollten sofort nach der ersten Inbetriebnahme das BIOS-Setup aufrufen und die CPU-Temperatur eine Weile beobachten. Jede bisherige Intel-CPUs hält mindestens 67°C aus. AMD-CPUs dürfen 63°C heiß werden. Da die CPU noch nichts zu tun hat, während Sie die Temperatur kontrollieren, sollte die Temperatur deutlich niedriger liegen. Wenn nicht, umgehend ausschalten und nach der Ursache suchen!

Orientierungswert für den Leerlauf:

  • Wenn die CPU-Temperatur etwa 5°C über der Hauptplatinentemperatur liegt, ist die Kühlung prima.
  • Wenn die CPU-Temperatur mehr als 10°C über der Hauptplatinentemperatur liegt, ist die Kühlung unzureichend.