Praktikum Anorganische Chemie/ Bismut

BismutBearbeiten

Nachweis als BismutiodidBearbeiten

Nachweisreaktion
Reaktionstyp: Fällungsreaktion, Komplexbildung
pH <7 HNO3 oder H2SO4
Indikation schwarzer Niederschlag, orange Lösung
DurchführungBearbeiten

Nach Zugabe von Iodidlösung fällt schwarzes Bismutiodid aus, welches sich im Iodidüberschuss als oranger Komplex löst.

ErklärungBearbeiten

Zunächst eine Fällungsreaktion zu schwarzem Bismutiodid:

 
Bismut(III)-Ionen und Iodid-Ionen reagieren zu Bismut(III)-iodid.

Im Überschuss von Iodidlösung kommt es zur Bildung eines orangen Komplexes:

 
Bismut(III)-iodid und Iodid-Ionen reagieren zum Tetraiodobismutat(III)-Komplex.

Nachweis als BismutBearbeiten

Nachweisreaktion
Reaktionstyp: Redoxreaktion
pH 6,5-8
Indikation schwarzer Niederschlag
DurchführungBearbeiten

Zum Nachweis von Bismut(III)-Kationen sollte die zu untersuchende Lösung erst einmal neutralisiert werden (pH 6,5-8). Anschließend wird alkalische Zinn(II)-Lösung hinzugegeben. Die Zinn(II)-Ionen wirken dabei als Reduktionsmittel, sie reduzieren also Bismut(III)-Ionen zu elementarem, schwarzem Bismut, welches in wässriger Lösung ausfällt.

ErklärungBearbeiten
 
Bismut(III)-Ionen und Zinn(II)-Ionen reagieren zu elementarem Bismut und Zinn(IV)-Ionen.

Nachweis mittels BismutrutscheBearbeiten

Nachweisreaktion
Reaktionstyp:   Komplexbildungsreaktion
pH <7 HNO3
Indikation zitronengelber Komplex
DurchführungBearbeiten
 
Die Bismutrutsche. Links eine Positivkontrolle mit Bismut(III)-chlorid, rechts eine Analysesubstanz. Im rechten Bild sind die einzelnen Salzhäufchen zur Maskierung von Störungen noch zu erkennen.

Zum Nachweis aus der Ursubstanz kann man die "Bismutrutsche" mit   Thioharnstoff verwenden. Dieser Nachweis gilt als ziemlich sicher da eventuell störende Ionen vorher ausfallen. Ein angefeuchtetes Filterpapier wird in der Mitte geknickt und in folgender Reihenfolge mit der Ursubstanz und den Fällungsmitteln beschichtet. Zunächst legt man die Ursubstanz auf das Filterpapier, dann   Natriumfluorid, welches mit Aluminium und Eisen einen Komplex bildet, nun   Natriumchlorid, welches Silber und Quecksilber fällt, es folgt   Kaliumnatriumtartrat, das mit Antimon und Zinn einen Komplex bildet und schließlich Thioharnstoff als eigentliche Nachweisreagenz. Nun hält man das Filterpapier schräg und tropft verdünnte   Salpetersäure darauf und lässt diese auf dem Filterpapier "rutschen". Bei Anwesenheit von Bismut entsteht ein zitronengelber Thioharnstoff-Komplex.

ErklärungBearbeiten