Musiklehre: Entstehung der Akkorde

Als Akkorde bezeichnet man mehrere einzelne Töne, die gemeinsam erklingen und einen harmonischen Höreindruck erzeugen. (Die Töne klingen gut zusammen.) Seit dem 17. Jahrhundert teilt man Akkorde in "Dur" und "Moll" ein. Bestimmte Akkorde gehören zu einer Tonart und übernehmen dort eine bestimmte Funktion. Die einfachste Form der Akkorde sind "Dreiklänge": drei zusammen gespielte Töne, üblicherweise innerhalb einer bestimmten Tonleiter. In der Grundform besteht ein Akkord aus einem "Grundton", einem zweiten Ton im Abstand einer Terz und einem dritten Ton im Abstand einer Quinte.

Merkhilfe für die Akkordtöne der Akkorde in der C-Dur-Tonleiter

Als Eselsbrücke verwenden wir die beiden Merkverse, die wir schon für die Noten zwischen und auf den Notenlinien gelernt haben.

 
 

Wer die englische Bezeichnung 'B' für das deutsche 'H' bevorzugt, ersetzte das 'hurtig' durch 'besser'.

Akkorde der C-Dur-Tonleiter mit ihren Akkordtönen

  • C-Dur = C+E+G ("Chris, es geht..." oder "...Citronen-Eis gern")

               

  • D-Moll = D+F+A ("Der Fritz aß...")

               

  • E-Moll = E+G+H ("Es geht hurtig...")

               

  • F-Dur = F+A+C ("Fritz aß Citronen-...")

               

  • G-Dur = G+H+D ("...geht hurtig durch...")

               

  • A-Moll = A+C+E ("...aß Citronen-Eis...")

               

  • H-verm. = H+D+F ("...hurtig durch Fleiß")

               

To-Do:

Terzschichtung allgemeinverständlicher erklären

Durdreiklang

große Terz unten, kleine Terz oben

  • Beispiel: C-Dur: c-e-g;

               

Molldreiklang

kleine Terz unten, große Terz oben

  • Beispiel: c-Moll: c-es-g;

               

verminderter Dreiklang

zwei kleine Terzen ergeben zusammen eine verminderten Quinte

  • Beispiel: c-vermindert: c-es-ges;

               

übermäßiger Dreiklang

zwei große Terzen ergeben zusammen eine übermäßigen Quinte

  • Beispiel: c-übermäßig: c-e-gis;

               


Dreiklangstöne können gebrochen erklingen und beliebig oktavverdoppelt werden, ohne ihre Funktionsqualität zu verlieren.

Akkordlagen

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Der oberste Ton eines Akkordes gibt seine Lage an. Liegt der Grundton oben, so handelt es sich um die Oktavlage.

  • C-Dur in Oktavlage. C, E, G und C als höchster Ton. (Der Grundton wurde hier verdoppelt.)

               

In der Terzlage erklingt als höchster Akkordton die Terz.

  • C-Dur in Terzlage. C, G, C und E als höchster Ton. (Der Grundton wurde auch hier verdoppelt.)

               

Wenn die Quint oben liegt, so handelt es sich um die Quintlage.

  • C-Dur in Quintlage. C, C,E, und G als höchster Ton. (Der Grundton wurde auch hier verdoppelt.)

               

Umkehrungen

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Dreiklangumkehrungen

Dreiklänge können in sogenannten Umkehrungen erscheinen. Die Umkehrung gibt an, in welcher Reihenfolge die Dreiklangstöne aufgeschichtet sind. Allerdings verlieren die Dreiklangstöne ihre spezifische Qualität als Grundton, Terz und Quinte nicht, sobald sie in anderer Umkehrung auftreten. Der unterste Ton bestimmt die Umkehrungsform:

Grundakkord oder Grundstellung

Der Grundton liegt unten, die Terz E ist in der Mitte, der höchste Ton G ist in der Quintlage. Zwei Terzen folgen aufeinander. Diese Stellung wird als der Normalfall angesehen, und nicht extra bezeichnet.

  • C-Dur in Grundstellung. C, E, G mit C im Bass.

               

1. Umkehrung

Die Terz des ursprünglichen Akkordes liegt nun unten, in der Mitte die ursprüngliche Quinte, und als höchster Ton ist der Grundton in der Oktavlage. Eine Terz wird von einer Quarte gefolgt. Vom tiefsten Ton zum höchsten Ton ist ein Sextabstand. Daher heißt die erste Umkehrung auch Sextakkord. Die erste Terz, die als Normalfall angesehen wird, bekommt keine extra Bezeichnung.

  • C-Dur in der ersten Umkehrung. E, G, C mit E als tiefstem Ton[1].

               

2. Umkehrung

Die Quinte des ursprünglichen Akkordes liegt jetzt unten, der Grundton in der Mitte und die ursprüngliche Terz ist jetzt der höchste Ton, folglich nennt man diese Umkehrung auch Terzlage. Eine Quarte wird von einer Terz gefolgt. Vom tiefsten Ton zum höchsten Ton ist wieder eine Sexte. Die zweite Umkehrung nennt man daher auch Quartsextakkord. Die Quarte (ausgehend vom tiefsten Ton) hat hier die Terz ersetzt.

  • C-Dur in der 2. Umkehrung. G, C und E mit G als tiefstem Ton.

               

Dreiklangsverwandschaften

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Mehrklänge

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Dreiklänge des oben aufgeführten Aufbaus können durch zusätzliche Töne erweitert werden. Diese Erweiterungen werden meist durch Zahlen, die dem Akkordsmybol hinzugefügt werden angezeigt. Die Zahl entspricht dabei der Tonstufe der dem Akkord zugrunde liegenden Tonleiter. Wird ein C beispielsweise durch eine 7 (C7) so ist dem Akkord der 7. Ton der zugrundeliegenden Tonleiter (C-Dur) hinzuzufügen. Dieser wäre also H (engl. B). Bei der Erweiterung eines Akkordes um die Septime wird (sofern nicht anders angegeben) immer die kleine Septime, also das B (engl. Bb) verwendet. Siehe dazu Akkordsymbole.

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Alterierte Akkorde

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  1. Bei Umkehrungen bezieht man sich zumeist auf die Griffweise einer Hand beim Klavierspielen. Der Bass, welcher von einer anderen Hand gespielt werden kann, ist je nach Zusammenhang gesondert zu betrachten.