Sexualität

Einleitung

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Kondom und Femidom sind die einfachsten (weil sie keiner vorausschauenden Planung bedarf) Mittel zur Verhütung von Schwangerschaften und Übertragung von Geschlechtskrankheiten beim geschlechtlichen Verkehr zweier oder mehrerer Menschen sowohl beim Mann-Frau-Sex als auch beim Mann-Mann-Sex.

Latexkondome werden von ölhaltigen Substanzen angegriffen und bieten dann keine Sicherheit mehr. Aus diesem Grund ist nur Gleitgel zu verwenden, das nicht auf öl- oder fetthaltiger Basis besteht, und auf Massageöle und ähnliches zu verzichten.

Es ist wichtig, dass das Kondom die richtige Größe hat; es gibt Studien, die darlegen, dass bis zu 75% der Männer die falsche Kondomgröße nutzen. Die richtige Größe ist wichtig, da ein zu kleines Kondom stärker belastet wird und somit schneller reißt, wohingegen ein zu großes Kondom zum Abrutschen neigt. In beiden Fällen ist die Sicherheit nicht mehr gegeben. Ein Kondomhersteller (Ritex) ist allerdings der Meinung, das eine Standardgröße völlig ausreichend wäre und die verschiedenen Größen wegen der großen Elastizität des Produkts überflüssig sind. Der Markt verlange aber angeblich nach verschiedenen Größen.

Bei der Größe des Kondoms ist primär die Breite des Penis wichtig, da die Länge durch abrollen geregelt werden kann.

Dazu gibt es einen Kondomberater im Internet. Des Weiteren gibt es einen Hersteller in den USA der sehr viele verschiedene Größen anbietet. Auch Unter- und Übergrößen die im Moment (Mitte 2008) noch nicht auf dem europäischen Markt zu haben sind.

Benutzung von Kondomen

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Richtige Benutzung von einem Kondom (siehe Bild):

  1. Kondom richtig herum aus der Packung nehmen
  2. Vorhaut (sofern vorhanden) vollständig zurück ziehen
  3. Abrollrichtung suchen und Ansetzen, ggf. am Reservoir festhalten
  4. Langsam abrollen
  5. Sicherstellen dass es bis über das ganze Glied abgerollt ist

Nach dem Samenerguss den Penis vor dem Erschlaffen herausziehen und dabei das Kondom festhalten

 

Richtige Kondomgrösse (siehe Bild): Obere Reihe ein zu enges und zu kurzes Kondom, untere Reihe ein Kondom mit guter Passform.

 


Die Kondom-Packung stets seitlich aufreißen, nicht über das Kondom hinweg. Beim Aufreißen der Packung niemals eine Schere, eine Nagelfeile, einen Brieföffner, ein Messer o. Ä. benutzen Achtung bei langen und/oder scharfen Fingernägeln: Diese können Kondome beschädigen, also Vorsicht!

Wer Kondome erstmals verwendet, sollte vor dem ersten Einsatz einige Male allein im „Trockenversuch“ das Überziehen üben.

Nur wenn das Kondom über den ganzen Penis abgerollt ist, rutscht es während der Verwendung nicht vom Penis herunter! Man sollte das Kondom niemals vorher abrollen und mit den Fingern dehnen, um es dann wie eine Socke über den Penis zu ziehen!

Besondere Vorsicht ist auch mit den Stoppeln eventuell rasierter Schamhaare geboten.

Kondom erst überziehen, wenn der Penis erigiert, also hart ist. Dabei zuvor die Vorhaut (sofern vorhanden) zurückziehen, dann das Präservativ mit dem Wulst nach außen auf die Eichel setzen und zur Penisbasis hin abrollen. Bei reservoirlosen Kondomen (die heute allerdings selten geworden sind) daran denken, dass vor der Eichel noch Platz für das Ejakulat gelassen wird, damit es nach dem Samenerguss nicht seitlich entweichen kann.

Das Kondom schon aufsetzen, bevor es zum ersten Kontakt zwischen Penis und dem Körper der Partnerin oder des Partners kommt, denn bereits zu Beginn einer Erektion treten häufig so genannte Lusttropfen aus, die Spermien enthalten können.

Niemals aus vermeintlichen „Sicherheitsgründen“ zwei Kondome gleichzeitig überstreifen. Sie scheuern gegeneinander (und reißen eventuell) und sie rutschen leichter ab. Es gibt auch extrastarke Kondome (beispielsweise für Analverkehr).

Wurde das Kondom versehentlich falsch herum aufgesetzt, Kondom entsorgen und ein neues verwenden.

Um einige Widersprüche der 'amtlichen' Empfehlungen zu umgehen, hat sich in der Praxis bewährt:


Auch ein nicht so harter Penis lässt sich schützen. Die Vorhaut sollte nicht zurückgezogen sein. Das Kondom sollte trocken sein und innen nur im Bereich der Eichel befeuchtet werden, außen nach Belieben. Das rutscht dann später nicht so leicht runter.


Nach dem Verkehr

Nach der Ejakulation muss der Penis umgehend aus der Scheide gezogen werden. Dabei (wichtig; Frauenärzte berichten, dass dies immer wieder vergessen wird!) das Kondom an der Wurzel festhalten, sodass es nicht abgleitet und in der Partnerin stecken bleibt – der Verhütungseffekt ist dann nicht mehr vorhanden.

Hände und Penis vor weiterem Kontakt mit der Partnerin waschen.

Kondome niemals mehrfach benutzen.

Nach Gebrauch das Kondom nicht in die Toilette, sondern am unteren Ende verknotet und in ein Papiertaschentuch eingewickelt in einen Mülleimer werfen. Kondome können die Rohrleitungen und vor allem die Siebe und Pumpen von Kläranlagen verstopfen.

Bei der Kombination des Kondoms mit chemischen Verhütungsmitteln sollten Mittel verwendet werden, die das Latex des Kondoms nicht angreifen können. Auch wird Nonoxynol 9 für einen Großteil der mit dem Gebrauch von Kondomen möglichen allergischen Reaktionen verantwortlich gemacht.

Sollte einmal ein Kondom reißen, kann mit der Pille danach eine unerwünschte Schwangerschaft noch nachträglich verhütet werden.

Weitere Informationen sowie Beratung bietet jede örtliche AIDS-Hilfe oder pro familia.

Sicherheit

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Der Pearl-Index liegt zwischen 2 und 12.

Grundsätzlich ist das Femidom (Kondom für die Frau) dem Kondom recht ähnlich, aus diesem Grund hier vor allem die Unterschiede.

Nachteile

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  • Das Einsetzen des Femidom benötigt etwas Übung.
  • Es ist teurer als Kondome.
  • Es knistert anfangs bis es warm ist.

Vorteile

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  • Es kann bereits Stunden vor dem Liebesspiel eingesetzt werden - dieses muss somit nicht unterbrochen werden.
  • Da es nicht aus Latex besteht gibt es keine Probleme mit ölhaltigen Substanzen (wie Massageöl, Cremes, Gleitmittel).
  • Es kann auch benutzt werden, wenn der Penis sehr breit ist und es aus diesem Grund keine passenden Kondome gibt.