Gitarre: Grifftabelle einfach


Dieser Artikel ist ein Anhang für verschiedene Unterkapitel zum Thema Gitarre.

Akkorde lernt man am besten lektionsmäßig. Jeder neue Akkord soll auch gleich eine Reihe neuer Lieder eröffnen, und das Repertoire erweitern.

Erklärungen zu den AkkordsymbolenBearbeiten

  • Die hier angegebenen Akkorde werden mit einem Standardfingersatz dargestellt.
Z = Zeigefinger; M = Mittelfinger; R = Ringfinger; K = kleiner Finger; D = Daumen.
  • Die Grundtöne der Akkorde werden schwarz dargestellt, die Akkordtöne (Terz und Quinte) weiß.
  • Saiten, die abgedämpft werden müssen, werden durch ein X gekennzeichnet.
  • Sofern ein deutscher Fingersatz vorliegt, wird auch die deutsche Bezeichnung für den Ton / Akkord H gewählt.
  • Bünde werden durch römische Ziffern dargestellt. (z.B. III für den 3. Bund)

Diese Liste enthält eine Reihe der am häufigsten gebrauchten Akkorde für den „Gitarren-Alltag“. Diese Akkorde sind die mit Abstand am häufigsten gebrauchten Akkorde in den gängigen Liederbüchern. Die Akkorde werden in der Reihenfolge vorgestellt, wie sie auch in den folgenden Kursen vermittelt werden.

Akkorde für das Lagerfeuer- und FolkdiplomBearbeiten

die 12 wichtigsten Akkorde
       
       
       
  Für den A-Dur-Akkord gibt es zwei
alternative Fingersätze, je nachdem
ob der Akkord mit G und D oder aber
mit E und H7 zusammen gespielt wird.

Mit diesen 12 Akkorden kann man schon eine große Menge an Liedern begleiten. Zahlen, die evtl. noch bei den Akkorden stehen, lässt man vorerst einfach weg. Ein Hm (bzw. Bm bei englischen Liedern) versucht man durch ein D zu ersetzen und ein F#m durch ein A-Dur. Es klappt nicht immer, aber doch oft genug, dass sich ein Versuch lohnt. Bei anderen Liedern behilft man sich mit einer Gitarre: Transponiertabelle

zum Lagerfeuerdiplom - Folkdiplom

Akkorde für das BalladendiplomBearbeiten

die wichtigsten erweiterten Akkorde (Vierklänge und SlashAkkorde)

Farbcodes für die Intervalle im Bezug auf die Akkordfunktionen [1] zeigen an, welcher Finger oder Saite für das zusätzliche Intervall verantwortlich ist:

  • schwarz = Grundton, meist ist der oberste schwarze auch der Basston
  • weiss = Akkordton (Quinte und Terz) für normale Dur- oder Moll-Akkorde
  • blau = Basstöne die vom Grundton abweichen. Sie unterliegen weniger einer besonderen "Funktion", sondern werden oft für Bassläufe gebraucht. (Simple Wechselbässe die durch eine Akkordumkehrung[2] sind nicht immer besonders gekennzeichnet.)
  • grün = Töne der gleichnamigen Pentatonik. Sie schränken die Funktion der Akkorde (Tonika, Subdominante, Dominante und deren Parallelen) nicht ein. Bei Dur-Akkorden kommt die gr. Sekunde und die gr. Sexte in allen Funktionen vor (Tonika, Dominante, Subdominante). Bei Moll-Akkorden ist es die reine Quarte und die kl. Septime, die in jeder Funktion eingesetzt werden kann. Praktisch bedeutet dieses, dass man die entsprechenden Intervalle in jeder Tonart, in der der Akkord vorkommt einsetzen kann.
  • gelb = schränken die Funktion eines Akkordes ein. Die Funktion wird durch einen Optionston eingeschränkt, wenn man diesen nicht bei jeder Akkordfunktion antreffen kann. Also üblicherweise taucht dieser Optionston nicht bei der Dominante oder aber nicht bei der Subdominante auf (bzw. bei den entsprechenden Mollparallelen). Bei diesen Optionstönen muss man also aufpassen, welche Tonart vorliegt. Sie passen also nicht immer.
  • orange = bestimmt die Funktion. Die Funktion eines Akkordes wird durch einen Optionston bestimmt, wenn man diesen üblicherweise nur bei der Dominante oder aber bei der Subdominante bzw. bei den entsprechenden Mollparallelen anfindet, nicht jedoch in den beiden übrigen Akkordfunktionen. z.B. Die kleine Septime kommt bei Dur-Akkorden nur bei der Dominante (oder der Zwischendominante) vor, üblicherweise aber nicht bei der Subdominante und Tonika. Die kleine Sekunde kommt bei Moll-Akkorden nur bei der Dominantenparrallele vor. (Harmonisches, Melodisches Moll, Verminderte Akkorde mal außen vor gelassen.)
  • rot = Alterationen. Das sind Optionstöne, die man üblicherweise nicht in einer Dur- oder in einer natürlichen Molltonleiter anfindet. Im Notenbild sind diese durch zusätzliche Vorzeichen oder Auflösungszeichen gekennzeichnet.
  • magenta = Tritonus = verminderte Quinte (und wegen dem charakteristischen Klang auch die übermäßige Quarte)

                                                         

Slash-Akkorde

           

To-Do:

Weitere Akkorde müssen noch gezeichnet werden und um die Liste zu ergänzen.

zum Balladendiplom

Akkorde für das RockdiplomBearbeiten

Folgende Akkordfolge eignet sich besonders gut zum Einstieg in das Thema.

5.Bund 3. Bund 1. Bundkein Barré
Am G F E
     
es folgen die 4 wichtigsten Barré-Akkorde

Es empfiehlt sich nacheinander Lieder zu üben, in denen jeweils nur ein neuer Barré-Akkord vorkommt. Und zwar sollten die Barré-Akkorde vorzugsweise in folgender Reihenfolge gelernt werden: Hm, F#m, (C#m, G#)
Diese Reihenfolge orientiert sich am Quintenzirkel. Mit jedem neuen Barré-Akkord, der in dieser Reihenfolge gelernt wird, erhöht sich kontinuierlich der potentielle Vorrat an Liedern, die man mit den neuen Akkorden spielen kann.

2.Bund 2. Bund 4. Bund 4. Bund
Hm F#m C#m G#m
     

Nacheinander erobert man sich damit folgende Tonarten:

  • G-Dur mit den Akkorden C G D7 Am Em Hm
  • D-Dur mit den Akkorden G D A7 Em Hm F#
  • A-Dur mit den Akkorden D A E7 Hm F#m C#m
  • E-Dur mit den Akkorden A E H7 F#m C#m G#m

Barré-Akkorde des A-Dur-TypsBearbeiten

Die Barré-Akkorde des A-Typs lassen sich besonders gut mit einer Standard-Blues-/Rock-/Rock'n'Roll-Kadenz lernen.

Akkordfolge
A A A A - D D A A - E D A E
A D E A
5.Bund 5. Bund 7. Bund 5. Bund
     
Akkordfolge
F F F F - Bb Bb F F - C Bb F C
F Bb C F
1.Bund 1. Bund 3. Bund 1. Bund
     

Barré-Akkorde transponierenBearbeiten

Wenn man die oben genannten Barré-Akkorde sicher beherrscht, dann können alle Dur- und Moll-Akkorde in jeder Tonart durch Barré-Akkorde des E- und A-Types dargestellt werden.

Barré-Akkorde des E- und A-Types.

es werden folgen: Barré-Akkorde des A-Dur und A-Moll-Typs (Tabelle + Bund)

Bund   0     1     2     3     4     5     6     7     8     9     10     11     12  
AkkordAA#/BbHCC#/DbDD#/EbEFF#/GbGG#/AbA
AkkordAmA#m/BbmHmCmC#m/DbmDmD#m/EbmEmFmF#m/GbmGmG#m/AbmAm

Barré-Akkorde des E-Dur und E-Moll-Typs (Tabelle + Bund)

Bund   0     1     2     3     4     5     6     7     8     9     10     11     12  
AkkordEFF#/GbGG#/AbAA#/BbHCC#/DbDD#/EbE
AkkordEmFmF#m/GbmGmG#m/AbmAmA#m/BbmHmCmC#m/DbmDmD#m/EbmEm

zum Rockdiplom


Fußnote
  1. Der Begriff Funktion meint hier die Zuordnung eines Akkordes als Tonika, Dominante und Subdominante bzw. deren Parallelen.
  2. Umkehrung = Verlegung eines Akkordtons (hier: Quinte oder der Terz) in den Bass