Devanagari: Deutsch mit Devanagari schreiben


Die Devangari-Schrift hat sich aus der Brahmi-Schrift entwickelt und wurde ursprünglich, wie seine Vorgängerschrift dazu verwendet, Sanskrittexte aufzuschreiben. Aus diesem Grund ist die Schrift in verschiedenen Hinsichten auf indoarische Sprachen wie Hindi, Sanskrit und Nepali optimiert worden. Aus diesem Grund gibt es zum Beispiel spezielle Zeichen für die behauchten Laute, aber keine für Laute wie „f” oder „ch” und die Ligaturen gibt es für die Konsonantenpaarungen, welche in den genannten Sprachen bevorzugt auftreten. Allerdings wird die Schrift auch für andere, nicht indogermanische Sprache wie Santali, eine Murdasprache, oder Newari, eine tibetobirmische Sprache, verwendet und es wurden auch schon englischsprachige Texte in Devangari verfasst, weshalb wir hier den Versuch wagen wollen, deutsch in Devangari zu schreiben.
Hierbei handelt es sich natürlich nicht um eine standardisierte Übertragungsmethode, sondern um einen Vorschlag. Inwieweit der Vorschlag berücksichtigt wird, bleibt jedem selbst überlassen.

Das Deutsche besitzt 5 Vokale, a, e, i, o und u, sowie 3 Umlaute, ä, ö und ü. Eventuell kommt noch y, das in manchen Fremdwörtern z. B. Gymnastik als Vokal verwendet wird.

Wir betrachten zuerst die Laute, die sich problemlos auch in Devanagari darstellen lassen können, nämlich i und u, für die wir sogar zwischen kurzer und langer Form unterscheiden können, wenn wir wollen.

Kurz:
 
Lang:
 
i
u

Beim a dürfen wir nur die lange Form verwenden, da die kurze Form ja wie ein Schluss-„e” ausgesprochen wird. Es gibt allerdings noch die Spezialform kurzes a (ऒ à), welche allerdings nur eine isolierte Form besitzt.

ā

Bei e und u verwenden wir am besten die unter Sonstige Vokale in anderen Sprachen vorgestellte Form, da sie der Aussprache am besten entspricht:

Kurz:
 
Lang:
 
e
o

Jetzt bleiben noch die Umlaute ä, ö und ü übrig. Hier wird die Zuordnung schwieriger. Allerdings treten die Umlaute im Deutschen stets nur in der Langform auf, sodass wir uns nicht um die Kurzform sorgen müssen. Für ä können wir einfach ai (ऐ) verwenden. Für ö und ü verwenden wir einige Sonderformen aus dem Kashmiri, die zumindest in der Transliteration den ö- und ü-Lauten ähnlich sehen, für y als Vokal wird ebenfalls ü verwendet. Es gilt also

 
Darstellung von ö und ü in der Isolierten Form.
Isoliert:
 
Als Silbe mit ka (क):
कै
कऻ
कॗ
 
ai
ōe
ūe
 
ä
ö
ü

Sollten die Zeichen nicht richtig dargestellt werden (sie sind erst seit kurzem im Unicode): Das ōe und die damit gebildeten Silben werden wie die mit Silben auf ā (आ) geschrieben, allerdings wird der hintere Strich über die Leitlinie hinaus verlängert. Das ūe und die damit gebildeten Silben werden wie die zugehörigen Silben auf a (अ) gebildet. Allerdings werden unter das Zeichen zwei, übereinander liegende, nach oben geöffnete Halbkreise hinzugefügt.

Konsonanten

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Bei den Konsonanten ist es etwas schwieriger. Wir müssen uns klar machen, wie das Deutsche mit den gehauchten Plosiven umgeht. Im Deutschen werden in der Regel die betonten Plosive unbehaucht, die unbetonten behaucht ausgesprochen, was sich in der Wahl der Devanagari Zeichen widerspiegeln sollte. Ferner benötigen wir einige Nuka-Zeichen.

ba
 
क़
ca
Das Deutsche c hat im Devanagari keine Entsprechung. Wir kodieren es deshalb mit dem ähnlich klingenden Nuka k .
da
Das Deutsche d ist dental, nicht retroflex.
फ़
fa
Wir verwenden das Nuka pha (fa).
ga
 
ha
 
य़
ja
Das deutsche j hat im Devanagari keine Entsprechung. Wir schreiben deshalb ein Nuka ya.
ka
Der gehauchte Konsonant kh steht näher am deutschen Lautwert
la
 
ma
 
na
 
pa
Der gehauchte Konsonant ph steht näher am deutschen Lautwert
क्व़
qua
Da es kein qu gibt, schreiben wir einfach kw allerdings mit unbehauchten k
ra
 
sa
Wenn wir ein stimmhaftes s wollen fügen wir einfach ein Nuka (़) an.
ta
Der gehauchte Konsonant th steht näher am deutschen Lautwert
va
Da v in der Regel für den selben Laut wie f verwendet wird, bietet es sich aber in diesen Fall an statdessen lieber das selbe Zeichen wie bei f zu verwenden.
व़
wa
Da es kein Zeichen für w gibt, verwenden wir ein Nuka va.
क्स
xa
Wir schreiben ein ksa, da es kein Extrazeichen für x gibt. Auch hier wieder mit unbehauchten k.
ज़
za
Wir verwenden das Nuka ja


Zusätzlich sollten wir noch einige Laute, die im Deutschen durch mehrere Zeichen ausgedrückt werden für die es im Devanagari aber geeignete Zeichen gibt, auch mit diesen schreiben. Aber nur, wenn sie in ihrer normalen Aussprache verwendet werden.

scha
Das Zeichen lautet eigentlich śa, entspricht aber dem Laut.
nga
Hierbei werden alle ng Gruppen ersetzt, die wie in "singen" klingen.
ख़
cha
Das Nuka kha entspricht dem deutschen ch-Laut.

Eventuell könnte man auch noch ज (ja/dscha) und च (ca/tscha) verwenden. Aber darauf wurde hier verzichtet.

Beispieltext

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दीस ईस्त ऍइन क्लॅइनॅर बॅइश्पइलतॅक्स्त॥ हॉफ़्फ़ॅन्त्लिख़ वॅर्श्तॅस्त दु ईह्न॥