Datensicherung/ Beispiel/ Texte täglich sichern


Texte täglich sichernBearbeiten

Warum?Bearbeiten

Vermutlich ist es auch Ihnen schon passiert, dass ein Textdokument durch einen Software- oder Bedienfehler unbrauchbar geworden ist. Nun möchten sie die vorhergehende Fassung zurückhaben. Woher nehmen?

Man könnte täglich eine Sicherung aller Textdokumente durchführen, jedesmal in ein neues Verzeichnis. Allerdings wächst dadurch der Speicherbedarf jeden Tag. Die Festplatte wird voll, wenn Sie nicht regelmäßig daran denken, länger zurückliegende Sicherungen zu löschen. Sich darauf zu verlassen, dass jemand regelmäßig an etwas denkt – das ist nicht akzeptabel, wenn man eine zuverlässig funktionierende Datensicherung möchte.

Der Ausweg: Die „Einerziffer“ des Tages wird aus dem Tagesdatum herausgeschnitten und als Verzeichnisname für die Sicherung verwendet. Beispielsweise werden die Daten vom 01., 11., 21. und 31. Tag des Monats in ein Verzeichnis mit dem Namen „x1“ kopiert, die Daten des 02., 12. und 22. in ein Verzeichnis mit dem Namen „x2“ usw. Dadurch bleibt der Speicherplatzbedarf überschaubar, es werden nur 10 Verzeichnisse im Wechsel benötigt.

Was leistet diese Art der Datensicherung?Bearbeiten

Angenommen, Sie haben am 15. Tag des Monats versehentlich eine wichtige Datei gelöscht oder beschädigt (zum Beispiel einen Teil des Textes herausgelöscht), und Sie stellen den Schaden erst eine Woche später fest. Kein Problem! Im Ordner „x4“ finden Sie die Datei vom Vortag, in „x3“ von vorgestern und im Ordner „x8“ die von vor einer Woche.

Wenn Sie die Beschädigung später als am neunten Tag feststellen, haben Sie hoffentlich noch die Datensicherungen der vorhergehenden Wochen und Monate, die nach dem Drei-Generationen-Prinzip regelmäßig durchgeführt werden. Hoffentlich.

Ein ExperimentBearbeiten

Windows stellt in der Systemvariablen DATE das aktuelle Datum in Textform bereit. Machen Sie mit bei einem kleinen, ungefährlichen Versuch.

Öffnen Sie die Eingabeaufforderung: Start - Ausführen - cmd - OK. Tippen Sie den folgenden Befehl ein, gefolgt von Enter:

date

Sie erhalten eine Meldung, die etwa so aussieht:

Aktuelles Datum: 22.12.2008
Geben Sie das neue Datum ein: (TT-MM-JJ)

Sie könnten jetzt das Datum eingeben, falls es falsch angezeigt wird. Wenn sie mit dem angezeigten Datum einverstanden sind, drücken Sie Enter.

Je nach Windowsversion und -einstellungen kann die Meldung zusätzlich den Wochentag enthalten:

Aktuelles Datum: Mo 22.12.2008
Geben Sie das neue Datum ein: (TT-MM-JJ)

Merken Sie sich, welche der beiden Datumsversionen auf Ihrem PC zutrifft.

Kennen Sie den Befehl ECHO? Er wird hauptsächlich in Stapeldateien zur Textausgabe auf Bildschirm verwendet. Probieren sie mal:

echo  Heute ist %date%

Vom gesamten Datum brauchen wir nur die zweite Ziffer des Tages und schneiden sie aus dem Datum heraus. Die Angabe 4,1 bedeutet, 1 Zeichen, beginnend ab dem 4. Zeichen (Zählung beginnt ab Null), herauszuschneiden:

echo  Tag %date:~4,1%

Falls das Datumsformat auf Ihrem PC ohne vorangestellten Wochentag auskommt, ist der folgende Befehl richtig:

echo  Tag %date:~1,1%

Die AusführungBearbeiten

robocopy c:\ e:\Tag_x%date:~1,1%\ *.doc *.rtf *.txt /mir /maxage:10 /w:1 /r:1

erzeugt je nach Kalendertag auf Laufwerk e: die Verzeichnisse Tag_x0 bis Tag_x9. Dahinein werden alle .doc, .rtf und .txt Dateien kopiert, die maximal 10 Tage alt sind. Ändern Sie die Liste der Dateitypen nach ihren Bedürfnissen. Wenn Ihr Datumsformat den Wochentag enthält, müssen sie

%date:~4,1%

in den obigen Befehl einsetzen.

Erstellen Sie eine Stapeldatei mit diesem Befehl als einzigen Befehl oder ergänzen Sie gegebenenfalls weitere Befehle für andere Laufwerke. Lassen sie dieses Programm vom Scheduler täglich ausführen.

Die dabei kopierte Datenmenge ist so klein, dass alle zehn Sicherungen locker auf einen USB-Stick passen.

Hinweis: Diese Art der Sicherung kann durchaus auf eine zweite Partition der eigenen Festplatte gespeichert werden, denn sie soll den PC nicht vor einem totalen Ausfall der Festplatte schützen, sondern nur eine Historie erzeugen. Gegen die große Katastrophe brauchen Sie eine weitere Sicherung auf einen anderen Datenträger.