Biochemie und Pathobiochemie: PRPS1-assoziierte Syndrome



Definition

Bearbeiten

Mutationen im Gen PRPS1 sind für vier verschiedene Krankheitsbilder verantwortlich:

Epidemiologie

Bearbeiten

Ätiologie

Bearbeiten

Ursächlich sind Mutationen im Gen PRPS1 (Xq22-q24), das für die Phosphoribosylpyrophosphat-Synthetase 1, kurz PRPP-Synthetase 1 (synonym Ribose-phosphat-Diphosphokinase 1) kodiert.

Die PRPP-Synthetase-Superaktivität ist auf aktivierende Mutationen mit Auswirkung auf die allosterische Regulation zurückzuführen. Die drei übrigen Erkrankungen zeigen Mutationen, die die Enzymaktivität reduzieren.

Pathogenese

Bearbeiten

Die PRPP-Synthetase katalysiert die Phosphoribosylierung von PRPP aus Ribose-5-Phosphat für die Purin-Biosynthese einschl. Salvage Pathway sowie für die Pyrimidin- und NAD(P)-Biosynthese.

Pathologie

Bearbeiten

PRPP-Synthetase-Superaktivität:

  • Hyperurikämie, Gicht
  • Entwicklungsstörungen
  • Sensineuronale Taubheit

Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung 5 (X-gebunden rezessiv):

  • Periphere Neuropathie
  • Sensorineurale Taubheit
  • Sehschwäche

Arts-Syndrom:

  • Geistige Retardierung
  • Hypotonie, Ataxia, verzögerte motorische Entwicklung
  • Hörschwäche, Optikusatrophie

X-gebundene Taubheit 1:

  • Taubheit

Diagnostik

Bearbeiten

Differentialdiagnosen

Bearbeiten

Therapie

Bearbeiten

Komplikationen

Bearbeiten

Prognose

Bearbeiten

Geschichte

Bearbeiten

Literatur

Bearbeiten
  • de Brouwer AP, van Bokhoven H, Nabuurs SB, Arts WF, Christodoulou J, Duley J. “PRPS1 mutations: four distinct syndromes and potential treatment”. Am. J. Hum. Genet., 86:506–18, April 2010. DOI:10.1016/j.ajhg.2010.02.024PMID 20380929.
Bearbeiten

OMIM - Phosphoribosylpyrophosphate synthetase I




 

Haben Ihnen die Informationen in diesem Kapitel nicht weitergeholfen?
Dann hinterlassen Sie doch einfach eine Mitteilung auf der Diskussionsseite und helfen Sie somit das Buch zu verbessern.