Wikijunior Entwicklung des Lebens: Der Mensch kommt auf

Der Mensch kommt aufBearbeiten

Fossile MenschenBearbeiten

Als der Wissenschaftler Charles Darwin 1858 seine Theorie zur Evolution schrieb, schrieb er auch, dass der Mensch von einem Affenartigen Vorfahren abstammen würde. Die meisten Wissenschaftler glaubten ihm nicht und sagten das es keine Fossile Menschen geben würde.

Seit ein Herr Fulrott im Neandertal bei Düsseldorf Menschliche Überreste fand, die Jahrtausende alt sind, denkt keiner mehr daran. Bis heute werden immer wieder Menschliche Knochen gefunden, zumeist Schädel oder Teile davon. Die meisten Menschlichen Fossilien stammen aus Afrika, so dass man bald sicher war, dort den Ursprung der Menschheit zu suchen.

Die ältesten Menschlichen Überreste, die man heute kennt, stammen aus dem Tschad in Afrika und sind fast 7 Millionen Jahre alt. Der gefundene Schädel zeigt bereits den aufrechten Gang. Lange Zeit hatte man angenommen, das zuerst das Gehirn zunahm und dann erst der aufrechte Gang gelang. Heute weis man, dass es anders herum war. Ursache für den Aufrechten Gang war die Anpassung an die neuen Lebensräume in Ostafrika, die Steppenlandschaften. Diese neue Art der Fortbewegung hatte den Vorteil das man Beute und Feinde schneller erkennen konnte.

FrühmenschenBearbeiten

Auf diesen Urmenschen, den die Wissenschaftler Sahelanthropus nennen, folgen weitere Urmenschen wie der Ardipithecus und der Australopithecus, von dem man viele Varianten kennt. Sie lebten vor 4 - 5 Millionen Jahren in Ost- und Südafrika und waren Jäger und Sammler und mussten sich vor Raubkatzen wie dem Säbelzahntiger in Acht nehmen. Sprechen konnten sie jedoch nicht und Kleidung kannten sie auch nicht. Dann folgten, vor 2 Millionen Jahren der Homo Habiles und dann der Homo Erectus. Der etwa 500.000 Jahre alte Heidelbergmensch wird als Übergangsform zum Neandertaler angesehen.


Der NeandertalerBearbeiten

Wann lebte dieser Mensch?

Vor rund 200.000 Jahren tauchen dann in Europa und im Nahen Osten Knochen auf, die einst dem Neandertaler gehörten. Da die Kochen in Richtung Ägypten älter werden, nehmen die Forscher an, dass er aus Ostafrika zu Fuß hierher gekommen war. Diese Menschen waren kleiner als wir und etwas breiter, das zeigen die Knochen. Das wichtigste Merkmal aber sind die tief liegenden Augen.

Wie lebten nun diese Menschen?

Neandertaler gingen im Wald und auf Wiesen Früchte und Pilze sammeln. Meistens gingen sie aber mit Speeren auf die Jagd. Sie jagten Pferde, Hirsche, Nashörner, Ziegen, Schafe, Kamele, Schweine und Mammuts. Das Mammut ist ein ausgestorbenes Tier, dass einem Elefanten ähnelte, aber viel größer war. Von den Tieren aßen sie fast alles und die Häute verwendeten sie um daraus Kleidung zu machen. Du wirst Dich sicher fragen, woher man weiss was der Neandertaler gegessen hat. Nun man hat Rastplätze dieser Menschen gefunden und dort Kochen der Tiere, die sie gejagt und gegessen hatten! Auch die schlechten Zähne in seinem Kopf sprechen von seiner Nahrung.

Als Waffen besaß er neben der Keule, den Speer, den Bumerang und das Messer. Früher nahm man an, dass er in Höhlen lebte, aber die Spuren zeigten, dass die Höhlen nur als Ort der Zuflucht bei Katastrophen und als Lager dienten.

Vor rund 25.000 Jahren verliert sich seine Spur. Die letzten Neandertaler starben wahrscheinlich in Spanien.

Der moderne MenschBearbeiten

Dieser erschien einige Jahrtausende später wie der Neandertaler in Europo und im Nahen Osten. Woher er kam, ist noch nicht sicher, aber die Forscher nehmen an, dass auch er aus Ostafrika gekommen ist.

Er hatte bessere Waffen und war schlanker und etwas größer als der Neandertaler. Vor allem brachte er die Kunst und die Musik mit. Erste Musikinstrumente und Wandmalereien stammen aus dieser Zeit, wie die Höhlenbilder von Lascaux in Südwestfrankreich.

Lange Zeit dachte man, der moderne Mensch hätte Krieg gegen den Neandertaler geführt, aber dafür gibt es keine Hinweise. Stattdessen fanden die Forscher heraus, dass Neandertaler und Moderne Menschen miteinander Familien gründeten. Es gibt zahlreiche Knochenfunde und Spuren in den Körperzellen, die das belegten.

Die modernen Menschen breiteten sich rasch über große Gebiete in Europa, Asien und Afrika aus. Vor 60.000 Jahren zogen einige Gruppen über eine Landbrücke von Ostsibirien nach Amerika. Andere erreichten zur gleichen Zeit Australien. Dazu mussten sie aber Flöße bauen, denn dazwischen gab es ein kleines Meer! So hat der moderne Mensch die ganze Welt erobert!