Portugiesisch: Alphabet

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Das portugiesische Alphabet

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Die portugiesische Sprache wird im lateinischen Alphabet geschrieben und hat eine sehr komplexe phonetische Struktur. Sie verfügt über 9 Vokale, 5 nasale Vokale und 25 Konsonanten. Für einige Aussprachen gibt es mehrere Möglichkeiten der Darstellung. So kann das stimmlose „s“ mit s, ss, ç und (vor e, i) c geschrieben werden.

Die nachstehenden Angaben zur Aussprache sind nur ein knapper erster Hinweis. Zusätzlich gibt es eine Übersicht zur Aussprache. Ausführliche Hinweise finden sich im Kapitel Aussprache. Ferner gibt es ein Kapitel über die Lautschrift.

Buchstaben

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Buchstaben Aussprache beim Buchstabieren
Normalschrift -   Lautschrift      
mögliche Aussprache in Lautschrift (IPA)
A, a á [a] [a], [ɐ]
B, b [be] [b]
C, c [se] [k] (vor a, o, u), [s] (vor e, i)
D, d [de] [d], brasilianisch vor e, i: []
E, e é [ɛ] [e], [ɛ] (betont), [ә], [i] (unbetont)
F, f éfe [ˈɛfә] [f]
G, g guê, gê [ge, ʒe] [g] (vor a, o, u oder Konsonnant), [ʒ] (+ e, i)
H, h agá [ɐˈga] (stumm)
I, i i [i] [i]
J, j jota [ˈʒɔtɐ] [ʒ]
K, k capa, cá [ˈkapɐ, ka] [k]
L, l éle [ˈɛlә] [l], [ł]
M, m éme [ˈɛmә] [m] oder stumm (bei Nasalierung)
N, n éne [ˈɛnә] [n] oder stumm (bei Nasalierung)
O, o ó [ɔ] [o], [ɔ] (betont), [u] (unbetont)
P, p [pe] [p]
Q, q quê [ke] [k] (vor e,i,o), [kw] (vor a)
R, r érre [ˈɛʀә] [r], [ʀ]
S, s ésse [ˈɛsә] [s], [z], [ʃ], [ʒ]
T, t [te] [t] brasilianisch vor e, i: []
U, u u [u] [u], [w]
V, v [ve] [v]
W, w vê duplo
vê dobrado
dáblio
[ve ˈduplu]
[ve duˈbradu]
[ˈdablju]
[w]
X, x xis [ʃiʃ] [ʃ], [s], [z], [ks]
Y, y i grego
ípsilon
[iˈgregu]
[ˈipsilon]
[i], [j]
Z, z [ze] [z], [ʃ]

Alle Buchstaben sind männlich: o m - das „m“.

Bitte sprich das „q“ beim Buchstabieren als [ke] aus und nicht wie [ku]! Sonst klingt es wie „cu“, ein wenig salonfähiges Wort für einen rückwärtigen Körperteil mit „A“.

Als Doppelbuchstaben kommen praktisch nur „rr“ und „ss“ vor. Außerdem „nn“ nur in connosco (mit uns) im europäischen Portugiesisch, ferner selten „cc“ oder „cç“ (zum Beispiel secção = Abschnitt, Abteilung).

Am Wortende steht nie ein „n“. Ausnahmen sind einige Fremdworte, zum Beispiel abdómen (Bauch), hífen (Bindestrich).

Die Buchstaben „k“, „w“ und „y“ sind jetzt offizieller Bestandteil des Alphabets. Sie kommen nur in Fremdwörtern und Abkürzungen vor.

Buchstaben mit Akzenten und diakritischen Zeichen

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Buchstabe mögliche Aussprache in Lautschrift (IPA) Tastatureingabe
Á, á [a] (betont, offen)
À, à [a] (offen; zum Gebrauch siehe Anmerkung)
Â, â [ɐ], [ɐ̃] (betont, geschlossen, eventuell nasal)
Ã, ã [ɐ̃] (nasal) Ã= <Alt> 199
ã= <Alt> 198
Ç, ç [s] (stimmlos) Ç= <Alt> 128
ç= <Alt> 135
É, é [ɛ] (betont, offen)
Ê, ê [e] [] (betont, geschlossen, eventuell nasal)
Í, í [i] (betont)
Ó, ó [ɔ] (betont, offen)
Ô, ô [o] (betont, geschlossen)
Õ, õ [õ] (betont, nasal) Õ= <Alt> 229
õ= <Alt> 228
Ú, ú [u] (betont)
Ü, ü (bras.,
veraltet)
[w] nicht stummes halbvokalisches „u“ nach q oder g.
Veraltete Schreibweise, siehe unten die Fußnote zu den Buchstabenverbindungen.

Akzente wie é, è oder ê können auf einer deutschen Tastatur eingegeben werden, indem man erst die Taste für den Akzent (rechts vom ß oder links von der 1) drückt und sodann den darunterstehenden Buchstaben. Schwieriger sind Ã, ã, Ç, ç, Õ und õ. Hier kann man sich behelfen, indem man die Taste <Alt> gedrückt hält und gleichzeitig eine dreistellige Zahl auf dem separaten Ziffernblock eingibt. Der gewünschte Buchstabe erscheint dann nach dem Loslassen der Tasten. Die erforderliche Zahlenkombination ist in der obenstehenden Liste angegeben. Für ã ist also die Taste <Alt> zu drücken (und gedrückt zu halten), bis man auf dem separaten Ziffernblock 1 9 8 eingegeben hat.

Akzente, Tilde, Cedille

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Es gibt drei Akzente: den Akut (o acento agudo) ´, den Gravis (o acento grave) ` und den Zirkumflex (o acento circunflexo) ^.

Der Akut kann auf dem á, é, í, ó und ú stehen. Der Vokal mit dem Akut ist betont, bei á, é und ó zeigt er die offene Aussprache des Vokals an: [a, ɛ, ɔ]

Der Zirkumflex kann auf dem â, ê und ô stehen. Der Vokal wird betont und geschlossen ausgesprochen: [ɐ, e, o]; â und ê können bei folgendem „m“ + Konsonant oder „n“ + Konsonant auch nasaliert werden.

Der Gravis kann nur auf dem à stehen. Er zeigt an, wenn die Präposition a mit dem Artikel a, as, oder einer der Formen der Pronomens aquele verschmilzt: à, às, àquele(s), àquela(s). Ausgesprochen wird das „à“ als offenes „a“. Der Gravis zeigt nicht die Betonung an! Das Wort àquele wird auf dem ersten „e“ betont.

Die Tilde (o til), eine kleine Schlangelinie, kann auf den Vokalen ã und õ stehen, auch bei den Diphthongen (Doppellauten) ão, ãi, ãe oder õe. Sie zeigt die Nasalierung an. Bei den Doppellauten steht sie immer auf dem ersten Vokal.

Cedille (a cedilha) nennt man den kleinen Strich unterhalb des ç. Sie wird vor den Buchstaben „a“, „o“ und „u“ benutzt, um zu erreichen, dass das „c“ nicht wie [k], sondern wie [s] ausgesprochen wird.

Buchstabenverbindungen

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Buchstaben mögliche Aussprache in Lautschrift (IPA) Beispiele
ch [ʃ] (wie deutsches „sch“) chamar (rufen)
gu [gw] (vor a, o) água (Wasser)
gu [g] (meist vor e, i; das „u“ ist stumm) seguir (folgen)
gu [gw] (manchmal vor e, i) aguentar (aushalten) *)
lh [ʎ] (ähnlich „lj“ wie Familie) filho (Sohn)
nh [ɲ] (ähnlich „nj“ wie in Cognac) minha (meine)
qu [kw] (vor a, o) quatro (vier)
qu [k] (meist vor e, i; das „u“ ist stumm) que (was)
qu [kw] (manchmal vor e, i) cinquenta (fünfzig), tranquilo (ruhig) *)
rr [ʀ] (Zäpfchen-r oder stark gerolltes Zungenspitzen-r) carro (Auto)
ss [s] (stimmloses s) isso

*) Die bei den Buchstabenverbindungen „gu“ und „qu“ früher in Brasilien verwendete Schreibweise mit einem Trema auf dem „u“, um anzuzeigen, dass das „u“ als [w] ausgesprochen wird („aentar, cinenta, tranilo“), ist seit 2009 abgeschafft.