Fußball (1): Der Fünf-Meter-Raum ist fünf Meter breit

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Fußballfeld mit eingezeichneten Maßen

Der Fünf-Meter-Raum auf dem Fußballplatz müsste eigentlich Fünfeinhalb-Meter-Raum heißen. Die Fußballregeln der FIFA schreiben nämlich ausdrücklich vor, dass der Abstand zwischen der Torlinie und der Begrenzungslinie des Torraums (so heißt der Fünf-Meter-Raum offiziell) 5,50 Meter betragen muss. Diese krumme Zahl kommt durch die nichtmetrischen Maße zustande, die im Fußball-Mutterland England üblich sind. Ursprünglich betrug die Strecke 6 Yards (also 18 Fuß), und das sind genau 5,49 Meter. Bei der Übertragung ins metrische Maß gab die FIFA einen Zentimeter dazu, um die Zahl nicht allzu seltsam aussehen zu lassen. Wie man leicht nachrechnet, beträgt das Doppelte von 5,50 Meter genau 11 Meter (etwa 12 Yards), womit auch erklärt wäre, warum gerade aus dieser Distanz Strafstöße geschossen werden. Verdreifacht man die besagte Strecke, dann landet man bei 16,50 Meter (etwa 18 Yards). So breit (und nicht etwa 16 Meter) ist gemäß den FIFA-Regeln der Strafraum auf dem Fußballfeld, der daher zu Unrecht auch 16-Meter-Raum genannt wird. Allerdings kommen die Regelungen der FIFA auch nur in entsprechend von der FIFA ausgerichteten Spielen zwingend zum Einsatz und Bestimmungen der nationalen oder regionalen Fußballverbände können davon abweichen.

Fußball (2): Beim Handspiel wird der Ball mit der Hand gespielt

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Das Handspiel beim Fußball müsste eigentlich „Armspiel“ heißen. Ein Handspiel liegt nämlich immer dann vor, wenn ein Feldspieler den Ball absichtlich mit einem Teil des Arms (beispielsweise mit der Hand) spielt.

Matt: Schachspiele enden in der Regel mit einem Matt

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Partien zwischen Schach-Großmeistern enden heutzutage meist mit einem Unentschieden (Remis). Doch auch gewonnene Partien enden so gut wie nie mit einem Matt, sondern damit, dass einer der beiden Kontrahenten aufgibt. Eine Partie trotz klaren Nachteils nicht aufzugeben und stattdessen bis zum Matt weiter zu spielen, gilt unter guten Schachspielern als unsportlich.

Olympia: Während der Olympiade kämpfen Sportler gegeneinander

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Der Begriff Olympiade bezeichnet nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen, den Zeitraum, in dem Olympische Spiele abgehalten werden. Vielmehr ist mit dem Begriff der (vierjährige) Zeitraum zwischen olympischen Spielen gemeint.

Eislaufen: Durch den Druck der Eiskufen auf das Eis verschiebt sich der Schmelzpunkt so, dass das Eis schmilzt

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Der Schmelzpunkt des Eises verschiebt sich durch den Druck nur wenige Zehntel eines Grades, sodass dadurch das Eis nicht schmelzen würde. Das Schmelzen des Eises zu einem dünnen Film aus Wasser wird hauptsächlich durch die verbleibende Reibungsenergie erzeugt. (Diesen Effekt macht sich auch die Sportart Curling zunutze. Hier wird die Wärme durch Wischen des Eises mit Besen erzeugt.) Siehe auch: [1].

Schwarzer Gürtel stellt den höchsten Grad dar

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Dies trifft nicht bei allen Kampfsportarten zu. Judo ist das prominenteste Gegenbeispiel: hier werden in den 5 höchsten Dan-Graden (6. bis 10. Dan) rot-weiße bzw. rote Gürtel getragen.

In Handball/Volleyball spielt man nur mit Händen oder Armen

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Im Handball dürfen auch Feldspieler den Ball mit allen Körperteilen oberhalb des Knies berühren; im Volleyball gar mit jedem beliebigen Körperteil (außer beim Aufschlag).