Die Rennmaus/ Krankheiten und Gesundheit

Inhaltsverzeichnis:

► Haltung

Häufige Krankheiten

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Tumore, Erkältungen

Merkmale einer gesunden/kranken Rennmaus

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Gesund Krank
Aktivität Maus ist aufgeweckt und aktiv. Die Maus sitzt apathisch an einer Stelle.
Atmung Es sind keine Atemgeräusche hörbar. Die Maus atmet gleichmäßig. Es sind deutlich Klack- oder andere Atemgeräusche zu hören.
Augen Die Augen sind klar und weit geöffnet. Aus den Augen tritt Ausfluss oder Blut aus.
Fell Das Fell liegt glatt an und glänzt. Das Fell ist stumpf, struppig, fettig und glanzlos.
Fressverhalten Die Maus frisst normal und mit gesundem Appetit. Die Maus verweigert die Nahrungsaufnahme.
Gewicht Die Maus hat weder Über- noch Untergewicht und wiegt etwa 70-100g. Die Maus hat Über- oder Untergewicht.
Haut Die Haut ist je nach Fellfarbe grau bis hellrosa und glatt. Die Haut schuppt sich und/oder ist gerötet. Es sind offene Wunden zu sehen.
Kot Der Kot ist dunkel, hart, klein und trocken. Die Maus hat Durchfall und/oder Blut im Kot.
Nase Die Nase ist frei und sauber. Aus der Nase tritt Ausfluss oder Blut aus.
Trinkverhalten Die Maus trinkt hin und wieder aus der Flasche. Die Maus trinkt übermäßig häufig und viel.
Verhalten Schlaf- und Wachphasen wechseln sich regelmäßig ab. Die Maus zeigt kein aggressives Verhalten gegenüber ihren Partnern oder Menschen. Die Maus schläft ungewöhnlich viel. Sie zeigt ein verändertes Verhalten.

Der Besuch beim Tierarzt

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Bereits vor der Anschaffung von Rennmäusen sollte man sich über Tierärzte (TA) in der Umgebung informieren. So kann man bereits vorab erfragen, ob sich der TA mit Kleintieren auskennt. Des Weiteren kann man sich über Öffnungszeiten und Notdienstrufnummer informieren, so dass man diese nicht erst heraussuchen muss, wenn die Rennmaus bereits erkrankt ist. Einen guten TA kann man wie folgt erkennen:

  • er ist gut erreichbar (auch in Notfällen)
  • er führt transparente und faire Rechnungen
  • er nimmt auch Kleintierhalter ernst und macht keine abfälligen Bemerkungen wie „Ist ja nur eine Maus“
  • seine Praxis ist sauber und aufgeräumt
  • er nimmt sich Zeit, berät über alle möglichen Behandlungswege
  • er klärt ehrlich über den Gesundheitszustand des Tieres auf
  • das Tier wird respektvoll, umsichtig und artgerecht (Maus wird nicht am Schwanz hochgehoben) behandelt
  • ist er unerfahren im Umgang mit Rennmäusen, lässt sich von einem erfahrenen Halter helfen (z.B. Erklärung der Duftdrüse, richtiges Festhalten, etc.)
  • optimal ist natürlich ein TA mit Rennmauserfahrung; sollte er aber keine haben, muss dies nicht schlecht sein, wenn er bereit ist, sich mit dem Thema auseinander zusetzen

Am besten befragt man auch Verwandte oder Bekannte mit Tieren nach ihrer Einschätzung eines Tierarztes, um sich ein besseres Bild zu machen. Sollte sich ein TA als ungeeignet herausstellen, sollte man sich auch nicht scheuen, zukünftig einen anderen aufzusuchen.

Ist es einmal nötig, mit einer kranken Rennmaus zum TA zu fahren, sollte man den Transport natürlich so stressfrei wie möglich gestalten. Dazu gehört auch, die Rennmäuse bereits vorher an den Aufenthalt in der Transportbox (TB) zu gewöhnen, so dass sie nicht zu panisch reagieren, wenn man sie darin transportiert. Auch ist es sinnvoll, immer alle Rennmäuse mit zum Arzt zu nehmen, sofern es die Gruppengröße und die Verfassung der verletzten oder kranken Maus zulässt (wurde sie beispielsweise von Artgenossen verbissen oder leidet sie an einer vermutlich ansteckenden Krankheit, sollte sie natürlich allein transportiert werden) und der Umgang der anderen Mäuse nicht zu grob ist. Zum einen wirkt sich dies meist beruhigend auf das kranke Tier aus, zum anderen verhindert man so nachträgliche Streitereien wegen des Tierarztbesuchs (fremder Geruch!).

Für die Ausstattung der TB genügt es, etwas alte/s Streu/Heu aus dem Aquarium hineinzufüllen. Sollte die Maus jedoch offene Verletzungen wie Bisswunden oder ähnliches haben, ist es sinnvoller, nur Küchenrolle als „Einstreu“ zu verwenden, damit kein Schmutz in Wunde gelangt. Je nach Gesundheitszustand der Rennmaus sollte man außerdem darauf achten, dass sie sich während der Autofahrt nicht verletzen kann (durch herumschleudern). Abgesehen von einer angemessenen Fahrweise kann man hierzu die TB fast vollständig mit Einstreu/Küchenrolle füllen, so dass sich die Maus einkuscheln und nicht umfallen kann. Weiterhin ist darauf zu achten, dass das kranke Tier keinen Zug durch ein offenes Fenster oder eine Klimaanlage bzw. keinen Hitzschlag bekommt, um ihm nicht noch mehr zu schaden. Daher am besten das Auto vor der Hinfahrt abkühlen/erwärmen, so dass es für die Maus angenehm ist.

Das Wartezimmer einer TA-Praxis kann ebenfalls Stress bedeuten, wenn dort z.B. Hunde bellen oder sonstiger Lärm herrscht, deswegen sollte man zur Not draußen (bei Kälte im Auto) warten. Nach dem TA-Besuch ist es ratsam, auf direktem Wege wieder nach Hause zu fahren (nicht anders sollte es bei der Hinfahrt sein), um die Rennmaus nicht länger als nötig in der ungewohnten Umgebung zu lassen. Zurück vom TA kann man die kranke Maus in der Regel sofort wieder zu den Artgenossen setzen (sofern nicht anders vom TA verordnet!), man sollte sie jedoch beobachten, ob sich die anderen Mäuse an dem TA-Geruch stören.

Link zur Gebührenverordnung für Tierärzte, nach der sich i.A. die verlangten Preise richten sollten: http://www.vetdomain.de/Sites/gebuehrenordnung1999.htm