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ISA - Industrie Standard ArchitekturBearbeiten

Im ersten IBM-PC wurde ein 8-Bit-Bus verwendet. Diese Architektur wurde von IBM nicht patentiert und konnte deshalb von vielen Herstellern nachgebaut werden. Da es aber keine offizielle Beschreibung des Bussystems gab, waren Inkompatibilitäten häufig.

Mit der Einführung des ersten reinen 16-Bit-Prozessors i80286 war der 8-Bit-Bus veraltet, er bildete ein Nadelöhr im Datenfluss. Deswegen wurde mit dem Erscheinen der PC-AT-Klasse ein erweitertes Steckkartensystem eingeführt, der sogenannte 16-Bit ISA-Standard.

Diesmal wurde das Bussystem präzise beschrieben! Der ISA-Bus war als weitgehend abwärtskompatibel entwickelt worden, so dass auch alte 8-Bit-Steckkarten im neuen Stecksystem weiterverwendet werden konnten.

Der AT- oder ISA-Bus hat 16 Datenleitungen und 24 Adressleitungen. Die Taktfrequenz beträgt je nach Hauptplatine 4,77 oder 6 oder 8 oder 8,33 MHz. Eine Übertragungsrate von max. 7 Mbyte pro Sekunde ist möglich. Damit war der ISA-Bus optimal auf die Intel-CPU 80286 abgestimmt.

In einem 386er PC und erst recht im 486er war der ISA-Bus überfordert.

Als Nachfolger wurden der MCA-Bus und der EISA-Bus entwickelt, sie erreichten aber nur geringe Verbreitung. Für die 486er wurde der "Vesa Local Bus" als Nachfolger entwickelt, abgekürzt VLB.

In Pentium-Systemen kann der VLB-Bus nicht verwendet werden, stattdessen wird der PCI-Bus eingesetzt. Aber aus Kompatibilitätsgründen findet man auch in 486er- und Pentium- Systemen noch ISA-Steckplätze. Für einfachste Erweiterungskarten, wie Modems, Gameportkarten und Multi-I/O-Karten reicht der ISA-Bus in Pentium-I-Systemen noch aus. Allerdings bremst er das System um so mehr, je leistungsfähiger die CPU ist.

Heute ist der ISA-Bus ausgestorben, zumindest was Neuentwicklungen betrifft. Neuere Pentium-III-Systeme haben keinen ISA-Bus mehr, und spätere Systeme schon gar nicht.