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Da ich hier zum größten Teil Komponenten von anderen Seiten vorgestellt habe, kommt hier noch etwas von mir.

Ich weiß, dass jeden die komische Anordnung der Buchstaben auf der TI-Tastatur stört, außer denen, die sich die passende Tastatur von TI gekauft haben (neu ca. 40 $ Amazonas).

TheorieBearbeiten

Wer weiß, wie die Tastenabfrage funktioniert, überspringt die eingerückten Abschnitte.

 
Die Tasten sind die wichtigsten Bestandteile, neben dem Microcontroller. :)
Die Abfrage, ob eine Taste gedrückt ist, wird durch eine elektrische Matrix vorgenommen, denn es wäre unmöglich, zu jeder Taste eine Leitung zu legen.

Via Matrix werden nur 20 Leitungen gebraucht, aber wenn du nachzählst, gibt es oben sichtbar doch nur 10 Reihen, plus 5 Spalten, tja, manche Tasten müssen separat eine Leitung kriegen, wegen der komplexen Elektronik drinnen.

Der Knackpunkt an einer Tastatur ist der Microcontroller, der ganz schnell die Verbindungen der Matrix wechselt.
Welche Leitungen geschaltet sind, weiß er und errechnet bei einem Tastendruck, was für eine Taste gedrückt wird.
Letzten Endes gibt er einen Scancode aus, den der Prozessor verarbeitet. Usw.

und die PraxisBearbeiten

 
Schaltplan der TI-82-Tastatur

Es hat ziemlich lange gedauert, alle Leitungen zu verfolgen und danach noch mit gschem mal einen passenden Schaltplan zu zeichnen. Eine kurze Erläuterung zur Skizze:

Rechtecke stehen für die Anschlüsse des Mikrocontrollers.
Da dies mein erstes Werk mit gschem ist, wusste ich auch nicht recht, wie man Leitungen oberhalb der Platine darstellen konnte. Also habe ich auf die Leitungen Striche gezeichnet. Anfang und Ende der gestrichelten Leitungen stehen für die Löcher in der Platine, in die wir später Drähte ranlöten werden.
 
Vereinfachte Darstellung

Es könnte vielleicht ein Problem bereiten, wie klein die Löcher sind – nicht jeder Draht passt. Wenn du nichts Passendes hast, bestelle halt was. Achte dabei auf Isolierung.

Bevor du dir die Mühe machst und eine funktionsfähigen Anschluss herstellst, solltest du auch die Bauteile für eine Tastatur haben.

  • Auf jeden Fall genug Tasten, 107 für eine komplette Tastatur + eine breite Leertaste.

Stattdessen könnte man auch eine alte Computer-Tastatur nehmen; dabei ist die korrekte Leiterbahnanordung zu beachten. Diese kannst du dem Schaltplan entnehmen.

  • Die Tasten kannst du auf eine Platine löten.
  • ein Gehäuse.
  • (rechne gerade) Ohm: Widerstände
  • (rechne gerade) F-Kondensator
  • 50 Relais oder Optokoppler

Jetzt kommen wir an die Schnittstelle::

  • Suche erst einmal eine mindestens 20-polige Buchse und dazu einen Stecker.
  • Dünnes Kabel mit Isolation!

Sicherlich wirst du eine 25-polige Sub-D-Buchse haben (wenn nicht, überspringe diesen Abschnitt), dann musst du dich entscheiden.

Entweder ist das Metallblech, durch das die Schraube geht, aussen, sodass man einfach eine Buchse hat,
oder man hat es innen unsichtbar, dafür ist es ein Stecker. Man kann das Loch auch so präzise machen, dass auch eine Buchse passt.
Warum das Ganze?
Die Abschirmung vom Stecker schiebt sich über die Buchse, du wirst es schon sehen!

Wie immer kommt die Frage der Pinbelegung. Oha! Das kann ja heiter werden. :-) Wie immer kommt später die Frage auf, warum verdammt noch mal auf dem Pin so und so was ist und so weiter. Deswegen hier ein Beispiel von mir für eine

Sub-D 25-pol.-Verbindung
Pinnummer Bezeichnung
1 Abschirmung
2 8
3 L
4 + von der Tastatur
5 - von der Tastatur
6 + vom TI-Rechner
7 - vom TI-Rechner
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25

Löte jetzt an alle Pins die Kabel dran und zwar lang genug!
Bei 25 Kabeln kann es dauern.
Wenn du’s geschafft hast, bringst du die Buchse an die spätere Stelle an und löte einfach drauf los (du hast natürlich neben dir den Schaltplan liegen und hast dir vorher ein paar Löcher markiert).

Jetzt kannst du die passende Tastatur bauen oder weitere interne Sachen löten.