Natur und Technik für den Pflichtschulabschluss: Die fünf Sinnesorgane


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Die fünf Sinnen beziehen sich auf die fünf Sinnesorganen des Menschen: Das Auge fürs Licht, das Ohr für den Schall, die Nase fürs Riechen, die Zunge für den Geschmack, die Haut für die Berührung. In der Tat gibt es bei Menschen mehrere unterschiedliche Reize. Das Ohr ist das Sinnesorgan für noch einen anderen Reiz, nämlich fürs Gleichgewicht und die Wahrnehmung der Position des Körpers. Die Haut reagiert auf viele Reize: Temperatur, Druck, Berührung, chemische Reize, Vibrationen. Das Auge, das Ohr und die Haut haben wir an anderen Stellen beschrieben. Es bleiben noch die Zunge (allgemein einige Stellen im Mundbereich) und die Nase. Beide reagieren auf chemische Reize, der entstehende Sinn ist allerdings völlig unterschiedlich. Es gibt aber schon eine Verbindung zwischen Riechen und Schmecken, diese zwei Sinnen wirken oft ergänzend und beeinflussen manchmal einander.


GeschmacksrezeptorenBearbeiten

 
Geschmacksknospe

An der Zunge (und anderen Stellen im Mund) wurden bisher fünf (eventuell sechs) unterschiedliche Geschmacksrezeptoren für die entsprechenden Geschmacksrichtungen entdeckt: Rezeptoren für Süßstoffen, für Salze, für Säure, für Bitterstoffe, für „würzige“ Stoffe und vielleicht auch für Fett.

Die Geschmacksinformationen werden zuerst zu Regionen in der Mitte des Gehirns weitergeleitet, wo sie für Grundreaktionen sorgen. Dann landen sie wie bei jedem Sinnesorgan in bestimmten Regionen im Großhirn, die in diesem Fall zuständig fürs Geschmacksgefühl sind.

GeruchsrezeptorenBearbeiten

 
Position der Reiechschleimhaut oben in der Nase
1: Riechkolben 2: Mitralzelle 3: Viscerocranium 4: Nasales Epithel 5: Glomerula olfactoria 6: Geruchsrezeptor

Am mittleren oberen Bereich der Nase gibt es die Riechschleimhaut, wo sich vor allem die Geruchsrezeptoren befinden. Das Geruchsgefühl ist extrem kompliziert. Bis heute wurden ca. 350 unterschiedliche Geruchsrezeptoren entdeckt, die auf verschiedene Duftmolekülgruppen reagieren.

Es gibt einige Reaktionen auf Gerüche, die unbewusst stattfinden. Charakteristisch und viel stärker als bei anderen Sinnen ist beim Geruch die Angleichung, die Adaptierung an einen Geruch. Das bedeutet: Wenn wir einen Geruch lang riechen, nehmen wir ihn bald nicht mehr wahr. Andererseits reichen oft ganz geringe Menge einer Substanz in der Luft, um sie riechen zu können und etwas größere aber noch geringe Mengen, um sie zu erkennen.

Die Geruchsinformation werden zuerst zu Regionen in der Mitte des Gehirns weitergeleitet, wo sie für Grundreaktionen sorgen. Sie werden dann zum Großhirn geschickt, es gibt aber anscheinend keine Region da, die aufs Riechen spezialisiert ist.