Linux-Praxisbuch/ Linux und Windows auf einem Rechner

Oft werden Linux und Windows parallel auf einem Rechner genutzt. Wie funktioniert der Datenaustausch zwischen den beiden Systemen?

Von Linux auf Windows zugreifen

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In den neueren Versionen von Ubuntu kann man die Windowspartition einfach ins Linuxsystem einhängen. Der lesende und schreibende Zugriff auf Windowsdateien ist dann einfach möglich.

Konqueror

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Der Konqueror hat unter Linux KDE zwei Hauptfunktionen:

  • Webbrowser
  • Dateimanager

Nutzt man Konqueror als Dateimanager, kann man – je nach geladener Linuxdistribution – auch Windows-Partitionen mounten, anschauen, Dateien markieren und diese in einem Linuxverzeichnis ablegen. Das funktioniert beispielsweise mit Knoppix 4.0 auch mit dem Windows-Dateisystem NTFS sehr gut. Umgekehrt ist das Einfügen von Linuxdateien in Windows unter Knoppix 4.0 zwar möglich, wird aber als noch nicht hundertprozentig sicher eingestuft.

siehe http://www.jankratochvil.net/project/captive/

Captive ermöglicht Lese- und Schreibzugriff auf NTFS-Dateisysteme unter Linux. Dabei benutzt die Software den Original-Windows-Treiber ntfs.sys. Die benötigten Subsysteme emuliert captive, indem es die Windows-Datei ntoskernel.exe zu Rate zieht. Mittels dieser Software kann man NTFS-Filesysteme unter Linux lesend und schreibend einbinden und man kann Dateien neu erzeugen, löschen, ändern, Ordner anlegen etc.

Die Software ist kostenlos.

USB-Sticks

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USB-Sticks werden üblicherweise als FAT32-Dateisystem formatiert und lassen sich damit sowohl unter Linux als auch Windows lesen und schreiben.

Probleme ergeben sich etwa durch die Einschränkung von FAT32 hinsichtlich der Groß- und Kleinschreibung. Bei den meisten Verzeichnis- und Dateinamen gelingt es zwar trotzdem, die korrekte Schreibweise beizubehalten, besonders bei kurzen Namen gibt es aber immer wieder Probleme. Ferner gibt es Probleme, wenn nur in Groß- und Kleinschreibung unterscheidbare Namen auf FAT32 geschrieben werden sollen, etwa 'Verzeichnis' und 'verzeichnis' oder 'Datei' und 'datei'. Zumeist wird dabei der ältere Inhalt vom neueren überschrieben, aber der alte Dateiname beibehalten. Von daher ist eine persönliche Kontrolle von Namen von Verzeichnissen und Dateinamen immer dringend zu empfehlen, wenn Daten von Linux auf FAT32 und umgekehrt geschrieben werden, wobei man am besten auf FAT32 nur in leere Verzeichnisse schreibt und Inhalte von FAT32 im Dateisystem von Linux nur in leere Verzeichnisse schreibt, um Fehler zu vermeiden.

Es ergeben sich auch Unterschiede hinsichtlich der Überprüfung des Dateisystems und der Metainformationen über Verzeichnisse und Dateien. Während die gängigen Dateisysteme unter Linux sogenannte Journaling-Dateisysteme sind, bietet FAT32 dieses nicht. Auch zur Konservierung von Nutzerzuordnungen und Dateirechten eignet sich FAT32 nicht.

CDs brennen

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CDs haben ein Standard-ISO-Format. CDs, die unter Linux gebrannt wurden, sind auch unter Windows lesbar und umgekehrt.

Samba ist ein Dateiserver, der unter Linux läuft und Linux-Verzeichnisse wie Windows-Freigaben im Netzwerk bereitstellt. Auf diese Weise können Windows-Rechner (aber auch Macs) auf die Dateien unter Linux zugreifen.

Für nähere Informationen, siehe:   Samba

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Mtools ist eine Sammlung von Werkzeugen zur Bearbeitung von MS-DOS Dateisystemen auf Diskette oder Festplatte.

Die Diskette muß nicht in das Dateisystem eingebunden werden, es muß also kein mount-Kommando ausgeführt werden.

Mtools funktionieren nur mit Root-Rechten.

Beispiel

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  • In die Linuxkonsole gehen
  • Umschalten auf Rootrechte mit su
  • mtools Starten
  • mdir a: Zeigt den Inhalt einer Dosdiskette
  • mcopy welt2.zip a:\welt2.zi
    • Kopiert eine Datei welt2.zip aus dem aktuellen Linuxverzeichnis auf die Diskette
  • mren a:\welt1.jpg a:\welt2.jpg Benennt eine Datei auf der Dosdiskette um

Beschreibung:

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Unter der Sammelbezeichnung mtools verbergen sich dreizehn verschiedene Programme (Tools), von denen jedes ein MS-DOS Vorbild hat.

Dateinamen und Pfade auf MS-DOS Dateisystemen müssen mit einer Laufwerksbezeichnung beginnen. Diese ,,Laufwerke`` müssen mit den entsprechenden Gerätedateien in der Datei /etc/mtools' verknüpft werden.

Im Unterschied zu den Originalkommandos kann bei den mtools als Trenner von DOS-Verzeichnisnamen sowohl `\' als auch `/' verwendet werden. Die mtools akzeptieren auch Wildcards. Dabei gelten die Unix-Regeln. Das heißt, z. B. `*' ersetzt alle Dateien eines Verzeichnisses wie `*.*' bei MS-DOS.

Bei der Benutzung von `\' oder Wildcards muß der Pfad durch einfache Quotes eingeschlossen werden, um ihn vor der Interpretation durch die Shell zu schützen.

Die Optionen werden im Unix-Stil von einem `-' eingeleitet, nicht von einem `/' wie bei MS-DOS.

In der Datei `~/.mcwd' im Heimatverzeichnis des Benutzers ist das aktuelle MS-DOS Verzeichnis für alle mtools festgelegt. Dieses Verzeichnis kann mit dem mcd-Kommando gewechselt werden.

Autor der Mtools ist Emmet P. Gray

mtools bei GNU Project

Linux unter Windows nutzen

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Mit Cygwin kann man Programme, die ursprünglich für Linux geschrieben wurden, unter Windows laufen lassen. Grundlegende Programme kann man direkt über die integrierte Paketverwaltung installieren, bei vielen anderen ist aber eine Kompilierung aus dem Quellcode erforderlich.

Für nähere Informationen siehe   Cygwin.

Cooperative Linux

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Cooperative Linux ist eine Alternative zu Cygwin. Der Unterschied zwischen Cygwin und Cooperative Linux ist, dass für Cygwin die Programme für Linux portiert wurden, während bei Cooperative Linux der Linux kernel als Anwendung für Windows portiert wurde, aber die Anwendungsprogramme unveränderte Linux Programme sind. Cooperative Linux ist also tatsächlich ein vollständiges Linux, dass anstatt die Hardware direkt anzusprechen das Windows Betriebssystem verwendet um auf Geräte zuzugreifen. Eine Linux Distribution für Cooperative Linux ist beispielsweise andLinux.[1]

Für nähere Informationen siehe   Cooperative Linux.

Lesen und Schreiben von Linux-Dateien als Windowsnutzer (Windows 9x/ME und Windows NT/2000/XP/Vista)

Windows-Subsystem für Linux

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Eine Subsystem von Microsoft: https://learn.microsoft.com/de-de/windows/wsl/

Weitere Windowsprogramme für den Zugriff auf Linuxdateisysteme

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  • Explore2fs, schnell und unkompliziert
  • Ext2fsnt, EXT2IFS oder Ext2fsd
  • rfstool für den Zugriff auf ReiserFS-Partitionen

Referenzen

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  1. http://www.andlinux.org/