Gitarre: Folkslieder und Folksongs Liedvorschlag für: Gitarre: Dm

Hebräisches Volkslied Bearbeitet von Mjchael u.a.

HAWA NAGILA

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1
[E] Hawa nagila, hava nagila, [Am] hawa nagila [E] wenis mecha,
[E] Hawa nagila, hava nagila, [Am] hawa nagila [E] wenis mecha,


2
[E] Hawa neranena, [Dm] hawa neranena,
hawa neranena :[E] wenis mecha.
[E] Hawa neranena, [Dm] hawa neranena,
hawa neranena :[E] wenis mecha.
3
[Am] U - ru, uru achim,
[Am] ur`achim belew sameach, ur`achim belew sameach,
[Dm] ur`achim belew sameach, ur`achim belew sameach,
ur`ach-[E] im - ur´achim –
belew sa-me-[Am] ach.

Eine eigenartige Tonart

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Dieser Artikel wird bei Gelegenheit in ein Kapitel über Kirchentonarten ausgelagert.

Bei Liedern, die mit E-Dur beginnen und enden, kann man einfach mal vermuten, dass es auch die Tonart E-Dur ist. Meistens hat man damit recht. Aber hier passt es nicht. Bei der Tonart E-Dur erwartet man noch die Akkorde A-Dur für die Subdominante und H7 für die Dominante. Als zusätzliche Mollakkorde würde man noch F#m, C#m oder G#m erwarten, aber nicht Am und Dm. Die Akkorde dieses Liedes passen also nicht zu der Tonart E-Dur. Es passt auch zu keiner Dur-Tonart, wo E-Dur als Dominante oder Subdominante vorkommt.

Man könnte ja einmal spekulieren, dass es sich um eine Variation der Tonart E-Moll handelt. Doch bei der Tonart E-Moll würde man wie bei der parallelen Dur-Tonart G-Dur noch den Akkord D und Hm oder zumindest ein H7 erwarten, aber kein Dm. Also kann es auch kein E-Moll sein.

Betrachtet man einmal die Akkorde ganz für sich allein, und betrachtet man einmal die Töne des Liedes, dann würde man dieses Lied der Tonart A-Moll zuordnen. Genauer: Es wäre die Tonart A-Moll-harmonisch. A-Moll hat für sich allein die Akkorde Am Dm Em Am. A-Moll-harmonisch hat die Akkorde Am Dm E(7) Am. Mit der Tonart A-Moll-harmonisch hätte man alle Akkorde und letztlich auch alle Töne des Liedes erklärt. Nur hat man bei diesem Lied nicht den Eindruck, dass hier der A-Moll-Akkord vorherrscht, sondern dass der E-Dur-Akkord (der ja eigentlich nur die Dominante von A-Moll ist) das Regiment übernommen hat.

Doch wie bezeichnet man eine solche Tonart? Der Einfachheit halber untersuchen wir mal nicht das Verhältnis des E-Dur-Akkordes zum A-Moll-Akkord, sondern wir sehen uns einmal die parallele Dur-Tonart an.

Für dieses Lied merken wir uns einfach, das dieses E-Dur der dritten Akkordstufe der Tonart C-Dur entspricht. Allerdings verhält sich hier die dritte Akkordstufe nicht wie die Dominantenparallele und ist im dezenten Moll, sondern sie hat sich wie in der Tonart A-Moll ein klein wenig aufgemotzt.

Von diesem Hintergrundwissen betrachten wir das Lied noch einmal.

  • Die Akkorde und Töne entsprechen in etwa der Tonart C-Dur.
  • Die dritte Tonstufe von E-Dur ist zu einer Art Zwischendominante geworden, wie wir es bei der Tonart A-Moll-Harmonisch gewohnt sind.
  • Diese dritte Tonstufe der Tonart C-Dur bildet das Tonale Zentrum dieses Liedes.

Wir haben es hier mit einer Kirchentonart zu tun. Man nennt diese Tonart E-phrygisch. Sie hat genau die gleichen Akkorde und Töne wie eine C-Dur-Tonleiter. Es ist üblich die Kirchentonarten immer mit einer normalen Dur-Tonleiter zu vergleichen. Damit wäre Phrygisch die dritte Stufe der Kirchentonleitern. Die besondere Eigenheit dieser Kirchentonleiter hier im Lied ist, dass sie sich nicht mit den Tönen der C-Dur-Tonleiter begnügt, sondern die Harmonien der parallelen Molltonart übernimmt. Aus diesem Grund wurde aus dem E-Moll der C-Dur-Tonleiter ein E-Dur, genau wie es bei der Tonart A-Moll-harmonisch geschieht.

Charakteristisch für den orientalisch anmutenden Höreindruck ist die kleine Sekunde, also der Halbtonschritt vom Grundton E zum nächsten Ton F. Dieser Intervall kommt üblicherweise nicht bei Dur-Akkorden vor. Bei den einfachen Mollakkorden kommt dieser Intervall nur bei der Dominanten-Parallele vor (dritte Akkordstufe einer Durtonart).

Die Tonart bezeichnet man am besten als phrygisches Dur oder phrygisch dominant weil sich der E-Dur-Akkord ähnlich wie eine Dominante in der Tonart A-Moll verhällt. Der phrygisch-dominate Modus ist aber auch als spanisch- jüdische Tonleiter bekannt.

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