Innere Medizin kk: Hypercalcemie

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Bei der  Hyperkalzämie ist der  Calciumspiegel im Blut erhöht.

Titel Krankheitsnummer ( ICD )Bearbeiten

Definition engl Bezeichnung + AbkürzungenBearbeiten

DefinitionBearbeiten

Gesamtcalcium >   2,7 mmol /l 
ionisiertes, freies Calcium > 1,3 mmol/l

AbkuerzungenBearbeiten

  • Ca Calcium
  • Ca++ ionisiertes Calcium

EinteilungenBearbeiten

Ätiologie UrsachenBearbeiten

Reihenfolge der Ursachen einer Hypercalcämie nach ungefährer Häufigkeit

  • paraneoplastischer Hyperparathyreoidismus bei malignen Tumoren mit und ohne Knochenmetastasen
    • Mamma-, Bronchial-, Nierenzellkarzinom, multiples Myelom, Leukämien, maligne Lymphome
  • Primärer Hyperparathyreoidismus
  • Vitamin-D-Intoxikation
  • Sarkoidose
  • Immobilisation
  • Hyperthyreose
  • Addison-Krise
  • Milchalkalisyndrom
  • Nebenwirkung einer Therapie mit Thiaziden oder Lithium

Epidemiologie Statistik KostenBearbeiten

Pathologie PathophysiologieBearbeiten

Symptome und KlinikBearbeiten

  • Bradykardie
  • Hyporeflexie
  • Schwäche
  • Exsikkose die subjektiv wenig bemerkt wird
  • Erbrechen
  • Nephrolithiasis
  • Diabetes insipidus
  • Weichteilverkalkungen
  • hypercalcämische Krise
  • Coma
  • Tod

DiagnostikBearbeiten

TherapieBearbeiten

ÜbersichtBearbeiten

  • keine Therapie bei leichter Form
  • Ursache beseitigen
  • Calcitonin iv
    • schnell wirksam
  • forcierte Diurese
  • 5000 ml NaCl 0,9 in 24 h + Furosemid iv
    • Kaliumkontrolle notwendig
  • Biphosphonate zb Zoledronsäure iv
  • Cortison iv

Therapie der bedrohlichen HypercalcämieBearbeiten

  • ein Gesamtcalcium von 3,5 mmol/l und mehr entspricht einer hyperkalzämen Krise.
    • eine umgehende Senkung des Calciumsspiegels ist notwendig.
    • eine intensivmedizinische Überwachung und Therapie ist notwendig
  • intravenöse Gabe von Flüssigkeit
    • Bei den meisten Patienten mit Hyperkalzämie liegt eine Exsikkose vor.
    • 2 - 5 Liter Ionosteril iv / 24 h als forcierte Diurese
  • Schleifendiuretika iv unter oder nach Exsikkoseausgleich
    • zb 20 - 40 mg Furosemid iv pro 1000 ml Ionosteril
    • es wird die Calcium- und Flüssigkeitsausscheidung über die Niere vermehrt

Verlauf und PrognoseBearbeiten

FälleBearbeiten

Fall 1 Bedrohliche Hypercalcämie unter Calcium 600 mg, Torasemid, Xipamid und VerapamilBearbeiten

Eine Patientin mit dekompensierter Herzinsuffizienz bekommt seit Jahren Calcium 600 mg oral. Sie bekommt dann wegen hydropische Dekompensation bei Rechtsherzinsuffizienz Torasemid und Xipamid . Unter dieser Therapie steigt das Kreatinin kontinuierlich bis 3 an. Parallel dazu steigt der Calciumspiegel auf 3,5. Eine Tachyarrhythmie wird erfolgreich mit Verapamil 3 * 80 in einen normfrequenten SR von 80 / min überführt. Was ist die Hauptursache für die ansteigenden Nieren- und Calciumwerte ? Die Patientin wird auf die Überwachungsstation übernommen. Die oralen Diuretika werden abgesetzt. Sie erhält 2000 ml Ionosteril in 12 h + 40 mg Furosemid iv.

Geschichte der KrankheitBearbeiten

Experten + KrankenhaeuserBearbeiten

SelbsthilfegruppenBearbeiten

Fragen,AnmerkungenBearbeiten

Kann Xipamid eine Hypercalcämie verursachen ?Bearbeiten

Kann Verapamil eine Hypercalcämie verursachen ?Bearbeiten

Kann Torasemid eine Hypercalcämie verursachen ?Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • The diagnosis and management of hypercalcaemia
    • S. Minisola, J. Pepe, S. Piemonte, C. Cipriani:
  • Tumorinduzierte Hyperkalzämie
    • 3.Hochspringen ↑ O. Hopfer, A. Gawliczek, M. G. Kiehl:
  • Hypercalcemic crisis : a clinical Review
    • Ahmad, G. Kuraganti, D. Steenkamp
  • Hypercalcemic crisis in intensive care
    • Dtsch Med Wochenschr. 2012 May;137(21):1100-4. doi: 10.1055/s-0032-1304961. Epub 2012 May 15.
      • Haap M, Tschritter O, Artunc F, Rettig I, Riessen R.

LinksBearbeiten