Ing: GdE: Kapazität und Bauform

Ein Kondensator besteht aus zwei leitenden Schichten. Durch ein Dielektrikum (=Isolator) sind diese Schichten voneinander getrennt.

Kondensatoren können sehr verschieden aufgebaut sein. Wichtige Arten sind:

Plattenkondensator

Plattenkondensator

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Dies ist die einfachste Form eines Kondensators, denn er besteht nur aus zwei gegenüberliegenden Platten. Dabei dient die Luft als Dielektrium. Es gibt sie nur für Lehrzwecke.

 
Keramikkondensator

Keramikkondensator

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Auf eine Isolierschicht aus Keramik werden sehr dünne leitende Schichten aufgedampft. Keramikkondensatoren sind induktionsarm.

Siehe auch:   Keramikkondensator mit Fotogalerie

Kunststoff-Folienkondensator

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Auf zwei sehr dünnen Kunststofffolien befindet sich je eine Metallschicht. Diese Schichten werden zu einem Wickel aufgewickelt, wobei die Metallschicht/Metallisierung seitlich aus dem Wickel herausragt und kontaktiert werden kann. Kunststoff-Folienkondensatoren haben dadurch, dass jede Lage kontaktiert wird, extrem geringe ohmsche Verluste.

Siehe auch:   Kunststoff-Folienkondensator

 
Elko

Elektrolytkondensator

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Der negative Pol ist eine leitenden Flüssigkeit (Elektrolyt), die sich in einem saugfähigen Papier befindet. Der positive Pol ist eine Aluminiumfolie. Die Isolation ist eine dünne Schicht aus Aluminiumoxyd. Deswegen haben Elektrolytkondensatoren einen Plus- und einen Minusanschluss. Bei Verpolung wird die Oxydschicht von den Kationen des Elektrolyten (Säurerest) aufgefressen. Der Strom steigt an und der Kondensator erhitzt sich bis zu Verdampfung des Elektrolyten. Dann kommt es zur Explosion des Kondensators.

Hinweis: Was ist ein Elektrolyt? Ein Elektrolyt ist ein Lösungsmittel, in dem Salze, Säuren und Laugen aufgelöst sind, die für eine Ionenleitfähigkeit sorgen. Dabei zerfallen die Moleküle in zwei Teile: ein positiv geladenes Metallion oder Wasserstoffion und ein negativ geladener Säurerest (z. B. SO4) oder OH-Gruppe.

Siehe auch:   Elektrolytkondensator mit Fotogalerie

 
Doppel-Drehko aus einem MW-Radio, ca. 1970

Drehkondensator

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Der Kondensator besteht aus zwei Plattensätzen, die kammartig ineinandergreifen. Der drehbare Plattensatz kann in den feststehenden Plattensatz hineingedreht werden. Dadurch wird die Kapazität erhöht. Meist dient Luft als Dielektrikum. Früher wurden Drehkos in Radios zur Senderwahl verwendet, heute nimmt man   Kapazitätsdioden dafür. Drehkos werden nur noch für spezielle Anwendungen eingesetzt.

Siehe auch:   Variabler Kondensator mit Fotogalerie