Auf dieser Seite sollen Kommentare und Erläuterungen stehen, warum die Regeln so sind, wie sie sind. Die meisten Argumente sind auf diversen Diskussionsseiten verteilt.

Lehrbuchcharakter

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Wir sind hier an die Vorgaben des Betreibers dieses Web-Projekts, der Wikimedia-Foundation, gebunden, auch wenn ein Buch einen sehr informativen und wertvollen Eindruck macht. Wenn wir zu starke Abweichungen vom Lehrbuchcharakter tolerieren, muss das Buch wahrscheinlich irgendwann gelöscht werden. Vor einiger Zeit mussten beispielsweise auf Weisung „von oben“ alle Komplettlösungen von Computerspielen gelöscht werden. Am 24. August 2006 ist die   Wikiversity gegründet worden, und Wikibooks wird als die Bibliothek der Wikiversity angesehen. Aus diesem Grund gibt es verstärkte Anforderungen an Anleitungen und lehrreiche Materialien, was den Lehrbuchcharakter betrifft.

Was wird aber genau unter einem Lehrbuch verstanden?

Ein Lehrbuch ist eine spezielle Form des Sachbuchs, das für den Unterrichtsgebrauch verwendet wird, vgl.   Lehrbuch. Diese Definition passt allerdings nicht ganz auf das, was laut Wikimedia Foundation hier entstehen soll. Sie beschreibt Wikibooks insbesondere als ein Projekt für textbooks. Dafür ist die passendste Übersetzung Lehrbuch, auch wenn sie nicht so umfassend ist wie der englische Begriff. Deshalb lassen wir hier auch „normale“ Sachbücher und Fachbücher zu.[1] Dies ist auch geboten, da textbook nur ein Beispiel für das Ziel ist: eine Sammlung freier E-Bücher (a collection of free e-book resources).

Im hiesigen Jargon werden alle Bucharten unter dem Begriff „Lehrbuch“ zusammengefasst.

Gesichertes Wissen

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Erläuterung

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Wikibooks dient nicht der Theoriefindung. Theoriefindung ist dabei, kurz gesagt, das Einbringen einer (eigenen) Meinung in ein Buch. Als Meinung zählen Theorien, Interpretationen, Daten, Statistiken, Methoden, Konzepte und Argumente, die nicht durch Literatur nachprüfbar sind. Unter Literatur sind auch Aufsätze in Fachzeitschriften zu verstehen. Diese Liste ist im Zweifel nicht erschöpfend.

Durch dieses Verbot „Theorien zu finden“, ist nur gesichertes, also verlässliches Wissen darstellbar. Gesichertes Wissen ist etabliertes Wissen, also Wissen, das von der breiten Masse an Meinungen getragen wird. Das verhindert jedoch nicht, dass verschiedene Meinungen dargestellt werden. Sie müssen lediglich vertretbar und von den jeweiligen „Gegnern“ als Standpunkt akzeptiert sein.

An Schulen und Universitäten wird gesichertes Wissen gelehrt. Abschließend wird in Master- und Diplomarbeiten, Referaten und Hausarbeiten das vermittelte Wissen überprüft. Deshalb gibt es normalerweise keine Einwände, derartige Arbeiten auf Wikibooks zu veröffentlichen.

Hintergrund

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Wir wollen verlässliches Wissen. Wenn beispielsweise ein Schüler, Lehrling oder Student sich mit einem Wiki-Lehrbuch auf eine Prüfung vorbereitet hat, soll er nicht deshalb durchfallen, weil er eine Privattheorie für den Stand der Wissenschaft gehalten hat. In einem Lehrbuch darf durchaus ein Anteil „weniger gesichertes“ Wissen enthalten sein, wenn es als solches gekennzeichnet ist. Ob der Anteil an gesichertem Wissen in deinem Buchprojekt hoch genug ist, musst du selbst einschätzen, bevor du mit der Arbeit beginnst. (siehe auch: Wikipedia:Keine Theoriefindung)

Wikibooks ist nicht der Abstellraum der Wikipedia

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In der Wikipedia wird immer mal wieder vorgeschlagen, zu lang gewordene oder nicht im Lexikon-Stil geschriebene Artikel nach Wikibooks auszulagern. Dabei wird meist nicht berücksichtigt:

  • Wir wollen hier Lehrbücher haben, nicht irgendwelche Abhandlungen, Buchzusammenfassungen oder ähnliches. Auch hier werden Bücher nach einer Löschdiskussion gelöscht, wenn sie die Relevanzkriterien nicht erfüllen.
  • Ein Lehrbuch hat einen völlig anderen Aufbau als ein Lexikonartikel. Alles Wesentliche zum Thema muss im Text des Lehrbuchs enthalten sein. Weil das Endziel eines Buches die (Papier-)Druckversion ist, müssen fast alle vorhandenen Links auf die Wikipedia aus dem laufenden Text entfernt werden, nur im Anhang eines Kapitels könnten einige Links sinnvoll sein.
  • Wir haben hier noch zu wenige Autoren, so dass sich bei spezielleren Themen niemand findet, der an dem Artikel weiterarbeitet. Wenn aber der oder die Autoren „mitkommen“, kann ein gutes Wikibook entstehen.

Erläuterungen für PDF-Dateien

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Schon wegen der Nutzungsbedingungen gilt grundsätzlich die Regel:

Zuerst wird ein Buch erstellt; die Texte fallen unter eine der Lizenzen CC-BY-SA-3.0 und/oder GFDL. Beim Schreiben des Buches ist die Mitarbeit aller WB-Nutzer möglich und (teilweise) erwünscht. Darauf aufbauend kann oder soll ein vollständiges Buch als PDF-Datei entstehen.

Ab und zu kommt es vor, dass ein Autor ein (mehr oder weniger) fertiges Buch als PDF-Datei hochlädt, ohne dass die Inhalte des Buches zur Verfügung stehen oder bearbeitet werden können.

Dieses Vorgehen ist möglich, aber eigentlich unerwünscht. Es wird hingenommen, wenn die folgenden Regeln eingehalten werden:

  1. Die PDF-Datei muss von vornherein den Nutzungsbedingungen entsprechen: freie Lizenz für die Inhalte (Text und Bilder), weitere Bearbeitung und Nutzung gemäß CC-BY-SA-3.0 oder GFDL möglich. Lizenz und freie Verfügbarkeit müssen bereits in der PDF-Datei enthalten sein und sind beim Hochladen der Datei ausdrücklich zu bestätigen.
  2. Da eine PDF-Datei praktisch nicht "im Netz" bearbeitet werden kann, Wikibooks aber für die Bearbeitung durch jeden Nutzer vorgesehen ist, muss entweder „gleichzeitig“ oder wenigstens nach und nach der Quelltext in einem offenen Format zur Verfügung gestellt werden, ist also im Wiki-Format als eigenständiges Wikibook zu speichern.
  3. Wenn zuerst die PDF-Datei kommt, erhält der Autor Zeit, um die Wiki-Texte aufzubereiten. Ähnlich wie bei einem Buchkandidaten hat er dafür mindestens drei Monate Zeit.

Wenn ein Autor eine PDF-Datei hochlädt, ohne gleichzeitig die Inhalte im Wiki-Format einzustellen, wird er auf diese Regeln hingewiesen. Wenn die Inhalte in angemessener Zeit kommen, ist alles in Ordnung. Wenn die Inhalte zu langsam gespeichert werden oder zu große Lücken bleiben, muss die Autorin damit rechnen, dass die PDF-Datei wieder gelöscht wird.

Fußnoten

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  1. Ein Sachbuch ist dabei ein Buch, was ein bestimmtes Sachthema für ein Laienpublikum dastellt. Fachbücher sind Bücher, die ein Sachthema für den Spezialisten des Faches darstellt.