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Wenn Sie eine neue Webseite erstellen, stehen am Anfang einige Fragen:

  • Zielgruppe: an wen richtet sich die Seite?
  • Technik: welche Basis soll für die Seite genutzt werden?
  • Inhalte: was soll den Besuchern präsentiert werden?
  • Pflege: wer soll die Seite pflegen? Und wie oft?

Mit „Inhalt und Pflege“ beschäftigen wir uns in den nächsten Kapiteln.

Die ZielgruppeBearbeiten

Jede Webseite hat eine potentielle Zielgruppe. Diese reicht von einer oder wenigen Personen bis zu einem internationalen Publikum.

Beispiele für mögliche Seiten, Inhalte und Zielgruppen:

  • persönliche Seite: oft Passwort-geschützt, bspw. eine Zusammenstellung von Links für den Eigengebrauch. Zielgruppe ist hier die eigene Person.
  • Selbstdarstellung: die Zurschaustellung der eigenen Person mit Lebenslauf, Publikationsliste, Arbeitsproben usw. Zielgruppe: Kunden/Personalchefs.
  • Vereinsseite: Termine, Bilder, Infos für Neumitglieder, Neuigkeiten, oft auch ein interner Mitgliederbereich. Zielgruppe sind Vereinsmitglieder und Interesseten, evtl. die örtliche Presse.
  • Firmendarstellung: Produkte und Bestellmöglichkeiten, Firmengeschichte, Mitarbeiter/Anspechpartner, Kontaktmöglichkeiten, Stellenangebote, ... Zielgruppe: Kunden, Bewerber, ...

Es lassen sich noch unzählige weitere Beispiele finden.

Bevor Sie weiterlesen, stellen und beantworten Sie die Frage: Wer ist meine Zielgruppe?

Wenn Sie eine bereits bestehende Seite übernehmen, sollten Sie einen Blick in die Zugriffs-Logs werfen und schauen, ob ein oder mehrere Tools im Einsatz sind, die Ihnen Statistiken über Zugriffszahlen, geographische Verteilung usf. liefern können. Bietet die Seite den Besuchern Möglichkeiten zur Kommunikation wie Gästebücher, Forum oder ähnlich? Schauen Sie sich an, was bereits über die Seite gesagt wurde. Was wird gelobt? Was wird kritisiert? Was muss dringend verbessert werden? Haben Sie einen Auftraggeber sind dessen Wünsche natürlich auch zu erfragen und zu berücksichtigen. Führen Sie zudem eine Suche mit dem Namen der Seite/der Firma/des Sportvereins/… durch. Welche Dokumente finden Sie? Enthalten diese positive oder negative Aussagen über die Firma?

In jedem Fall sollten Sie schauen, ob es Referenz-Seiten gibt. Fragen Sie ein paar Bekannte, welche Seite ihnen zu dem Thema Ihrer Seite als erstes einfällt. Bspw. hat sich Google in Deutschland als Suchmaschinen-Standard etabliert. Schauen Sie sich diese Seiten an. Welche Inhalte sind auf diesen Seiten vorhanden? Wie werden diese Seiten rezipiert? Denken Sie daran, dass Sie Besucher durch die Qualität Ihrer Seite erreichen wollen. D.h. es ist Ihr Ziel, besser als oder zumindest gleichwertig zu den Referenz-Seiten zu sein. Schreiben Sie also eine Liste, was Sie für Ihre Seiten brauchen und was Ihre Seite vor allen anderen auszeichnen könnte. Selbst wenn sie nicht in direkter Konkurrenz zu anderen Seiten stehen (als Beispiel sei wieder der lokale Sportverein angeführt) sollten Sie trotzdem schauen, was ähnliche Seiten auszeichnet. Vergessen Sie aber nie, dass Sie nicht einfach kopieren können. Zum einen bekommen Sie schnell Probleme mit dem Urheberrecht, zum anderen gibt es für Besucher keinen Grund, die Kopie an Stelle des Originals zu besuchen.

TechnikBearbeiten

 
Beispiel für ein Backend (WordPress)

Wurden Webseiten in den Anfangsjahren des World Wide Web (WWW) per Hand geschrieben, werden heute fast nur noch Content-Management-Systeme (wörtl. „Inhalt-Verwaltung-Systeme“, CMS) verwendet. Ein CMS besteht oft aus zwei Teilen,

  1. dem Frontend, die Seite, die Ihre Besucher sehen
  2. und dem "Backend", mit dessen Hilfe die Seite bearbeitet werden kann

Es gibt unterschiedliche Arten von CMS, jede mit unterschiedlichen Anwendungsarten:

  • Typo3 und Joomla als Beispiele für die „Alleskönner“, die mit Hilfe von Erweiterungen
  • Mediawiki als Beispiel für Wikis, die als „Zettelkasten“ mit flachen Hierarchien und offen für Alle angelegt sind
  • Wordpress als Beispiel für Blogs, darauf angelegt, Artikel in zeitlicher Reihenfolge darzustellen
  • Foren, um Nutzern die Möglichkeit zur Diskussion zu geben

Die Entscheidung für ein CMS kann von mehreren Faktoren abhängig gemacht werden:

  • Kosten: es gibt sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige CMS
  • Einsatzzweck: braucht die Firmenhomepage ein Forum? Der Sportverein ein Wiki? Ihre persönliche Seite ein Blog?
  • Vertrautheit: müssen Sie sich in die Software einarbeiten oder kennen Sie sie in- und auswendig
  • Pflege: wird die Software gut (oder überhaupt) gepflegt, d.h. werden Updates für Sicherheitslücken bereitgestellt?
  • Anforderungen: braucht das CMS spezielle Software, um zu funktionieren? Falls ja, können Sie diese Software installieren (und warten)?