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Haltung von Süßwassergarnelen: Für welche Personen eignen sich Garnelen?

Für welche Personen eignen sich Garnelen?Bearbeiten

Garnelen werden gelegentlich auch als die anspruchsloseren Fische bezeichnet. Jeder der mal ein paar Kardinalsgarnelen gehalten hat wird wissen, dass dem keineswegs so ist. Aber wie anspruchsvoll sind Garnelen denn nun und sind sie auch für Kinder geeignet, wie sie ja manchmal angeboten werden?

Wie schwierig sind Garnelen in der Handhabung?Bearbeiten

Wie für die meisten Dinge im Leben gibt es auch hier keine eindeutige Antwort. Wahr ist, dass Garnelen omnivore, das heißt alles fressende Lebewesen sind, die durchaus auch mal ein paar Tage ohne Futter auskommen können. Wahr ist aber auch, dass Garnelen auf manche Stoffe sehr empfindlich reagieren und dass manche Garnelen sehr anspruchsvoll sind, was die benötigten Wasserwerte angeht. Man sieht also, dass die Garnelen keineswegs die besseren Fische sind, sondern auch hier gibt es relativ einfach zu haltende Arten und Arten, die viel Erfahrung und ein geschicktes Händchen erfordern. Eine (nicht allwissende) Einschätzung der Schwierigkeit der verschiedenen Süßwassergarnelenarten gibt es in der Übersicht handelsüblicher Süßwassergarnelen. Alles in allem lässt sich sagen: man kann mit Garnelen streng klimatisierte Kelleranlagen füllen, deren UVC-gefiltertes Wasser selbständig gewechselt wird, aber auch im 54l Becken der Studenten-WG würden sie wohl überleben.

Garnelen und Kinder?Bearbeiten

Hin und wieder trifft man in sogenannten Zoofachgeschäften auf irgendwelche Kinderbecken, in der Regel aus Plastik, mit noch mehr Plastik zur Dekoration. Seit neustem gibt es diese Kinderbecken vermehrt auch mit vermeintlich anspruchslosen Garnelen. Man sollte hier Garnelen nicht mit Urzeitkrebsen aus dem Yps-Heft verwechseln, auch wenn sie eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen. Garnelen sind, genauso wie Fische und alle anderen Aquarienbewohner, in erster Linie Lebewesen, die regelmäßig versorgt und gepflegt werden müssen! Natürlich ist auch ein Kind in der Lage, regelmäßig Futter ins Becken zu geben, allerdings sollten die ersten Schritte in jedem Fall immer gemeinsam gemacht werden und auch in der weiteren Pflege sollte ein älterer Ansprechpartner (Eltern, ältere Geschwister) zur Verfügung stehen, der einen gewissen Hang zur Aquaristik verspürt und bei Bedarf mal einen Blick ins Becken werfen und aktiv eingreifen kann, falls nötig.

Bedenken Sie bitte auch, dass ein voller Wassereimer je nach Alter des Kindes sehr sehr schwer sein kann und nicht zu unvorsichtig oder grobmotorisch (dabei ist es meistens ein Problem der Kraft, statt des Verständnisses) ins Becken geleert werden sollte, da sonst die komplette Unterwasserlandschaft bald einer Mondlandschaft ähneln wird. Ebenfalls beachten sollten Sie, und das sollten Sie sich und Ihrem Kind vorher klarmachen, dass Garnelen nur zum Anschauen da sind; zwar kann man mal beim Füttern die Finger ins Becken strecken, aber eine Garnele wird nie so kuschelig weich sein wie ein Meerschweinchen oder Kaninchen, das man auf dem Arm durch die Wohnung tragen kann.

Garnelen und Urlaub?Bearbeiten

Eine Frage, die sich früher oder später viele Aquarianer stellen, ist: Was mache ich mit dem Becken, wenn ich in Urlaub bin oder längere Zeit niemand Zuhause ist? Machen Sie sich vorher darüber Gedanken! Prinzipiell gibt es beim Aquarium doch einige Möglichkeiten, die Fütterung zu automatisieren, aber auch das Wasser will spätestens nach einem Monat mal gewechselt werden und für die Lebewesen im Becken wäre es nicht schlecht, wenn mal ab und zu einer vorbeikommt und ein Auge auf sie und die Wasserchemie wirft. Der große Nachteil hierbei ist, dass man ein Aquarium nicht mal eben zu Bekannten bringen kann (und soll), sondern diese müssen her kommen.

Aus eigener Erfahrung kann ich (--De Mike 333 12:49, 31. Okt. 2011 (CET)) hier sagen, dass Garnelen durchaus mal zwei Wochen alleine sein können, wenn es sein muss. Die Garnelen finden schon was zu fressen, am besten geben Sie vorher etwas "Depot"-Futter (z.B. Blätter, Hölzer oder "Urlaubstabs" für Fische) ins Becken. Aber glauben Sie mir, Sie fühlen sich einfach besser, wenn Sie wissen, dass das Becken noch ganz und das Wasser nicht gekippt ist.