Bürgerwissen Deutschland/ Deutschland und die Deutschen/ Nachbarn

EinführungBearbeiten

Deutschland hat 9 direkte Nachbarländer. Alphabetisch sortiert sind dies die angrenzenden Länder:

Das Verhältnis zu Deutschlands direkten Nachbarn gestaltete sich in der deutschen Geschichte oftmals problematisch, kann aber im Verhältnis zu den meisten Nachbarn heutzutage aber als zunehmend entspannt angesehen werden. Dies ist wohl zurückzuführen auf das gemeinsame Wiederaufbauwerk der jüngeren Generationen (siehe hierzu z.B. den Artikel über die Aktion Sühnezeichen, die vielen Austausche im Rahmen von Städtepartnerschaften, den europäischen Einigungsprozess sowie die umfangreiche Reisetätigkeit der Europäerinnen und Europäer.

Besonders gut kann sicherlich das Verhältnis zu den westlichen Nachbarländern angesehen werden, mit den die Bundesrepublik schon länger in der europäischen Gemeinschaft ist, das sind Dänemark, die Benelux-Staaten und Frankreich. Allein schon durch die gemeinsame Sprache ist auch das Verhältnis zu Österreich und der Schweiz sehr entspannt.

Etwas schlechter ist allerdings auch heute noch das Verhältnis zu den Ländern Tschechische Republik und Polen:

Von deutscher Seite ist die Vertreibung in den und die Landnahme der ehemaligen deutschen Ostgebiete (insb. Schlesien, Ostpreußen sowie großer Teile Pommerns als Folge des zweiten Weltkrieges nach wie vor, zumindest in Teilen der konservativen Bevölkerungsschicht sowie bei den Vertriebenen, ein problematisches Kapitel.

Auf der polnischen und tschechischen Seite ist natürlich auch die Erinnerung an die großen Verbrechen der Nationalsozialisten noch lebendig: bei den polnischen Juden gab es wohl besonders viele Holocaust-Opfer, auf tschechischer Seite im Sudetenland gab es die ersten "judenfreien Städte" (noch vor dem Anschluß). Vor der Vertreibung der Deutschen gab es eine andere Vertreibung. Beispielsweise betrieben die Deutschen die Germanisierung des Sudetenlandes. Nur 300 000 Tschechen durften bleiben, da sie für kriegswichtige Rüstungsproduktion gebraucht wurden. Auch deutsche Alleingänge, wie der kürzlich beschlossene Bau einer Gaspipeline zwischen Deutschland und Rußland, werden mit Mißtrauen aufgenommen.

Weshalb gab es aber in der ersten Hälfte solche Spannungen in Europa, daß es zu so einem Völkerhaß kommen konnte? Wie kann man es erreichen, daß das Verhältnis zu den Nachbarn dauerhaft gut bleibt bzw. besser wird? Diesen beiden Fragen sollen die folgenden Kapitel nachgehen.

Deutschlands Zersplitterung als Bestandteil seiner GeschichteBearbeiten

Deutschlands erste EinigungBearbeiten

Völkerhaß und zwei WeltkriegeBearbeiten

Vertreibung, Entspannung, Europäisierung und zweite EinigungBearbeiten

Aktuelle Verhältnisse zu unseren Nachbarn und Ansätze für eine BesserungBearbeiten

Verhältnis zu PolenBearbeiten

Reaktion maßgeblicher Polen auf das in Berlin geplante w:Zentrum für Vertreibung.

Ostsee-Gaspipeline.

Verhältnis zu TschechienBearbeiten

Die Tschechische Republik tut sich beispielsweise schwer, die Benesch-Dekrete, die damals zur Begründung und Rechtfertigung der Vertreibung der Sudetendeutschen gedient haben, wirklich zurückzunehmen.

ZusammenfassungBearbeiten

6. Nennen Sie drei Staaten, die an die Bundesrepublik Deutschland grenzen!

(alle 9 angrenzenden Staaten im Uhrzeigersinn) Dänemark, Polen, Tschechien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und Niederlande.

Links, Quellen und HintergrundartikelBearbeiten

Hintergrundartikel/Quellen: Deutschland, Statistisches Bundesamt