Traktorenlexikon: Hürlimann T-5100

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Seit die Einfuhrbeschränkungen für ausländische Traktoren aufgehoben wurden, ging der Absatz der Schweizer-Traktoren stetig zurück. Obwohl Hürlimann noch größere Stückzahlen absetzten konnte, fehlten die finanziellen Reserven für Neuentwicklungen. Darum waren die Modelle T-5100 bis T-9200 nur überarbeitete Traktoren. Die Schlepper der T-Baureihe wurden sowohl als Heckantrieb, als auch Allradantrieb angeboten.

Hürlimann T-5100 (A)
Hürlimann T 5100A.jpg
Basisdaten
Hersteller/Marke: Hürlimann
Modellreihe: T-Reihe
Modell: T-5100 (A)
Produktionszeitraum: 1977–1978
Stückzahl: 37 (A: 4)
Maße
Eigengewicht: 2.270 (A: 2.550) kg
Länge: 3.400 mm
Breite: 1.750 mm
Höhe: 1.620 mm
Radstand: 1.940 mm
Spurweite: 1.450 mm
Wenderadius mit Lenkbremse: 2.700 mm
Wenderadius ohne Lenkbremse: 3.300 mm
Standardbereifung: vorne: 6.50-16 ASF (A: 10.5-18 AS)
hinten: 13.6/12-28 AS
Motor
Nennleistung: 38,2 kW, 52 PS
Nenndrehzahl: 2.125/min
Zylinderanzahl: 4
Hubraum: 2.948 cm³
Kraftstoff: Diesel
Kühlsystem: Wasserkühlung
Antrieb
Antriebstyp: Heck- oder Allradantrieb
Getriebe: 10V/2R
Höchstgeschwindigkeit: 25 km/h


MotorBearbeiten

  • Hürlimann, Typ: D-110 , stehender wassergekühlter Viertakt-Vierzylinder-Reihen-Dieselmotor mit Direkteinspritzung, obengesteuerte Ventile, Dreiring-Leichtmetall-Kolben, MANN-Ölfilter, Bosch-Reihen-Einspritzpumpe mit mechanischem Fliehkraft-Verstellregler, Druckumlaufschmierung mittels Zahnradpumpe, Vierloch-Einspritzdüsen, zahnradgetriebene Nockenwelle, MANN & HUMMEL-Ölbad-Luftfilter, fünffach-gelagerte Kurbelwelle, auswechselbare-nasse Zylinderlaufbuchsen, Kühlwasserthermostat, Lamellenkühler mit Ventilator und Kühlerjalosie.


  • 15,0 Steuer-PS
  • Nennleistung = 52 DIN-PS bei 2.125 U/min. (57 SAE-PS)


  • Bohrung = 95 mm, Hub = 104 mm
  • Verdichtungsverhältnis = 17:1
  • Max. Drehzahl = 2.330 U/min.
  • Einspritzdruck = 180 atü


KupplungBearbeiten

  • Pedal-betätigte, trockene Hürlimann-Doppelkupplung

Erste Stufe als Fahrkupplung

  • Zweite Stufe als Zapfwellenkupplung


GetriebeBearbeiten

  • Im Ölbad laufendes Hürlimann-Teilsynchron-Gruppengetriebe mit Zweihebelbedienung
  • Wechselgetriebe mit fünf Vorwärts- und einen Rückwärtsgang
  • Gänge vier und fünf sowie neun und zehn sind synchronisiert
  • Zusätzliches Untersetzungsgetriebe mit fünf Vorwärts- und einen Rückwärtsgang


  • 10 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgang


Geschwindigkeiten vor- und rückwärtsBearbeiten

  • Geschwindigkeiten mit 2.330 U/min.


Ackergruppe:

  • 1.Gang = 1,87 km/h
  • 2.Gang = 2,64 km/h
  • 3.Gang = 3,27 km/h
  • 4.Gang = 4,14 km/h
  • 5.Gang = 6,45 km/h
  • Rückwärtsgang = 2,49 km/h


Straßengruppe:

  • 1.Gang = 7,89 km/h
  • 2.Gang = 11,13 km/h
  • 3.Gang = 13,81 km/h
  • 4.Gang = 17,47 km/h
  • 5.Gang = 25,00 km/h
  • Rückwärtsgang = 10,53 km/h


ZapfwelleBearbeiten

  • Handhebel-betätigte, unabhängige Motor-Zapfwelle, als gangabhängige Wegzapfwelle schaltbar
  • Stummel = 1 3/8"- 6 Keile (Form-A)

Zwei Geschwindigkeiten = 540/1.000 U/min.


  • 540 U/min. = Übersetzungsverhältnis: 3,59:1
  • 1.000 U/min. = Übersetzungsverhältnis: 2,24:1


  • 540 U/min. bei 1.937 U/min.- Motordrehzahl

Oder 559 U/min. bei 2.004 U/min.- Motordrehzahl


  • 950 U/min. mit Nenndrehzahl


  • Gangabhängige Wegzapfwelle für die unteren fünf Gängen incl. Rückwärtsgang


BremsenBearbeiten

  • Pedal betätigte Innen-Backenbremse, auf die Hinterräder wirkend


  • Handhebel betätigte Handbremse auf die Innen-Backenbremse wirkend, als Einzelradbremse zu verwenden


AchsenBearbeiten

  • Pendelnd-aufgehängte Hürlimann-Federschwingachse mit Einzelradaufhängung


  • Oder lastschaltbare Lenktrieb-Pendelachse mit Planeten-Untersetzung und zentralem Antrieb


  • Starre Hinterachse mit spiralverzahnten Kegelradantrieb
  • Handhebel-betätigte Differentialsperre


  • Vordere Achslast = 900 kg

Vordere Achslast-Allrad = 1.070 kg

  • Hintere Achslast = 1.370 kg

Hintere Achslast-Allrad = 1.480 kg


LenkungBearbeiten

  • Mechanische Vollranksteuerung


  • Optional als Servo-Lenkung in Verbindung mit Bereifung 7.50-16 AS Front


Hydrauliksystem und KraftheberBearbeiten

  • Hydraulische Regelhydraulik in Blockbauweise ausgeführt, mit Dreipunktaufhängung
  • Organisch eingebauter Regler und Druckzylinder
  • Dreipunktaufhängung der Kategorie II


Funktionen:

  • Heben, Senken, Lage- und Zugregelung
  • Tiefenregulierung, Senkdrossel und Schwimmstellung


  • Fahr-und kupplungsunabhängige Bosch-Hydraulikpumpe

Förderleistung = 36,0 l/min. bei 190 atü

  • Max. Hubkraft an den Koppelpunkten = 1.700 kg


SteuergeräteBearbeiten

  • Ein doppelt-wirkendes Zusatz-Steuerventil für Pflugwende-Vorrichtung
  • Ein einfachwirkendes Zusatz-Steuerventil für aussen liegenden Zylinder


Elektrische AusrüstungBearbeiten

  • 12 Volt-Anlage bestehend aus:
  • Batterie 12 V-130 Ah
  • Bosch-Anlasser, 12 V-2,5 PS
  • Bosch-Alternator, 12 V-400 W


Maße und AbmessungenBearbeiten

  • Länge = 3.400 mm
  • Breite = 1.750 mm
  • Höhe über Lenkrad = 1.620 mm
  • Höhe über Kanine = 2.300 mm


  • Radstand = 1.940 mm
  • Bodenfreiheit = 390 mm


  • Leergewicht = 2.270 kg
  • Leergewicht-Allrad = 2.550 kg


BereifungBearbeiten

Standardbereifung:

  • Vorne = 6.50-16 AS Front (Allrad = 10.5-18 AS)
  • Hinten = 13.6/12-28 AS

Optional:


  • Allrad-vorne = 9.5-24 AS
  • Hinten = 11.2/10-32, 12.4/11-32, 9.5/9-36, 11.2/10-36, 14.9/13-28, 14.9/13-30 und 12.4/11-36 AS


FüllmengenBearbeiten

  • Tankinhalt = 55,0 l
  • Motoröl = 9,0 l
  • Kühlsystem = 15,0 l
  • Getriebe und Hinterachse = 50,0 l


VerbrauchBearbeiten

  • Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch = 176 g/PSh


KabineBearbeiten

  • Fahrerstand mit SABLE-Gesundheitssitz, Vierspeichen-Lenkrad, Fernthermometer, Kraftstoffanzeige, Lade-und Öldruckanzeige, Traktormeter und linkem Beifahrersitz


  • Optional "Hürlimann-Viktorkabine" und rechter Beifahrersitz


SonderausrüstungBearbeiten

  • Allradantrieb
  • Servolenkung
  • Zweiter Beifahrersitz
  • Vordere Kotflügel
  • Hürlimann-Kabine
  • Seilwinde
  • Hintere Radgewichte

Literatur & WeblinksBearbeiten

  • Hürlimann-Prospekte von 1929 bis 1983 (Gerold Röthlin) Seite 452


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