Schlaglichter der Weltgeschichte: Neueste Geschichte

Französiche Revolution bis Wiener Kongress (1789 bis 1815)Bearbeiten

Zeit der Restauration (1815 bis 1848)Bearbeiten

1814/15 : Wiener Kongress : Nach der Niederlage Napoleons beraten die Siegermächte über die Neuordnung Europas. Aufgrund des Bestrebens von England, Russland und Frankreich die Balance des „europäischen Gleichgewichts“ nicht zu gefährden und gleichzeitig Rivalitäten zwischen Preußen und Österreich zu unterbinden erfüllt sich die Hoffnung vieler Deutschen auf in geeintes Deutschland nicht. Stattdessen entsteht der deutsche Bund.

1815-1818 : Gründung von Burschenschaften : In Halle und Jena werden die ersten Burschenschaften gegründet die mit ihrer Fahne „Schwarz-rot-Gold“ (aus der Nacht, durch Blut, zum Licht) für die Einheit Deutschlands eintreten.

1817 : Wartburgfest : Die Burschenschaften verkünden erstmals öffentlich ihre Interessen

1818 : Bayrische Verfassung

März 1819 : Ermordung des Dichters Kotzebue durch den Burschenschafter Karl Sand

1819 : Karlsbader Beschlüsse : Der Dt. Bund reagiert auf die zunehmende Radikalisierung der Bewegung mit einer Reihe von repressiven Maßnahmen wie Zensur und Verbot der Burschenschaften. Während in Süddeutschland eine Reihe von „frühkonstituellen Verfassungen“ für ein wesentlich liberaleres Klima sorgt ist die Mehrheit der deutschen Einzelstaaten gezwungen sich einem unpolitischen Privatleben zuzuwenden. (später: Biedermeier)

1830 : Julirevolution in Frankreich : Die Julirevolution erfasst auch Teile Deutschlands was dazu führt dass in weiten Teilen des deutschen Bundes (Hannover, Baden, Bayern ) liberale Zugeständnisse gemacht werden.

1832 : Hambacher Fest : Massendemonstration auf dem Hambacher Schloss (ca. 20000 Teilnehmer) gegen die feudalistische Gesellschaft. Forderungen nach Meinungs- und Pressefreiheit werden laut.

1833 : Frankfurter Wachturmssturm : radikale Studenten versuchen die Frankfurter Wache (als Symbol des deutschen Bundes) zu stürmen, was jedoch fehlschlägt.

1834 : Gründung des deutschen Zollvereins : Durch eine Vereinigung des deutschen Wirtschaftsgebiets wird die nationale Bewegung weiter ermutigt.

1837 : Göttinger 7 : Ernst August von Hannover verweigert den Eid auf die Verfassung und erklärt sie für ungültig. 7 Göttinger Professoren (darunter auch die Gebrüder Grimm) wenden sich gegen diesen Staatsstreich woraufhin ein Berufsverbot für sie verhängt wird.

Februar 1848 : Revolution in Frankreich. Es kommt zu Barrikadenkämpfen, der König flieht. Die 2.Republik entsteht.

März 1848 : Seit Februar gibt es vor allem in Süd- und Westdeutschland größere Kundgebungen, Massendemonstrationen und die Aufstellung von Forderungskatalogen an die Regierung. Die sog. Märzforderungen ( Pressefreiheit, ein vom Volk frei gewähltes Parlament, Volksbewaffnung und der Nationalstaat) werden von den fürstlichen Regierungen und der Frankfurter Bundesversammlung weitgehend akzeptiert: - 3.März : Abschaffung der Zensur - 9.März : Einführung der Farben Schwarz-rot-Gold als offizielle Bundesfarben - 2.April : Die Repressionsgesetze werden aufgehoben Gewaltsame Auseinandersetzungen in Wien haben die Einberufung der Provinzialräte zur Folge. Am 18. März kommt es in Berlin zu Straßenkämpfen. Über 20000 Soldaten können den Aufstand trotz des spontanen Charakters nicht zurückschlagen. Gewährung der Volksbewaffnung. Eine Volkvertretung und eine neue Verfassung werden angekündigt. Die verfassungsgebende Nationalversammlung Preußens tagt erstmals am 12. Mai Kein Heer in Deutschland wird entwaffnet. Der Justizapparat bleibt unangetastet. Ende März kommen 600 Volksvertreter (Vorparlament) in der Frankfurter Paulskirche zusammen und bereiten die Wahl der Nationalversammlung vor. Ein Fünfziger-Ausschuss wird gebildet, der kurz darauf Wahlen nach gleichem und allgemeinen Wahlrecht im gesamten Gebiet des Deutschen Bundes beschließt.

18. Mai 1848 : Die neugewählte Nationalversammlung tritt erstmals in der Paulskirche zusammen.

Revolutionen und Kolonialisierung (1848 bis 1900)Bearbeiten