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Laborwerte aus dem Blut

Vorbemerkung:

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Bei den Einheiten der Schilddrüsen Laborwerte herrscht leider eine unnötige Vielfalt. Deswegen ist es unbedingt wichtig, bei der Angabe eines Meßwertes immer die Einheit und den Normalbereich des Labors mit anzugeben. Die Deutsche Schilddrüsen-Liga sollte dem Wildwuchs ein Ende bereiten und eine Vereinheitlichung herbeiführen.

Häufige Untersuchungen + Normalbereiche

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Freies T4         10-23 pmol/l   =   0,8 - 2,0 ng/dl 
Freies T3         3,5-9 pmol/l   =   0,2 - 0,4 ng/dl 
TSH               0,3-2,5 milliUnits/Liter (mU/l)

Typische Laborkonstellationen

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Primäre Hypothyreose: T3, T4 sind zu niedrig und der TSH Wert ist zu hoch
  • Euthyreose:
    • TSH, FT4 und FT3 im Normbereich
  • Primäre Hyperthyreose
    • TSH supprimiert, FT4 und FT3 erhöht
      • Überfunktion mit der Ursache in der Schilddrüse
  • Sekundäre Hyperthyreose
    • TSH erhöht, FT4 und FT3 erhöht
      • Überfunktion mit der Ursache hypophysär bedingt (selten)
  • Primäre Hypothyreose
    • TSH erhöht, FT4 und FT 3 erniedrigt
      • Unterfunktion mit der Ursache in der Schilddrüse
  • Sekundäre Hypothyreose
    • TSH erniedrigt, FT4 und FT3 erniedrigt
      • Unterfunktion mit der Ursache hypophysär oder hypothalamisch
  • Latente Hyperthyreose oder T4 Therapie
    • TSH supprimiert, T3 und T4 noch im Normbereich
  • T3-Hyperthyreose
    • TSH supprimiert, FT4 im Normbereich, FT3 erhöht
  • Subklinische Hypothyreose
    • TSH erhöht, FT4 und FT3 im Normbereich
      • Sonderform (englisch "Grade 3 Hypothyreoidism") TSH, FT4 und FT3 im Normbereich, im TRH-Test ΔTSH > 16 mU/l
  • Periphere Resistenz gegen Schilddrüsenhormon
    • T3, T4 hoch, klinisch Zeichen der Hypothyreose

Schilddrüsenantikörper

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Schilddrüsenantikörper sind bei Autoimmunerkranklungen der Schilddrüse wie dem Morbus Basedow oder der Hashimotothyreoiditis erhöht. Es gibt im wesentlichen 3 Sorten von Antikörper:

  • TRAK = TSH-Rezeptor-Antikörper
    • < 9 U/l negativ , d.h unauffällig und normal
    • 9-14 fraglich positiv (Kontrolle empfohlen)
    • > 14 U/l positiv , d.h. auffällig hohe Werte

oder nach der Meßmethode DYNOtest® TRAKhuman

negativ: < 1 IU/l (keine erhöhten Antikörper)

Grenzbereich: 1 - 2 IU/l

positiv: > 2 IU/l (erhöhte Antikörper)


  • Peroxydase Antikörper (TPO)
    • < 80 U/ml negativ
    • 80-150 U/ml grenzwertig
    • 150 U/ml positiv

oder < 35 IU/ml negativ

Es sollten die TPO-AK bevorzugt eingesetzt werden, da die MAK (mikrosomale Antikörper) sich gegen mehrere Proteine richten und damit weniger spezifisch sind.

  • TAK = Thyreoglobulin Antikörper
    • < 100 IU/l negativ

oder < 60 U/ml negativ

Die folgende Tabelle zeigt die ungefähre Häufigkeit positiver Antikörperbefunde bei verschiedenen Erkrankungen.

Erkrankung

TPO +

TAK+

TRAK+

Hashimoto-Thyreoiditis

60-90%

30-40%

10%

Primäres Myxödem

40-70%

20-30%

0 - 5%

Morbus Basedow

60-70%

10-20%

- aktiv (Hyperthyreose)

80-100%

- Remission

10-30%

Postpartum-Thyreoiditis

50 - 70%

30%

50-70%

Zytokininduzierte Thyreoiditis

30 - 40 % 10-20 %

Subakute Thyreoiditis (de Quervain)

< 5 %

0 - 20 %

selten

Unifocale Autonomie der SD

0 - 5 %

0 - 5 %

0 - 5 %

Normalpersonen

5 - 15%

4 - 8%

0 - 5 %

Bewertung

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Wert     Beurteilung 
---------------------------------------------------
<9 %      unauffällig
9-14 %    fraglich positiv (Kontrolle empfehlenswert)
>14 %     erhöhter Wert

Tabelle erhöhte Werte

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Krankheit                  Häufigkeit
-------------------------------------
Basedow                    80-100 %
postpartale Thyreoiditis   50-70 %
Hashimoto-Thyreoiditis     10 %
Primäres Myxödem           0-5 %
Schilddrüsen-Autonomie     ca. 5 %
Normalpersonen             negativ


Allgemeines

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TRAK (Thyreoidea-Rezeptor-Autoantikörper, üblicherweise TSH-Rezeptor-Autoantikörper genannt) sind vom Körper gegen den TSH-Rezeptor gebildete Antikörper, die am TSH-Rezeptor ähnliche Wirkungen entfalten wie das eigentlich dort bindende Hormon TSH . Der Begriff Autoantikörper leitet sich vom griechischen Auto- im Sinne von Eigen, Selbst ab und bedeutet daß der Körper unsinnigerweise Antikörper gegen sich selbst produziert. TRAK sind spezifische Immunglobuline die eine gewisse Strukturverwandtschaft mit TSH haben, jedenfalls stimulieren sie genauso wie TSH den TSH Rezeptor der Schilddrüse.

Wirkung auf die Schilddrüse

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TRAK unterscheiden sich von den meisten anderen Autoantikörpern, da sie unmittelbar für die klinischen Symptome der Erkrankung verantwortlich sind, und nicht nur als Nebenprodukt dieser Erkrankung auftreten. Außerdem sind sie im Gegensatz zu anderen Autoimmunerkrankungen nicht zerstörend, sondern im Gegenteil stimulierend. TRAK sind verantwortlich für die klinischen Symptome des Morbus Basedow, da sie am TSH-Rezeptor zu einer unkontrollierten Stimulation des Rezeptors und damit zur Überfunktion der Schilddrüse führen. Auch bei der Hashimotothyreoiditis sind sie in einem gewissen Prozentsatz nachweisbar.

Früher hießen die TRAK auch LATS = Long acting Thyreoidea Stimulating Factor, da man noch nicht wußte, daß es sich hierbei um Immunglobuline handelt.

Bedeutung für die Diagnostik

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Dieser unmittelbare Zusammenhang zwischen TRAK und Morbus Basedow macht sie zu einem geeigneten Diagnostikum für die Erkrankung. Das Vorhandensein von TRAK im Blut eines Patienten ist praktisch beweisend für die Diagnose Morbus Basedow. Wenn bei einem Patienten mit Schilddrüsen Überfunktion keine TRAK nachweisbar sind, dann sind andere Gründe (nicht autoimmune Ursache) für diese Überfunktion verantwortlich (z. B. ein so genanntes Autonomes Adenom).

Weitere Unterscheidung der TRAK

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In der Schilddrüsenforschung werden die TRAK noch weiter unterteilt:

  • in solche mit stimulierenden Eigenschaften (thyroid stimulating antibodies, TSAb)
  • und solche mit blockierenden Eigenschaften (thyroid blocking antibodies , TBAb).

Bei den meisten Patienten mit Morbus Basedow treten zumindest in Europa die stimulierenden Antikörper auf. Umstritten ist noch die Bedeutung der blockierenden Antikörper.

In der Routinediagnostik werden ausschließlich die TRAK beim Laborarzt bestimmt. Eine Unterscheidung in TSAb und TBAb erfolgt nicht. Positive TRAK im Blut sichern die Diagnose Morbus Basedow, wobei diese Laboruntersuchung nur ein Bestandteil des diagnostischen Verfahrens neben körperlicher Untersuchung, Ultraschall der Schilddrüse und anderen Methoden darstellt.

Neuere Erkenntnisse

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Nach neuesten Studien ist die Konzentration der TRAK auch mit dem Verlauf der Erkrankung Morbus Basedow assoziiert. Patienten mit sehr hohen TRAK-Werten haben ein Risiko von über 90 %, nach medikamentöser Therapie erneut einen Rückfall zu bekommen. Leider gilt die umgekehrte Aussage nicht. Patienten mit niedrigen TRAK-Werten können durchaus ebenfalls ein Rezidiv der Erkrankung bekommen. Manche Autoren schlagen daher vor, bei hohen TRAK-Werten der Patienten möglichst rasch eine sogenannte definitive Therapie (Operation, Radiojodtherapie) anzustreben. Dies ist jedoch noch nicht durch prospektive Studien belegt und wird von anderen eher zurückhaltend gesehen.

TRAK und Endokrine Orbitopathie

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Nach neuesten Studien stehen TRAK und Endokrine Orbitopathie (EO) in einem ähnlichen Zusammenhang wie TRAK und Morbus Basedow. Die EO ist eine vermutlich autoimmune Erkrankung der Augenhöhle, die eng mit dem Morbus Basedow zusammenhängt, und in der Regel zusammen mit der Schilddrüsenerkrankung auftritt (nicht jedoch immer zeitgleich). Bei einer schweren EO sind im Blut auch hohe TRAK-Konzentrationen nachweisbar. Ob die TRAK auch bei der EO die Ursache der Erkrankung sind oder nur ein Beiprodukt des ablaufenden Autoimmunprozesses, ist derzeit noch Gegenstand von Untersuchungen. Diagnostische Bedeutung haben die TRAK aber auch bei der EO, insbesondere zur Vorhersage des Schweregrads der Erkrankung.

Autoantikörper gegen Schilddrüsen Peroxidase (TPO)

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Allgemeines

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Als Thyreoperoxidase-Antikörper (Thyreoperoxidase-Antikörper, TPO-AK, Mikrosomale Antikörper, MAK) werden gegen die   Thyreoperoxidase gerichtete Antikörper bezeichnet, deren Serumspiegel bei verschiedenen   Autoimmunthyreopathien erhöht sein kann.

Die Thyreoperoxidase spielt eine wichtige Rolle in der Synthese der Schilddrüsenhormone. Das   Enzym ist in der apikalen Zellmembran der Schilddrüsenzelle gelegen, das heißt auf der Seite der Zelle, die dem Schilddrüsenfollikel zugewandt ist. Die bei Autoimmunthyreopathien nachweisbaren Antikörper sind gegen den extrazellulären Anteil der Thyreoperoxidase gerichtet. Es ist nicht geklärt, wie die Thyreoperoxidase die apikale Zellseite beziehungsweise den Inhalt des Schilddrüsenfollikels verlässt und somit für das Immunsystem erreichbar wird.

Nachweis

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Thyreoperoxidase-Antikörper lassen sich mit verschiedenen quantitativen Immunoassay-Verfahren nachweisen, zu denen beispielsweise Radioimmunoassays (RIA und IRMA) und Enzyme-linked Immunosorbent Assay zählen. Als Antigen dient in diesen Tests rekombinante Thyreoperoxidase. Das Messergebnis wird in internationalen Einheiten pro Liter (IU/l) angegeben. Trotz üblicher Referenzierung mit einem Standard sind die Messergebnisse verschiedener Labors nur bedingt miteinander vergleichbar.

Vorkommen

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Thyreoperoxidase-Antikörper sind bei über 90 Prozent der Patienten mit chronischer Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto-Thyreoiditis) und über 70 % der Patienten mit einem aktiven Morbus Basedow nachweisbar. Allerdings sind bei etwa 30 Prozent der Erkrankten die Antikörper-Titer nur grenzwertig oder leicht erhöht. Da zudem bei etwa 20 Prozent der Patienten mit nicht-autoimmunen Schilddrüsen-Erkrankungen (zum Beispiel Struma nodosa oder Schilddrüsenautonomie) sowie bei euthyreoten Gesunden ebenfalls leicht erhöhte Werte auftreten können, ist die Spezifität eingeschränkt: bei Nachweis von Thyreoperoxidase-Antikörpern mit niedrigem Titer kann nicht zwangsläufig auf das Vorliegen einer Autoimmunthyreopathie geschlossen werden.

Mehrere Autoimmunerkrankungen beim selben Patienten treten gelegentlich auf. Drei Prozent aller Patienten mit einem Typ-1-Diabetes haben eine manifeste Hypothyreose, und 13 bis 34 Prozent positive Thyreoperoxidase-Antikörper und gleichzeitig ein erhöhtes TSH.

Klinische Wertigkeit

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Bei funktionell und sonografisch eindeutigem Befund einer Hashimoto-Thyreoiditis (deutliche Hypothyreose, kleine und echoarme Schilddrüse) wird man auf die zusätzliche Bestimmung der Thyreoperoxidase-Antikörper meist verzichten können. In weniger klaren Situationen können aber erhöhte Thyreoperoxidase-Antikörper zur Diagnosestellung beitragen. Bei Patienten mit Verdacht auf Morbus Basedow, die jedoch negativ für TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper) sind, können erhöhte Thyreoperoxidase-Antikörper ebenfalls ein wichtiger diagnostischer Hinweis auf die Ursache der Schilddrüsenüberfunktion sein.

Patienten mit erhöhtem Thyreoperoxidase-Antikörper-Titer, aber aktuell normaler Stoffwechsellage der Schilddrüse, wird empfohlen, jährlich den TSH-Wert bestimmen zu lassen, da sie eine Wahrscheinlichkeit von fünf Prozent pro Jahr haben, eine Unterfunktion zu entwickeln. Wegen der besonderen Bedeutung der mütterlichen Schilddrüsenhormone für das Kind sollen Schwangere mit positiven Thyreoperoxidase-Antikörper sogar alle 3 Monate das TSH bestimmen lassen. Patientinnen mit Autoantikörpern der Schilddrüse haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko eine Postpartum-Thyreoiditis zu entwickeln.

  • Lothar-Andreas Hotze, Petra-Maria Schumm-Draeger. Schilddrüsenkrankheiten. Diagnose und Therapie. Berlin 2003 ISBN 3-88040-002-4
  • Mariotti et al.: Antithyroid peroxidase autoantibodies in thyroid diseases. J Clin Endocrinol Metab. 1990;71(3):661-9. PMID 2168432

Autoantikörper gegen Thyreoglobulin (TAK)

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Normalwerte

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Frauen  < 100 IU/ml
Männer  < 60 IU/ml

Bei erhöhtem Thyreoglobulinspiegeln können falsch niedrige Werte der TAK-AK vorkommen.

Allgemeines

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  Thyreoglobulin ist ein starkes Autoantigen. Auch im Blut von Gesunden lassen sich B-Lymphozyten mit membranständigen IgM-Antikörpern gegen Thyreoglobulin nachweisen. Falls sich im Blut hohe Titer von IgG-Antikörper gegen Thyreoglobulin (TAK) nachweisen lassen, dann spricht dies - bei gleichzeitig erhöhten TPO-Antikörpern - für eine chronische autoimmune Thyreoiditis Typ Hashimoto.

Indikation

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Insgesamt ist die diagnostische Wertigkeit von TAK gegenüber TPO und TRAK geringer.

  • V.a. Hashimoto-Thyreoiditis
  • Verlaufskontrolle der Hashimoto-Thyreoiditis.
  • Nachsorge bei Patienten mit Schilddrüsenkarzinom
    • zum Ausschluß einer Interferenz bei der Bestimmung von Thyreoglobulin als Tumormarker

Spezialuntersuchungen

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  • Gesamt-T4: 77-142 nmol/l = 5-12 mikrog/dl
  • T4 Uptake
  • Gesamt T3:1-3 nmol/l = 80 - 260 ng /dl
  • Gesamt Jod im Blut: 260 - 680 nmol/l
  • Reverses T3 gesamt: 0,3 - 0,9 nmol/l
  • Thyroxinbindendes Globulin (TBG): 13-30 mg/l (220 - 510 nmol/l)
  • Thyreoglobulin bei völlig entfernter Schilddrüse: < 4 ng/ml
  • Thyreoglobulin bei Gesunden: < 50 ng/ml
  • Thyreoglobulin bei Jodmangel: < 70 ng/ml
  • Calcitonin < 15 ng/l: (< 4,2 pmol/l)
  • Parathormon: 10 - 65 pg/ml (eigentlich kein Schilddrüsenhormon}
  • Jod Ausscheidung im Urin: 150 - 300 µg/g Kreatinin
  • Jod Ausscheidung im Urin bei Jodmangel: < 150 µg/g Kreatinin
  • Strukturparameter:
    • Sekretionsleistung der Schilddrüse (SPINA-GT): 1,41-8,67 pmol/s
    • Summenaktivität peripherer Dejodinasen (SPINA-GD): 20-40 nmol/s
    • TSH-Index (TSHI): 1,3-4,1
    • standardisierter TSH-Index (sTSHI): -2 - +2

TBG = Thyroxin bindendes Globulin

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siehe TBG

Normalwerte

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TBG wird aus 1 ml Serum bestimmt.

Altersgruppe             Normbereich
--------------------------------------
Kinder bis 15 Jahre      2,0-3,0 mg/dl
Erwachsene               1,6-3,0 mg/dl

TBG erhöht bei

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  • Schwangerschaft
  • Östrogenerhöhungen: z.B. Ovulationshemmer
  • Androgene
  • Hypothyreose
    • konnatal: angeborener TBG-Exzeß: ~1:6000 bis 1:17.600 Geburten
    • hereditärere TBG-Varianten mit veränderter Affinität zu T4 (sehr selten)

erniedrigt

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  • kongenital: angeborener kompletter TBG-Mangel: Werte <5 mg/l ~1:15 000 Geburten
  • partieller TBG-Mangel: ~1:5000 Geburten
  • Eiweißverluste (enteral, renal)


TRH Test

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  • normal TSH Anstieg um 2 - 25 mU/l
  • bei Hyperthyreose mangelhafter Anstieg
  • bei Hypothyreose überschießender Anstieg

Jod im Urin zur Feststellung eines Jodmangels

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Material: 10 ml Spontanurin

Normalbereich: 150-250 µg/g Kreatinin

Bewertung:

Ergebnis                         Bewertung 
========================================================
>1000 µg Jod/g Kreatinin         Jodkontamination
--------------------------------------------------------
150-250 µg/g Kreatinin           Normal
--------------------------------------------------------
100-150 µg/g Kreatinin           Graubereich 
50-100 µg Jod/g Kreatinin        mäßiger Jod-Mangel
10-50 µg Jod/g Kreatinin         ausgeprägter Jod-Mangel
<10 µg Jod/g Kreatinin           schwerer Jod-Mangel
--------------------------------------------------------


Tumormarker

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  • Calcitonin
  • Thyreoglobulin
  • Thyreoglobulin bei völlig entfernter Schilddrüse < 4 ng/ml
  • Thyreoglobulin bei Gesunden < 50 ng/ml
  • Thyreoglobulin bei Jodmangel < 70 ng/ml
  • Calcitonin < 15 ng/l ( < 4,2 pmol/l)


Zitat:

Die immunometrische Bestimmung von Serum Thyreoglobulin (S-Tg), 
ist nach Thyreoidektomie und Radiojodablation in der 
Nachsorge des differenzierten Schilddrüsenkarzinomen (DTC) 
ein verlässlicher und sensitiver Parameter 
eines Rezidivs in hypothyreoter Stoffwechsellage. 
Allerdings bilden ca. 20% der differenzierten Schilddrüsenkarzinome 
Thyreoglobulinantikörper aus, 
die neben der molekularen Heterogenität des Tg - Moleküls 
ursächlich für falsch negative Ergebnisse im Immunoassay sein können.
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