Geldanlage: Anlagearten: Fonds

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Die Funktionsweise von Investmentfonds

Ein (Investment)Fonds ist eine Einrichtung, um für eine bestimmte Geschäftstätigkeit Geld einzusammeln. Nehmen wir als Beispiel einen Schiffsfonds. Der Schiffsfonds wird aufgelegt, um das benötigte Kapital zum Bau eines Schiffes vom Anleger zu erhalten.

Dies darf man nicht mit Anteilsscheinen an einem Unternehmen verwechseln. Nach der Beteiligung an einem Fonds hat der Anleger kein Anrecht auf eine feste Rendite. Die Rendite wird am Ablauf des Geschäftsjahrs aus dem Projekt errechnet, und der Fonds schüttet die Gewinne abzüglich der Verwaltungsgebühren aus.

Fonds werden üblicherweise für einzelne Anlageobjekte gegründet. Dies steht im Gegensatz zu Aktien (Anteilsscheinen), die für den Besitz an einem Unternehmen stehen. So können Unternehmen beispielsweise verschiedene Fonds auflegen und diese am Markt verkaufen.

Ein Fonds kann aber auch in weniger konkrete Dinge investieren. Im Anschluss folgt eine der Verständlichkeit halber nicht vollständige Übersicht:

  • Immobilien -> Immobilienfonds
  • Aktien -> Aktienfonds
  • Fonds -> Dachfonds

Bei Fonds wird meist der sog. Ausgabeaufschlag berechnet. Das ist eine Gebühr, die beim Zeichnen (Kauf) des Fonds entsteht. Diese gehört zu den Verwaltungsgebühren, die von der Verwaltung (Fondsmanager und unterstützendes Personal). Über viele Jahre sehr erfolgreiche Fonds verlangen hohe Ausgabeaufschläge (4,0% bis 5,0%). Innerhalb der Werbung, die ein Fonds für seinen Verkauf betreibt, werden die Fondsmanager gerne als Finanzgurus oder Finanzgenies hochstilisiert, um den Fonds entsprechend gut zu verkaufen.

Die Auflage eines Fonds und dessen Verkauf unterliegen der Aufsicht durch die BaFIN (Bundesaufsichtamt für Finanzdienstleistungen). Hier ist wiederum zu bemerken, dass die BaFIN nur prüft, ob alle Zahlen, die für den Anleger in der Einschätzung wichtig sind, im Prospekt wiedergegeben werden. Ob diese Zahlen der Wahrheit entsprechen, wird von der BaFIN nicht geprüft.

Geschlossene FondsBearbeiten

 
Phasen eines geschlossenen Fonds von der Konzeption bis zur Auflösung

Bei einem geschlossenem Fond (englisch "closed-end fund" oder "closed-ended fund", CEF) wird zu Beginn des Fonds Geld von den Anlegern eingesammelt. Danach wird der Fond bis zum Ende seiner Laufzeit "geschlossen". D.h. es werden keine neuen Anteile mehr ausgegeben. Auch eine Rückgabe der Anteile ist nicht vor dem Ende der Laufzeit möglich. Daher hat sich ein Zweithandelsmarkt entwickelt, auf dem Käufer und Verkäufer für geschlossene Fonds gesucht werden können.