Das Mirakel des Heiligen Kreuzes zu Elspe: Was bewegte die Menschen in früheren Zeiten in Elspe

Was bewegte die Menschen in früheren Zeiten in Elspe

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Dieses Kapitel soll eine kleine Einstimmung in die Lebensweise der Elsper in der Vergangenheit sein. Moderne Technik, welche aus unserem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken ist, fehlte komplett. Der Umgang mit der Natur und dem Wetter, den Jahreszeiten und der Kampf um das tägliche Brot stand immer im Vordergrund.

Familie und Sippe

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Die Keimzelle der Gesellschaft bildete die Familie und Sippe. In der Familie waren die Rollen streng verteilt, um das Zusammenleben zu regeln. Der Zusammenhalt in der Familie und in der Sippe waren oberstes Gebot und Gesetz. Um dessen Einhaltung war ein Familien- und Sippenoberhaupt bemüht. Die Familie bestand aus Eltern mit ihren Kindern, Großeltern und teilweise aus den nicht verheirateten Brüdern, Onkeln oder Verwandten. (Eumen) Die Aufgabe der Frauen war der Haushalt, Garten und die Geburt der Kinder. Den adeligen Frauen wurden durch Gesellschaft und Gesetz schwere Zwänge auferlegt. Sie wurden sehr jung verheiratet, wenn sie nicht ins Kloster gingen. Die Ehe war zu dieser Zeit praktisch unauflöslich. Ihr ging die Verlobung voraus. Dazu mussten sich beide Familien auf einen Ehevertrag einigen. Die Gefühle der Verlobten, vor allem der meist noch sehr jungen Mädchen, wurden kaum berücksichtigt. Auch konnten Frauen selten Erben werden. Wenn sie etwas erbten, so waren es meist Dinge von geringem Wert. Nur einige wenige Frauen hatten sich zu dieser Zeit als Königin oder Äbtissin einen Namen gemacht.

Dorf und Gemeinschaft

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Grundriss von Elspe vor dem Brand von 1805

Das Dorf bestand aus den freien und unfreien Bauern mit ihren Einsassen und Beisassen. Sie bildeten mit den Nachbarorten sogenannte Bauernschaften.Zu Ihrem Vorstand wählten sie einen Dorfältesten bzw. Dorfschulzen oder einen Bauenmeister. Der Ort Elspe war anfänglich als sogenanntes Runddorf um den Marktplatz herum gebaut worden. Oberhalb des Dorfes auf einem Hügel wurde die Kirche St. Jakobus d. Ä. als eine Wehrkirche errichtet. Westlich des Dorfes, ebenfalls auf einer Anhöhe lag gut geschützt der sogenannte Borghof an dem Bach der Salmecke [1], welche vielleicht auch der Vogts- oder Königshof war.

Für die Steuereinnahmen und Gerichtsbarkeit war der Landesherr zuständig. Für das Kurkölnische Sauerland waren die Erzbischöfe von Köln zunächst nur die Missionierung des Landes zuständig. Da sie mit den anderen Bischöfen die Königswahl maßgeblich beeinflussen konnten, wurde ihnen im Laufe der Zeit auch das Privileg der Landesfürsten zugesprochen, die Gerichtsbarkeit auszuüben. Für die Umsetzung ihrer Interessen vor Ort setzten Vögte ein, die auch für sie als Steuereinnehmer und Vertreter des Dorfes gegenüber der Obrigkeit, auftraten.

Vogtshof / Königshof in Elspe

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Rekonstruktion von Elspe vor 1800

Dieser Vogt von Elspe wohnte auf einem „Salhof“, also einem Hof welcher nicht steuerpflichtig gegenüber dem Landesfürsten war. Ob dieser Vogtshof in Elspe im Bereich der Kirche, auf dem Gelände des Pastorats oder im Bereich des „Borres“ Hof (op der Burg) zu suchen ist kann derzeit noch nicht festgestellt werden, da sich hierzu keine eindeutigen schriftlichen Überlieferungen finden.

Überliefert ist lediglich, das nach einer Urkunde von 1501 wonach „ Johann, seligen Cord Vogedes van Elspe Bastert“ (unehelicher Sohn) „ dem Hermann von Leckenbert, Vikar der Hl. Kreuzbruderschaft zu Elspe, eine Hausstätte mit Garten“ verkauft, welcher „sich neben seiner Schwesters Hof, genannt Borghof“ befindet. Diese Hausstätte liegt nach der Karte von 1805 ( im Besitz von Jos. Göckeler, Elspe) ,welche nach dem Brand von Elspe gefertigt wurde, im Bereich der jetzigen Bielefelder Strasse, vor dem Hause Börger. Aus diesem Tal fliesst auch die Seilmecke (früher Salmecke), benannt nach dem Salhof, also Vogtshof.

Ob der Vogtshof und der Königshof derselbe oder zwei unterschiedliche Höfe waren ist ebenfalls nicht überliefert. Die Register von 1500 und 1530 geben als Platz des alten Vogts- und Königshofes an. In ihnen steht nämlich  :“Im Dorf Elspe gibt der Vogtshof (curia advocati), das ist der, den jetzt Flape und Gerdeken zusammenbebohnt, eine gewöhnlichen Schilling“. Das träfe die Vermutung von Schrader „nördlich der Kirche“, stimmte aber auch mit der Überlieferung und den Fundamentresten überein, die für die Lage am Kirchenhügel sprechen. [2]

Das Leben im Dorf Elspe wurde von den beiden wichtigen Handels- und Fernwegen, der „Heidenstrasse“ und des „Römerweges“ mit dem ständigen Kommen und Gehen der Kaufleute geprägt.

Nach einer Rekonstruktion des Dorfes vor dem Brand von 1805 ist gut erkennbar, das Elspe vorher ein Runddorf mit dem Marktplatz als Mittelpunkt war.

Nachdem der Ort grösser wurde , bauten die Bewohner in einer zweiten Reihe um den Kern ihre Häuser. Die alten Fernwege führten von Köln und Attendorn kommend durch den Ortskern, entlang der Kirche, um sich an der Lausebuche einmal in Richtung Altenvalbert (Römerweg), sowie „Oberen Elspe“ und Wormbach (Heidenstrasse) zu teilen. Wahrscheinlich brachte der Durchreiseverkehr in Elspe zu viel Unruhe und Gesindel ins Dorf, so dass sich in späterer Zeit eine neue Variante (Ortsumgehung) des Fernweges kommend aus der Gasse vor dem Hof Börger (Borres) vorbei (heute noch teilweise als Wegeparzelle ausgewiesen) und durch den Hohlweg (heute Hemmbergstrasse) in Richtung Altenvalbert bildete. An dieser neuen Wegetrasse bildete sich erneut ein kleiner Dorfplatz, wo der Seilmeckebach noch offen drüber floss. Über eine kleine Brücke, wie auch am Marktplatz, konnten die Elsper trockenen Fusses den offenen Bachlauf überqueren.

Arbeit und Beruf

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Der Alltag der Bauern war von harter Arbeit in Feld, Wald und Hof geprägt, galt es doch die Familie und Sippe zu ernähren und in Notzeiten genügend zum Essen zu haben. Zum anderen mussten die jährlichen Abgaben und Pächte erwirtschaftet werden, wollte man den Hof weitere acht oder zehn Jahre bearbeiten.

Diese Abgaben mussten in Geld- oder Naturalien an bestimmten Tagen (Kirchweih oder zu „Jakobi“) geleistet werden, sowie Dienste in Form von Feld-, Fuhr- oder Waldarbeit. Die meisten Leute zu dieser Zeit waren Bauern. Sie lebten von der Landwirtschaft. Vor allem bauten sie Getreide an. Die Felder wurden mit Pflug oder Hacke bearbeitet. Eiserne Werkzeuge waren aber dennoch selten und wurden dementsprechend gut gepflegt. Bei der Ernte kam die Sichel und Sense zum Einsatz.

Für diese Feldarbeit waren viele Helfer nötig. Die Ähren wurden gedroschen oder von Tieren ausgetreten. Je nach Bedarf wurde das Korn dann mit dem eigenen Handmühlstein oder an einer nahegelegenen Mühle gemahlen.

Die Viehzucht war noch in der Entwicklung begriffen. Der durchschnittliche Bauer besaß Schafe, Schweine und Ziegen. Rinder und Pferde dienten kaum als Nahrung. Dazu waren sie zu wertvoll. Sie wurden für die Feldarbeit eingesetzt oder zum Reiten. Außerdem wurde Bienenzucht betrieben. Honig wurde zum Süßen verwendet und das Wachs für Kerzen. Als Handwerker verdienten sich Schmiede, Sattler, Schuster, Schreiner , Zimmerleute, Leggendecker (Dachdecker), Korbflechter, Spengler etc. ihr tägliches Brot.

Alle Handwerksgeräte wurden überwiegend aus Holz oder natürlichen Rohstoffen gefertigt. Eiserne Werkzeuge waren eher selten und sehr teuer. Diese mussten von durchfahrenden Kaufleuten erworben werden. Sie wurden dementsprechend gut gepflegt und bildeten einen nicht geringen Reichtum des Bauern. Für die Herstellung von Werkzeugen musste man eine sehr gute Kenntnis der Materialien und der handwerklichen Tätigkeit besitzen. Diese wurde von Generation zu Generation erlernt und weitergegeben. Die Kinder mussten schon sehr früh die Herden hüten oder bei der Feldarbeit ihre Dienste tun. In der Gemeindeschule erlernten die Kinder das Grundwissen, wie Lesen, Schreiben und vor allem Bibelpsalme. Einige Kinder, meist zweitgeborenen, wurden auch schon früh ins Kloster gegeben und erlernten dort die Klosterregel, Gehorsam, Grammatik, Gesang und die heiligen Schriften. Auch zielte die damalige Erziehung vor allem darauf ab den Schülern Gehorsam gegenüber Gott beizubringen.

Aber natürlich gab es für die Kinder nicht nur Schule und Arbeit. Es existierten damals viele Spiele, wie das Ball-, Würfel-oder Murmelspiel. Weiter Spielzeuge für die Kinder waren Kreisel, Bälle, Knöchelchen, Puppen und Tierfiguren. Außerdem zählten Gesang und Musik zu den beliebtesten Vergnügen. Sie spielten auch bei den zahlreichen Festen eine große Rolle.

Kleidung und Mode

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Alle Rohstoffe für die Kleidung wurden selber angebaut, geerntet oder veredelt. Wolle wurde von den Schafen geschoren und im Winter wenn die Familie am offenen Kaminfeuer saß, zu Garn gesponnen. Hieraus wurden Kleidungsstücke gestrickt oder für das Sonntagskleid kunstvoll geklöppelt und gestickt. Alle Kleidung wurde mühselig durch Spinnen, Weben und Nähen selber hergestellt.

Flachs wurde mit einer Flachsbreche geschmeidig gemacht, geröstet , gehechelt und am Webstuhl zu Leinen verarbeitet. Durch Handel mit den überlandfahrenden Kaufleuten konnten Waren wie Stoffe und Werkzeuge erworben werden, sofern sie nicht im Dorfe selbst hergestellt wurden.

Jeder Landschaftsstrich hatte eine eigne Kleiderordnung, welche sich zu einer eigenen Tracht herausbildete. Durch die Tracht waren auch Standesunterschiede erkennbar. Bauern durften nur in blauen oder grauen Farben gekleidet sein. Nur dem Adel waren leuchtende Farben an den Kleidern erlaubt.

Zu gemeinschaftlichen Festen, welche im Jahreskreis gefeiert wurden, konnten die Feststagstracht getragen werden. Die Kleidung der Frauen veränderte sich in diesen Jahrhunderten nur geringfügig. Sie bestand aus einem hemdartigen Ober- und Untergewand und einem Mantel oder Schleier. Da letztere meist über den Kopf gezogen wurden, war das Haar, das frei herabfiel oder mit Bändern und Nadeln aufgenommen wurden, mehr oder minder versteckt. Als Fußbekleidung dienten pantoffelartige Schuhe.

Die Männer trugen Hosen und ein weites Hemd, welches mit einem Gürtel zusammengehalten wurde. Hierüber wurde eine dickere Jacke oder ein Umhang getragen. Hüte und Kopfbedeckungen waren nur den bessergestellten vorbehalten. Bei der Arbeit wurden teilweise die Hose oder andere Kleidungsstücke ausgezogen um sie nicht zu beschmutzen oder zu beschädigen.

Haus und Hof

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Bauernhof in Sporke von 1767

Der typische kurkölnische Sauerländer Hof war ein Giebelhaus mit einem teilweise kunstvoll geschnitzten Giebel und meist zur Sonnenseite ausgerichtet. Das Haus war ein sogenanntes Vierständerhaus, welches an der einen Seite den Kuhstall, in der Mitte die Deele und an der anderen Seite den Pferdestall hatte. Aus diesem Grund ist beim Sauerländer Kotten auch das Deelentor nie mittig angeordnet, da die Aufstelllänge der Pferde grösser war als die der Kühe. Die Tiere standen zumeist mit dem Kopf zur Deele, von wo aus auch die offene Fütterung sichtbar war. In einigen Kotten wurden diese mit Holzklappen zur Deele hin geschlossen (s. Hof Schulte in Hespecke)

Am Ende der Deele war die Küche mit einer offenen Feuerstelle. Der Rauch stieg durch das Gebälk nach oben und zog durch offene Ritzen und Fugen des Dachstuhles ab. Erst später wurden sogenannte Essen (Rauchfang) durch die Preussische Regierung angeordnet , so das hierdurch der Funkenflug eingedämmt wurde. Der frei abziehende Rauch schützte auch vor Ungeziefer im Haus und konnte zum räuchern, aufbewahren und haltbar machen von Lebensmitteln genutzt werden.

Einige Kotten hatten im Obergeschoss eine Räucherkammer. Durch verbrennen von Buchenholz in der Räucherkammer wurden Schinken und Würste geräuchert und somit haltbar gemacht. Nach dem Einbau der Essen und Kaminen wurde der Rauch aus der Feuerstelle über Schieber in die Räucherkammer geleitet. Dieser zog durch eine geöffnete Aussparung wieder in den Kamin ab. Manche Speisen wurden durch einsalzen (pökeln), andere durch trocknen haltbar gemacht. Eine andere Möglichkeit Speisen über längere Zeit genießbar zu machen gab es nicht.

Hinter der Deele befand sich meist ein als Gewölbe gemauerter Keller, um hier die Lebensmittel wie Milch usw. kühl aufbewahren zu können. Über eine steile Stiege in der Deele konnten die Schlafkammern erreicht werden. Hier nutzte man die Wärme der darunterliegenden Ställe, damit im Winter wenigsten einigermaßen erträglich war. Ansonsten war die Feuerstelle in der Deele die einzige Wärmequelle im Haus. An diesem Herdfeuer wurden an den langen Winterabenden die vorgenannten handwerklichen Tätigkeiten ausgeführt und sich Geschichten erzählt.

Hier saßen alle gemeinschaftlich zusammen egal ob Knecht , Magd, Bauer oder Bäuerin. Die Deele war auch der Arbeitsplatz, wo bei schlechtem Wetter das Korn gedroschen sowie andere Arbeiten erledigt wurden. Hier wurde das Heu eingefahren und über eine Luke in den darüber liegenden Dachraum verbracht. Im Hofraum aber auch oft im Haus neben der Deele befand sich der Brunnen. Dieser war oft bis zu 10m tief ausgehoben und mit Bruchsteinen abgemauert. Aus diesem Brunnen wurden Mensch und Tier mit kühlem Wasser versorgt.In kleinen Nebengebäuden waren Hühner und Schweine, Schafe und Ziegen untergebracht. Abends wurde das Deelentor geschlossen und das Haus konnte nur noch durch eine kleine Schlupftür im Deelentor verlassen werden. Jeden Morgen wurde das Tor weit geöffnet und die Wintersonne bis zur Küche hereingelassen. Nun begann ein neuer arbeitsreicher Tag.

Im Besitz der Kirche und der Kapellen war ein Braukessel zum Bierbrauen. Dieser wurde reihum gegen Bezahlung verliehen.

Kirchenleben

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Das Leben der Elsper war von tiefer Frömmigkeit geprägt. Das Kirchspiel Elspe erstreckte sich über die Orte Oberen Elspe, Oedingen (Oyn), Hebbecke, Elsperhusen, Helsmecke (Elsmecke), Pelmecke (Permecke), Melbecke, Oberen Melbecke, Hespecke, Sporke, Halberbracht, Stöppel, Meggen, Maumke, Theten, Hachen und Förde.

Die Gläubigen zogen bis zu zwei Stunden am Sonntagmorgen und zu Feiertagen zur Pfarrkirche. In ihr standen die Brautpaare vor dem Altar, um „in gegenwardt beiderseitz nachbar undt verwandten“ die Ehe zu schliessen. Nur bei ganz besonderen Ausnahmen wie „wegen schwacheitt der braut“ wurden schon mal in den Kapellen Trauungen vorgenommen.

Alle Kinder wurden in der Kirche getauft. Nur in besonderen Ausnahmen fand die Taufe zu Hause statt. Die Toten der Gemeinde fanden auf dem Kirchhof ihre letzte Ruhestätte.

Die Sonntagsmesse war Mittelpunkt im dörflichen Geschehen und ein gesellschaftlich wichtiges Treffen um Neuigkeiten auszutauschen aber auch um Waren einzukaufen. Verwandt und Bekannte wurden besucht, die Kinder durften mit anderen Spielen, die Männer auch mal ein „Gebrautes“ zu sich nehmen.

Der Pfarrer mit seinen Hilfsgeistlichen, die Vikare und Lehrer und der Vogt von Elspe waren die Persönlichkeiten im Dorf. Hierzu zählte ebenfalls auch der Kirchenvorstand und die Mitglieder der Kreuzbruderschaft des Heiligen Kreuzes zu Elspe. Am Sonntag wurden über Streitigkeiten, Geschäfte, Grundstückskäufe etc. verhandelt, Vermählungen angebahnt und alle Gemeindedinge behandelt.

Verstöße wurden von den zuständigen Richtern des Gogerichtes Attendorn unter reger Teilnahme des Dorfes behandelt. Nach Urkunden von 1720 bis 1725 (im Besitz von Peter Börger, Elspe) trat das Gogericht mit seinen „Prokuratoren Wrede und Tyrell“ jeden Freitag in Elspe zusammen um hier Recht zu sprechen. Dieses wurde in einem Urkunden-Buch festgehalten und besiegelt. Durch dieses gemeinschaftliche Zusammenleben wurden Sitte, Glaube, Ordnung und Heimat in Elspe geprägt und weitergeführt.

Einzelnachweise

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  1. (heute im unteren Teil Seilmecke)
  2. (Brill Seite25)